Ausbildung in der Transportbetonindustrie

Beton ist heute der wichtigste Baustoff für die Errichtung von spektakulären Gebäuden und beeindruckenden Infrastrukturbauten. Seine Herstellung erfolgt in über 1.800 Transportbetonwerken in Deutschland. Im Jahr 2017 erzielte die deutsche Transportbetonindustrie mit einer Produktion in Höhe von 52,0 Millionen Kubikmeter Transportbeton einen Umsatz von 3,64 Milliarden Euro. Deutschlandweit beschäftigen die rund 535 Unternehmen der Branche etwa 9.650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für die Herstellung des Transportbetons im Werk sind Verfahrensmechaniker (m/w/d) der Steine-und Erdenindustrie Fachrichtung Transportbeton verantwortlich.

Die Aufgaben der Verfahrensmechaniker/in Transportbeton

Verfahrensmechaniker/-innen arbeiten in der Steine- und Erdenindustrie, der metall- und glasverarbeitenden Industrie oder in der Kunststoffindustrie. Sie steuern, überwachen und warten Maschinenanlagen, mit denen Rohstoffe weiterverarbeitet werden.

Beton ist ein Baustoff mit großer Zukunft: Als Frischbeton wird der weltweit meistverwendete Baustoff computergesteuert von Verfahrensmechanikern im Werk hergestellt. Über die Wahl der Ausgangsstoffe können gewünschte Eigenschaften präzise eingestellt werden und zum gewünschten Zeitpunkt zur Baustelle angeliefert werden.

Ingenieure und Techniker entwickeln Beton ständig weiter, um neue Einsatzmöglichkeiten für die Bauaufgaben der Zukunft zu erschließen. Verfahrensmechaniker/-innen der Fachrichtung Transportbeton steuern und überwachen die Produktionsanlagen in einem Betonwerk. Sie sind für die Qualität des Betons verantwortlich und sorgen dafür, dass er pünktlich zu den jeweiligen Baustellen transportiert werden kann.

Verfahrensmechaniker/-innen Transportbeton arbeiten vielfältig: im Büro an Computer und Telefon, im Labor, um die Qualitäten des Baustoffs zu prüfen – und draußen bei der Überprüfung und Wartung der Werksanlage.

Als Anlagenführer starten und überwachen Verfahrensmechaniker die Mischanlagen des Werks von ihrem Leitstand aus am Computer. Zur Betonherstellung gehört darüber hinaus die Kontrolle der Einstellungen direkt an der Mischanlage und das Messen und Analysieren von Betonproben.

Der Verfahrensmechaniker unterstützt die Organisation des Einsatzes der Fahrmischer und die termingenaue Belieferung der Baustellen. Er berechnet notwenige Liefermengen, disponiert die erforderlichen Rohstoffe und ist für das Aufbereiten von Restbeton verantwortlich.

(K)ein Beruf für Frauen?

Die Verfahrensmechanikerin Jacqueline Rytzmann, 24, beschreibt in einem Interview ihren Beruf und erläutert, warum sie Verfahrensmechanikerin geworden ist und weshalb ihr der Beruf gefällt.

Ausbildung und Berufsschulen

Während der Ausbildungsjahre lernen die Auszubildenden beispielsweise: wie man Werkstoffe aus Metall und Kunststoff manuell und maschinell bearbeitet, wie Rohstoffe, z.B. Kies und Sand, gewonnen, aufbereitet und zu Endprodukten verarbeitet werden, wie Produktionsabläufe bei der Herstellung mineralischer Baustoffe mit Hilfe hydraulischer, pneumatischer und elektronischer Systeme gesteuert werden, wie Transportbeton und Werk-Frischmörtel zielsicher hergestellt und welche Qualitätssicherungsmaßnahmen durchzuführen sind, wie Aufträge nach Liefertermin, Liefermenge, Lieferfolge, Transportmittel, Fahrwegen und Witterung abzuwickeln sind.

Anforderungen, Perspektiven, Karriere

Verfahrensmechaniker/innen sind echte Allrounder. Die meisten haben einen Haupt- oder Realschulabschluss. Der Beruf bietet eine spannende Kombination aus technischem Verständnis, handwerklichem Geschick, allein und besonders im Team. 

Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich nach entsprechender Fortbildung und Berufspraxis natürlich auch.

Zu den Ausbildungsbetrieben

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