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Ausbildung im Bäckerhandwerk
Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von rund 12 Milliarden Euro und 283.000 Beschäftigten zählt das Bäckerhandwerk zur Spitzengruppe der deutschen Handwerksberufe. Die Ausbildungssituation zeigt es deutlich: Das Bäckerhandwerk hat Zukunft! Im Jahr 2007 wurden etwa 37.000 junge Menschen im Bäckerhandwerk ausgebildet, 1,8% mehr als im Vorjahr. Das waren ca. 13% aller Mitarbeiter des Bäckerhandwerks, die in mehr als 16.000 Bäckereien mit insgesamt 47.000 Verkaufsstellen beschäftigt waren. Einen solch hohen Ausbildungsstand erreichte das Bäckerhandwerk letztmalig Ende der 1980er Jahre. Damit gehört das Bäckerhandwerk zu den Top-Ausbildern des Handwerks und leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Als Hersteller von wohlschmeckenden Lebensmitteln bewahren die selbstständigen Bäckermeister ein Stück deutscher Ess- und Lebenskultur.
Mehr als 300 Brotsorten und etwa 1200 Arten Feingebäck: In kaum einem anderen Land der Welt ist die Produktvielfalt des Bäckerhandwerks größer als in Deutschland. Seit den 1950er Jahren hat sich die Branche jedoch stark gewandelt. Gab es früher überwiegend kleine Familienbetriebe mit direkt der Backstube angegliedertem Verkaufsgeschäft, so betreiben heute selbständige Bäckermeister zunehmend zentrale Produktionsstätten mit einem lokalen oder regionalen Netz von Verkaufsstellen. Dies ermöglicht höhere Umsätze je Betrieb, die Einführung innovativer Technologien und eröffnet neue Perspektiven für das Unternehmen und jeden Mitarbeiter. Vom selbständigen Bäckermeister erfordert diese Entwicklung umfangreiche betriebswirtschaftliche und marketingrelevante Fähigkeiten, um erfolgreich zu sein.
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