Das UNESCO-Welterbe Zollverein

Der im Dezember neu gestaltete Denkmalpfad zeigt "Den Weg der Kohle" - einem geführten Rundgang durch die ehemaligen Produktionsgebäude. 23 Jahre nach Stilllegung von "Zollverein Schacht XII" ist der Weg wieder mittels Projektionen und Geräuschen virtuell in Bewegung. Foto: Thomas Willemsen
Der im Dezember neu gestaltete Denkmalpfad zeigt “Den Weg der Kohle” – einem geführten Rundgang durch die ehemaligen Produktionsgebäude. 23 Jahre nach Stilllegung von “Zollverein Schacht XII” ist der Weg wieder mittels Projektionen und Geräuschen virtuell in Bewegung. Foto: Thomas Willemsen

„Die schönste Zeche der Welt“: Wahrzeichen des Ruhrgebiets, Monument der Industriekultur und Symbol für den Wandel der einst größten Steinkohlenzeche des Kontinents in ein Zentrum für Kunst, Kultur und Design. Eine Kohlenzeche als UNESCO-Welterbe? Viele staunten nicht schlecht, als die Essener Zeche und Kokerei Zollverein am 14. Dezember 2001 offiziell als „Industriekomplex Zeche Zollverein“ in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurden. Seitdem ist das Industriedenkmal Zollverein erste und bislang einzige Welterbestätte im Ruhrgebiet und steht in einer Reihe mit dem Kölner Dom und dem Schiefen Turm von Pisa. Am 14. Dezember 2001 war es so weit: Das „World Heritage Committee“ der UNESCO nahm Zollverein in die Liste des Welterbes auf. In der Begründung hieß es: „Der Bergbaukomplex Zeche Zollverein ist ein außerordentliches Kulturdenkmal dank der Tatsache, dass seine Gebäude herausragende Beispiele für die Anwendung von Gestaltungskonzepten der architektonischen Moderne auf einen ganzen industriellen Komplex sind.“ Bereits kurz nach der Schließung der Zeche Zollverein im Jahr 1986 war das einzigartige Ensemble der Bergbauarchitektur unter Denkmalschutz gestellt und auf diese Weise vor dem Abriss gerettet worden. Die komplett erhaltenen Anlagen repräsentieren exemplarisch die soziale, ökonomische, ästhetische und industrielle Geschichte des Kohle- und Stahlzeitalters. Dazu gehören das Bergwerk Zollverein unter Tage, die übertägigen Schachtanlagen, die Kokerei, die Eisenbahnanlagen, die Halden und die Bergarbeiterwohnsiedlungen mitsamt der sozialen Infrastruktur. In den nächsten Jahren wird das insgesamt mehr als 100 Hektar große Welterbe-Gelände kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Entwicklung der Kokerei sowie der Designstadt auf dem Welterbe Zollverein als Campus und Standort für die Kreativwirtschaft. Auch ein Hotel und eine neue Wohnbebauung sind vorgesehen. Der Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität der Künste soll in einem Neubau einen neuen Sitz finden, der die bereits von der Hochschule genutzten Räumlichkeiten des SANAA-Gebäudes ergänzt. Weitere ausführlichere Informationen dazu gibt es unter http://www.zollverein.de/

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