Das macht Schule! - Bessere Qualität in allen Schulen
       
 
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Das macht Schule!

Bessere Qualität in allen Schulen

Die Herausforderung

Schulen stehen vor großen Herausforderungen. Ihr Bildungs" und Erziehungsauftrag ist umfangreicher, vielfältiger, komplexer denn je. Ein schneller gesellschaftlicher und technologischer Wandel erfordert ein anderes Lernen – nicht nur von Schülerinnen und Schülern, sondern auch von denjenigen, die für die optimale Kompetenzentwicklung der jungen Menschen beruflich tätig sind.

Das deutsche Bildungssystem findet sich im internationalen Vergleich derzeit nur auf einem der mittleren Rangplätze wieder. Bildungsstandards, Vergleichsarbeiten, zentrale Prüfungen, Lernstandserhebungen, größere Eigenverantwortlichkeit von Schulen, interne und externe Evaluation u.a.m. bestimmen als Reaktion darauf den Maßnahmenkatalog für Reformwege, die aus der Misere heraus führen sollen. Wie sollen Schulen jedoch mit diesen Herausforderungen umgehen? Welchen Beitrag zur Unterstützung können sie erfahren? Nach „PISA“ beschäftigen sich viele Lehrer, Mitglieder der Schulleitung, aber auch Eltern sowie Schüler mit der Qualität ihrer Schule:

  • Wie gut ist eigentlich unsere Schule? Wie können wir das zunächst einmal für uns selbst feststellen ohne das Risiko einer Bloßstellung eingehen zu müssen oder den Neid anderer auf uns zu ziehen?
  • Welche besonderen Stärken zeichnen unsere Schule aus?
  • Gibt es Bereiche an unserer Schule, die wir unbedingt verbessern sollten? Welche sind das?
  • Wie kann es uns gelingen gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen, an ihrer Umsetzung erfolgreich zu arbeiten und doch auch mit unseren Kräften und Ressourcen schonend umzugehen?
  • Stellen wir uns als Kollegium, als Schulgemeinde gemeinsam derartigen Fragen? Haben wir eher ähnliche oder eher unterschiedliche Sichtweisen? Und: Welche Schlüsse ziehen wir daraus?

Kindern und Jugendlichen bessere Lern- und Lebenschancen zu ermöglichen, muss zur Leitlinie von Verbesserungsstrategien aller Beteiligten des Bildungssystems werden. Allerdings liegen die wirksamsten Möglichkeiten dies umzusetzen in den Schulen selbst. Qualitätsentwicklung von Unterricht und der schulischen Arbeit als Ganzes muss nicht zwangsläufig ein Mehr an Arbeit und keinesfalls ein „Mehr desselben“ bedeuten. Es geht um die Veränderung der Arbeit in Schulen.

Gute Schulen – im Ausland wie auch hier bei uns in Deutschland – machen vor, wie es ihnen gelingt, den eigenen Qualitätsentwicklungsprozess kontinuierlich zu überdenken und neu auszurichten. Sie nehmen die Herausforderungen aktiv an und sehen darin eine Chance zur selbst gestalteten Veränderung.

Das Unterstützungsangebot der Bertelsmann Stiftung

Die Bertelsmann Stiftung will Schulen unterstützen, die eigenen Aufgaben, Ziele und Ansprüche besser zu erfüllen. Sie hat mit dem »Internationalen Netzwerk Innovativer Schulsysteme« (INIS) aus der internationalen Praxis heraus ein Steuerungsinstrument erarbeitet, das Schulleitungen und Kollegien helfen soll, ihren Schulentwicklungsprozess mit Hilfe von Daten zu evaluieren und zu planen. Mit diesem Selbstevaluationsinstrument wird die gesamte schulische Arbeit erfasst. Schulen müssen keine zusätzliche Zeit investieren um eigene Evaluationsinstrumente zu entwickeln. Nachdem das Instrument in der vierjährigen internationalen Erprobungsphase seine Praxistauglichkeit und einfache Handhabbarkeit unter Beweis gestellt hat, können nun auch alle weiteren interessierten Schulen in den Bundesländern davon profitieren.

Das Unterstützungsangebot zur internen Steuerung von Qualitätsentwicklungsprozessen an der Schule besteht konkret aus…

  • einem international tragfähigen Qualitätsverständnis von guter Schule
    Das gemeinsame Qualitätsverständnis wird abgebildet in einem Modell aus den fünf zentralen Qualitätsdimensionen Erfüllung des Bildungs" und Erziehungsauftrages, Lernen und Lehren, Führung und Management, Schulklima und Schulkultur und Zufriedenheit sowie ihren Kriterien und Indikatoren.
     
  • wissenschaftlich geprüften und praxiserprobten Erhebungsinstrumenten
    Das Instrument zur Selbstevaluation (SEIS) erfasst alle fünf Qualitätsdimensionen. Fragebögen zur Befragung von Schülern, Lehrern, sonstigen Mitarbeitern, Eltern und Ausbildern stehen auf der Homepage der Bertelsmann Stiftung zum Herunterladen bereit (www.das-macht-schule.de).

Als technische Lösung zur einfachen Nutzung des Instruments wird eine Software für die Dateneingabe, die Datenadminstration und die Datenauswertung gegen eine Schutzgebühr ab Frühjahr 2005 über das Internetportal der Bertelsmann Stiftung zur Verfügung stehen. Diese Lösung beinhaltet die Möglichkeit, die Fragebögen online auszufüllen. Alternativ können Schulen Fragebögen im Papierformat nutzen, diese dann entweder selbst eingeben oder aber mit einer Dateneingabefirma zusammenarbeiten. Die Software bietet zudem die Möglichkeit, die Fragebögen um Zusatzfragen zu erweitern.

  • einem handhabbaren Berichtswesen mit der Möglichkeit zum Datenvergleich
    Das Instrument des Qualitätsvergleichs bietet den Schulen zwei Alternativen:
    1. Nutzung des Instruments zur Selbstevaluation ohne Eintritt in einen Vergleichs" und Kooperationsprozess mit anderen Schulen. Eine mehrmalige Selbstevaluation ist möglich. Sie zeigt den Entwicklungsfortschritt (interner Datenvergleich der Einzelschule).
    2. 2. Nutzung des Instruments zur Selbstevaluation und zum Qualitätsvergleich. Schulen haben die Möglichkeit, sich mit Hilfe der Software innerhalb von Schulgruppen zu vergleichen. Wenn Schulen sich nicht mit Partnern zum Vergleich anmelden, haben sie perspektivisch die Möglichkeit,über eine Datenbank der Bertelsmann Stiftung Vergleichs" und Lernpartner zu finden.

Jede Schule kann die Ergebnisse der Datenauswertung in Form eines individuellen, ausschließlich an sie gerichteten Schulberichts aus einem geschützten Raum des Internetportals herunterladen.

Begleitmaterial
Ein Praxisleitfaden wird als Hilfestellung zum erfolgreichen Bearbeiten der vier Phasen des Qualitätszyklus ab Sommer 2005 zur Verfügung stehen. Die schulische Arbeit wird durch konkrete Bausteine zur Moderation von Verständigungs" und Entscheidungsprozessen sowie zur Durchführung von Datenerhebung, Datenanalyse und Maßnahmenplanung unterstützt. Im Praxisleitfaden werden Grundlagen, konkrete Arbeitsschritte, Handlungsempfehlungen, Techniken, anschauliche Praxisbeispiele, „Change Stories“ und Arbeitsmaterialien dargestellt. Teilinhalte werden über das Internetportal der Bertelsmann Stiftung ab Frühjahr 2005 kostenlos zur Verfügung stehen.

Der Nutzen des Instruments für Schulen

Wissen, was eine gute Schule ausmacht ...
Durch das Instrument wird beschrieben, wie schulische Qualität im Kern aussieht. Es ermöglicht einen Generalcheck. So kann ein gemeinsames Qualitätsverständnis und zugleich der Boden für intensive Dialoge geschaffen werden.

Entscheidungssicherheit durch Daten gewinnen ...
Durch den Qualitätsvergleich gründet sich Schulentwicklung nicht länger ausschließlich auf Intuition, Tradition oder pragmatische Entscheidungen, sondern auf Daten. Daten helfen bei fundierten Entscheidungen. Schulen gewinnen an Planungs" und Entscheidungssicherheit. Erfolge werden (endlich) messbar!

Alle ins Boot holen, um die Qualität zu verbessern ...
Das Instrument ist auf Entwicklung ausgerichtet, und alle Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer und sonstige Mitarbeiter) werden in den Prozess einbezogen. Gemeinsam wird Schule gestaltet. Die Daten und Impulse des Qualitätsvergleiches setzen Dialoge und Entwicklungen in Gang. Wichtige Dinge werden identifiziert und zum Gegenstand der Diskussion. Auch schwierige Themen werden objektivierbar und diskutierbar. Alle ziehen an einem Strang! Die Last wird auf viele Schultern
verteilt und alle werden in die Verantwortung genommen.

Über den Tellerrand schauen und von anderen lernen ...
Der Vergleich mit anderen gibt Impulse, ermöglicht den Blick über den eigenen Tellerrand, die realistischere Selbsteinschätzung. Auf den Vergleich gründet sich ein Erfahrungsaustausch. Schulen sind nicht alleingelassen, sondern können von anderen lernen, denn jeder hat Stärken und Schwächen. Vergleich macht Schule! Niemand soll gerankt und so öffentlich vorgeführt werden. Die Daten sind Eigentum der Schule.

Hebel finden und Entwicklung vorantreiben ....
Durch das ganzheitliche Bild, das der Qualitätsvergleich gibt, durch die Einbindung aller Beteiligten und den Vergleich mit anderen können Schulen die Hebel identifizieren, die sie in ihrem Entwicklungsprozess am Weitesten voranbringen. Schulen können effizient und effektiv planen und müssen keine Schleifen drehen.

Bisherige Aktivitäten bündeln und unter ein gemeinsames Dach stellen ...
Das Instrument ermöglicht es Schulen, bereits laufende Maßnahmen, Projekte und Vorhaben zu bündeln, zu fokussieren und in einem systemischen Entwicklungsprozess zusammen zu führen.

Auf Erprobtes bauen ...
Das Instrument ist wissenschaftlich geprüft und hat in der internationalen Praxis wie auch in 16 deutschen Schulen aus fünf Bundesländern über drei Jahre unter Beweis gestellt, dass es
Schulentwicklung möglich macht.

Wenig Belastung und viel Unterstützung ...
Das Instrument ist für Schulen gut handhabbar, überfordert sie nicht! Die Bertelsmann Stiftung bietet Schulen eine umfassende Unterstützung durch die Bereitstellung einer Software, sowie umfangreiches Material zur Qualitätsverbesserung (Praxisleitfaden).

Auflagen der Ministerien zur schulischen Selbstevaluation erfüllen ...
In vielen Bundesländern müssen Schulen ihre Schulprogrammarbeit bzw. ihre Schulentwicklung evaluieren. Das standardisierte Instrument der Bertelsmann Stiftung (SEIS – Selbstevaluation in Schulen) ist hierzu schnell und einfach einsetzbar, erfüllt die qualitativen Anforderungen und liefert Schulen Schlüsselinformationen. Darüber hinaus ist es mit Lernstandstests verknüpfbar, so dass Schulen Informationen aus verschiedenen Datenquellen einfach zusammenführen und nutzen können.

Der Projektzyklus


Qualität in fünf Dimensionen

Die fünf Qualitätsdimensionen und ihre Bedeutung:

Lehren und Lernen ist das zentrale Tätigkeitsfeld aller Schulen. Hier liegt ihr Kerngeschäft und ihre Kompetenz.

Führung und Management beeinflussen in hohem Maße die Qualität der Schule und bestimmen auch, bis zu welchem Grad die Betroffenen überhaupt an wichtigen Entscheidungen teilhaben können.

Schulklima und -kultur sind wichtige Rahmenbedingungen für das Lernen. Denn sie sorgen nicht nur für die emotionale, sondern auch für die physische Sicherheit der Schüler.

Diese drei Prozesse sorgen dafür, dass im Ergebnis der Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllt werden kann. Dieser beinhaltet nicht nur die wichtigsten Daten für die Evaluation schulischer Arbeit, er belegt auch die Ergebnisse des Lehr- und Lernprozesses.

Die Dimension Zufriedenheit von Schülern, Eltern, Mitarbeitern und Kommunen schließlich hat eine"Ampelfunktion". Kommt es in den anderen Feldern zu Störungen, wirkt sich das in diesem sensiblen Bereich umgehend aus.

Fragen

Wie erhalte ich die Instrumente?

Die SEIS-Erhebungsinstrumente stehen bereits jetzt auf der Homepage der Bertelsmann Stiftung unter www.das-macht-schule.de zur Verfügung.

Welche Einsatz- und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es?

Die Erhebungsinstrumente sind zur Selbstevaluation vorgesehen. Sie als Schule können entscheiden, ob sie a) die Erhebungsinstrumente und die Ergebnisse der Datenerhebung ausschließlich für den Eigenbedarf nutzen oder b) sich innerhalb eines (selbstorganisierten) schulischen Lernnetzwerkes dem Qualitätsvergleich stellen wollen.

Wie wurde das Instrument entwickelt?

Das Instrument ist wissenschaftlich geprüft und hat in der internationalen Praxis, aber auch in 16 deutschen Schulen aus fünf Bundesländern über vier Jahre unter Beweis gestellt, dass es Schulentwicklung möglich macht.

Welche Voraussetzungen gibt es zur Nutzung des Instruments?

  • Die Schule entscheidet sich in ihren Gremien für den Einsatz des Instruments. Das bedeutet, dass sie das Qualitätsverständnis, die Erhebungsinstrumente und die Datenauswertung akzeptiert und trägt.
  • Die Schule ist bereit, eine Schutzgebühr von ca. 80 € für die Nutzung der Software zu entrichten. Eine Datenerfassungsfirma hilft bei der Produktion der Fragebögen und bei der Erfassung der Daten.
  • Die Schule entwickelt auf Basis der gewonnenen SEIS"Daten, der Daten aus Schülerlernstandstest und anderen Daten und Rückmeldungen (z.B. einer externen Evaluation) ihre Maßnahmenplanung.
  • Die Schulen sind zu einem Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen bereit.

Wo kann ich mich noch informieren?

Publikationen:

Cornelia Stern, Julia Mahlmann, Eric Vaccaro (Hrsg.)
Vergleich als Chance
Schulentwicklung durch internationale Qualitätsvergleiche – Grundlagen
2. Auflage 2003, 140 Seiten,
Broschur, inklusive CD-ROM
11,00 EUR
ISBN 3-89204-669-7

Cornelia Stern, Julia Mahlmann, Eric Vaccaro (Hrsg.)
Spieglein, Spieglein
Schulentwicklung durch internationale Qualitätsvergleiche – erste Erfahrungen
ca. 120 Seiten
Broschur
11,00 EUR
ISBN 3-89204-670-0

Im Internet:

www.das-macht-schule.de

Flyer - Podium Schule [PDF , 206KB]

Kontakt

Bertelsmann Stiftung
Carl-Bertelsmann-Straße 256
Postfach 103
33311 Gütersloh

Ansprechpartner im Projekt

Cornelia Stern / Projektmanagerin
Tel.: 0 52 41 – 81 81 170
eMail: cornelia.stern@bertelsmann.de

Christian Ebel / Projektmanager
Tel.: 0 52 41 – 81 81 238
eMail: christian.ebel@bertelsmann.de

Eric Vaccaro / Projektmanager
Tel.: 0 52 41 – 81 81 299
eMail: eric.vaccaro@bertelsman.de

Oliver Vorndran / Projektmanager
Tel.: 0 52 41 – 81 81 331
eMail: oliver.vorndran@bertelsmann.de

Dagmar Buck
Tel.: 0 52 41 – 81 81 417
eMail: dagmar.buck@bertelsmann.de

Monika Hack
Tel.: 0 52 41 – 81 81 417
eMail: monika.hack@bertelsmann.de

Daniela Justus
Tel.: 0 52 41 – 81 81 343
eMail: daniela.justus@bertelsmann.de

Vera Steinmann
Tel.: 0 52 41 – 81 81 411
eMail: vera.steinmann@bertelsmann.de


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Seit 75 Jahren beliefert Georg H. Knickmann e. K. öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Universitäten, Altenheime, Kirchen, Behörden und Unternehmen der privaten Wirtschaft mit hochwertigen Möbeln.

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