|
|
 |
Werbung |
|
Links & Themen:
Schulshop
Hilfe bei Mobbingproblemen Antigewaltkurse Gewalt tut weh Ensemble Brudermord Faustlos Gewalt-an-Schulen.de Informationszentrum Sozialwissenschaften
|
|
Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
Stiftung gegen Gewalt an Schulen
Über uns
Die „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“ wurde am 18. November 2009 in Winnenden in der St. Karl Borromäus Kirche gegründet. Sie entstand aus dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, das sich nach dem schrecklichen Ereignis vom 11. März 2009 an der Albertville-Realschule Winnenden und in Wendlingen durch Hinterbliebene der Opfer gebildet hat. Das Geschehene und Erlittene hat die Betroffenen zu Seelenverwandten zusammengeschweißt. Die furchtbare und wahnsinnige Tat in Winnenden und Wendlingen darf nicht folgenlos bleiben. Unseren Kindern sind urplötzlich ihre Träume, Ziele und Hoffnungen genommen worden. Wir sind bereit, uns mit ganzer Kraft für Veränderungen in unserer Gesellschaft einzusetzen. Es sollen nicht weitere Menschen sterben, wie durch diesen und andere Amokläufe geschehen. Es sollen nicht weitere Menschen eine solche Tat begehen, die womöglich präventiv hätte vermieden werden können. Die Verhinderung von Gewalt an den Schulen ist unsere gemeinsame Aufgabe. Sie ist uns zugewachsen aus dem Wissen, dass der Tod unserer Kinder nicht umsonst gewesen sein kann. Es soll etwas bleiben von diesen jungen Leben. Aus dem Wertvollen, das wir zurücklassen mussten, soll eine positive Kraft für die Zukunft ausgehen – das ist unser Traum. Dafür offen einzutreten ist unsere Berufung.
„Diese Zielsetzung verdient Respekt und Unterstützung, denn es geht um das Kostbarste, was wir haben: Unsere Kinder“
Zitat aus dem Vorwort der Stiftungsbroschüre von Dr. Horst Köhler, Bundespräsident
Stiftungsziele
- Gründung eines Expertenrates mit Rechtswissenschaftlern, Kriminologen, Psychiatern, Psychologen und Erziehungswissenschaftlern. Der Rat soll Risikofaktoren erkennen, einen Katalog erarbeiten und in schnell realisierbare Präventionsprojekte umsetzen.
- Fortbildungsseminare für Lehrer zur Gewaltprävention in Zusammenarbeit mit den Gewaltpräventionsberater/innen der Regierungsbezirke Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe und Tübingen.
- Realisierung einer Musterschule mit Vorbildcharakter für ein Höchstmaß an Sicherheit in Hinblick auf Krisenplanung, bauliche Maßnahmen wie beispielsweise Meldeanlagen oder der Einbau von Sicherheitstüren (Spion, schusssicher, Türknauf statt –griff), Interventionsstrategien und behördenübergreifendes Krisenmanagement.
- Kanalisierung von Erfahrungsberichten aus bereits bestehenden Schulprojekten wie z. B. „Konflikt Kultur“ oder „Mobbingfreie Schule“ oder der schulbezogenen Jugendarbeit und Schulseelsorge der evangelischen Kirche. Veröffentlichung der Erfahrungsberichte und möglichst flächendeckende Verteilung zunächst an Schulen in Baden-Württemberg, dann bundesweit. Die Projekte stärken das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern und verbessern das Klima der Schüler untereinander.
- Finanzierung von Schulpsychologen, um Lehrer bei auffälligen Schülern zeitnah zu unterstützen. Derzeit beträgt die Wartezeit 15 Monate.
- Einrichtung einer Hot-Mail-Adresse oder eines anonymen „Notruf-Formulars“ auf der Website des Aktionsbündnisses. Alle Täter hatten den Schul-Amoklauf geplant und zum Teil direkt oder verschlüsselt angekündigt. Dies betrifft fast ausschließlich Gleichaltrige. Ein niedrigschwelliges Frühwarnsystem soll Jugendliche ermutigen, auffällige Veränderungen zu melden. Der Gefahr von Überinterpretation oder einer möglichen Stigmatisierung von Tätern gilt es, durch Hinzuziehung des Expertenrates sowie enger Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern vorzubeugen.
- Der Notruf soll aber auch gezielt Jugendlichen helfen, die sich in der Schule benachteiligt und/oder der Verfolgung und dem Spott von Kameraden, Mitschülern und Lehrern oder einem enormen Leistungsdruck der Eltern ausgesetzt fühlen. Speziell ausgebildete Vertrauenslehrer oder Schulpsychologen sollen für die Kontaktaufnahme unmittelbar zur Verfügung stehen. Regelmäßige Eltern-Lehrer-Seminare mit Vortrags und Diskussionsabenden zu erziehungsrelevanten Themen wie Konfliktlösungsstrategien, Einführung von Empathie- und Wertekonzepten, Erkennen von Warnsignalen bei psychopathologischen Auffälligkeiten, Förderungen von sozialen und emotionalen Kompetenzen pro Jahr und Schule, beginnend im Regierungsbezirk Stuttgart.
- Auslobung eines Wettbewerbs für Schulklassen, um eigene Programme zur Gewaltprävention an Schulen zu entwickeln. Öffentliche Verleihung unter Einbeziehung der Medien.
- Einrichtung eines Telefon-Notrufs für Eltern. Einfacher Zugang über Veröffentlichung einer Hotline in Schulen, in den Medien sowie in Elternbriefen. Gegebenenfalls Vernetzung mit bereits vorhandenen Einrichtungen.
Kontaktdaten:
Aktionbündnis Amoklauf Winnenden Stiftung gegen Gewalt an Schulen Wallstr. 28 71364 Winnenden Tel: 07195 589570 Fax: 07195 589571 e-mail: amoklaufwinnenden@web.de
|
|
|
|
|