Gemeinschaftsinitiative FrITZI: "Mehr junge Frauen in Zukunftsberufe!"
       
 
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Gemeinschaftsinitiative FrITZI

Forum zu Fragen der Informationsgesellschaft, Technologie, Zukunfts- und IT-Berufen

„Mehr junge Frauen in Zukunftsberufe!“

Wenn Sie Schülerinnen der 9. Klassenstufe der allgemeinbildenden Schulen in Thüringen nach ihren beruflichen Zukunftsvisionen fragen, so ergibt sich ein Bild, dass wahrscheinlich auf nahezu alle Schulen im Bundesgebiet übertragbar wäre:

Die Mädchen wünschen sich mehrheitlich eine „Arbeit mit Menschen“, „etwas Kreatives“ und „etwas, wo sie helfen können“.
Welche individuellen beruflichen Vorstellungen konkreter hinter diesen eher plakativen Aussagen stecken und in welchen Berufsbildern sich diese wiederfinden, können die Mädchen in der Regel nicht beantworten. Ihre Orientierungsgrundlage ist ein langfristig entwickeltes Selbstbild von Interessen und Fähigkeiten, dass im sozialkulturellen Kontext eine sogenannte mädchentypische Prägung verinnerlicht. Unter wenig reflektierten Bedingungen mündet dieser Prozess in einen schemenhaften beruflichen Tätigkeitswunsch, der mädchentypisch eben „irgendwas mit Menschen“ beinhaltet und nach Möglichkeit „ weitestgehend technikfern“ ist.

Für Jungen und Mädchen gleichermaßen ist Computer- und Techniknutzung im Alltag nicht mehr wegzudenken und dennoch orientieren sich die Mädchen bei der Berufswahl mehrheitlich an technikfernen Bereichen. Augenscheinlich: je stärker ein Beruf bereits in der Berufsbezeichnung einen Technikbezug vermuten lässt, desto geringer wird der Mädchen- und Frauenanteil in diesem Bereich. Häufig haben Mädchen keine klaren Vorstellungen von den Anforderungsprofilen und Perspektiven naturwissenschaftlicher, gewerblich-technischer, Medien- und IT-Berufe, geringeres Selbstbewusstsein oder Berührungsängste in Bezug auf Technik.
Die Entscheidung der Mädchen gegen diese Berufe hat nicht nur bedeutsame persönliche Konsequenzen für den Lebensweg, sondern auch wirtschaftliche Folgen für den Nachwuchs in zukunftsträchtigen Branchen. Im Zeitalter der bestausgebildetsten Frauengeneration ist auf die Potenziale, welche die jungen Frauen mitbringen, nicht mehr zu verzichten.

Das Gemeinschaftsprojekt FrITZI will Schülerinnen ermutigen, ihr Berufswahlspektrum zu erweitern und sich bewusst mit Zukunftsperspektiven im naturwissenschaftlichen, gewerblich-technischen, Medien- und IT-Bereich auseinander zu setzen. Das heißt, Schülerinnen sind ganz bewusst eingeladen, einen "Blick über den Tellerrand" der sogenannten mädchentypischen und häufig gewählten Hitberufe zu werfen.

Zahlreiche FrITZI-Aktionen sollen Zukunftsberufe für Mädchen "anfassbar" machen sowie über Ausbildungsmarktsituationen und Perspektiven informieren. Beispielsweise erhalten Schülerinnen bei Mädchen-Technik-Tagen und Betriebserkundungen die Möglichkeit, Auszubildenden, Expertinnen und Experten bei der Arbeit "über die Schulter zu schauen". Im gemeinsamen Gespräch können sie einen konkreten Einblick in die Berufspraxis bekommen.
Im Rahmen von Workshops sind die Mädchen eingeladen, eigene Ziele und Wertvorstellungen
im Hinblick auf privates und berufliches Leben zu formulieren und Chancen in Zukunftsberufen zu entdecken. Dabei knüpft FrITZI an den persönlichen Stärken der Mädchen an und zeigt wie „greifbar“ und lebensweltnah Technik sein kann: Nur eine Frage der Perspektive!
Individuelle Strategien der bewussten beruflichen Orientierung werden in der aktiven Zusammenarbeit mit den Schülerinnen herausgearbeitet, denn gute Strategien und eine Portion „Mut zu Neuem“ sind der erste Schritt in eine vielversprechende berufliche Zukunft.

FrITZI spricht neben den Schülerinnen selbst auch Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen an und will in Elternveranstaltungen, Multiplikatorenschulungen und Fortbildungen die Begleiter/innen der Jugendlichen durch den „Dschungel der Möglichkeiten“ sensibilisieren und stärken. Durch Anknüpfung an die vorhandenen Strukturen der Berufsberatung in Thüringen und Unternehmenskontakte bündelt FrITZI Informationen und bildet Netzwerke der Berufsorientierung in Thüringen. Zudem unterstützt FrITZI den jährlich bundesweit stattfindenden Girls’ Day.

FrITZI ist eine Initiative des Arbeitskreises Frauen und Arbeitsmarktpolitik in Thüringen, in Trägerschaft des Bildungswerkes der Thüringer Wirtschaft e. V. und der Technischen Universität Ilmenau, gefördert vom Europäischen Sozialfonds und dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Informationen und Kontakt zu FrITZI unter:

Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V.
FrITZI
Magdeburger Allee 4
99086 Erfurt
Tel.: 0361-60155342-344
Fax: 0361-60155399
eMail: info.erfurt@hallo-fritzi.de

Technische Universität Ilmenau
FrITZI

PSF 100565
98648 Ilmenau
Tel.: 03677-693288
Fax: 03677-694364
eMail: info.ilmenau@hallo -fritzi.de

www.hallo-fritzi.de


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