Mobbing in der Grundschule
Sigrun Boiger, Jens Müller-Kent
Mobbing ist entgegen einer verbreiteten Annahme keineswegs auf das Arbeitsleben beschränkt. Es spielt eine große Rolle in der Schule und besonders in der Grundschule. Man spricht von Mobbing, wenn eine Schülerin oder ein Schüler über einen längeren Zeitraum absichtlich drangsaliert wird. Dies kann direkt geschehen, also durch körperliche oder verbale Angriffe, oder mittelbar durch Ausschluss und Ausgrenzung. Alle diese Mobbingformen werden in diesem Aufsatz als Gewalt bezeichnet.
Das Verhalten von Gewalttätern und Gewaltopfern ist von Ungleichheit geprägt, die Opfer können sich aus eigener Kraft nicht aus der Gewaltsituation befreien.
Kann es jeder Schülerin und jedem Schüler widerfahren, gemobbt zu werden? Tatsächlich geschieht dies nur ca. jedem zehnten und Untersuchungen zeigen, dass dies nicht zufällig ist. Mobbingopfer sind meist ängstlich, unsicher, empfindsam und still. In der Klasse haben sie kaum oder gar keine Freunde und sind nicht sehr beliebt. Sie verfügen über wenig Selbstbewusstsein und fühlen sich als Versager, eine Einstellung, die durch ein- oder mehrmaliges gemobbt werden noch verstärkt wird.
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