Schüler-Ingenieur-Akademie SIA des Max-Planck-Gymnasiums Heidenheim

Wo Praxis Schule macht

Jedes Jahr im September werden ca.15 Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 aus dem Max-Planck-Gymnasium und dem Hellenstein-Gymnasium in die Schüler-Ingenieur-Akademie aufgenommen, zum ersten Mal geschah dies im Jahr 2000. 2 Jahre lang werden sie sich dann mit Themen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnik und Betriebswirtschaftslehre beschäftigen – mit Themen, die nicht im Lehrplan ihrer Schule stehen.

Freitagnachmittags, wenn die meisten Mitschüler schon im Wochenende sind, drücken SIA-Schüler noch einmal die Schulbank, um sich unter Anleitung von erfahrenen Dozenten aus Schule, Hochschule und Betrieb mit technischen und betriebswirtschaftlichen Problemstellungen zu befassen. Dabei muss man das Wort Schulbank nicht allzu wörtlich nehmen, denn in der SIA wird PRAXIS groß geschrieben, und die gibt es vor allem in Projektarbeit, Werkstatt, Seminar oder Planspiel. Und genau darauf freuen sich die jungen Leute.

Eindrücke, die prägen, erwarten die Initiatoren und versprechen sich vermehrt Nachwuchs für die gemeinhin als schwierig eingeschätzten Ingenieurstudiengänge. Sie investieren daher Zeit und Geld in dieses zukunftsweisende Projekt. Dass sich diese Investition in jeder Hinsicht lohnt, zeigen Beispiele aus dem Pilotprojekt: die meisten Teilnehmer streben ein technisches Studium an, die ersten haben bereits ein Studium im Bereich der Ingenieurwissenschaften begonnen. “Die Teilnahme an der SIA war bei meiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz für das Studium an der Berufsakademie ein großes Plus”, meinte Susi Knoll vom 1. SIA-Jahrgang. Einblicke in den Berufsalltag erhielt sie auch durch ein Betriebspraktikum in den Sommerferien, für das Betriebe unserer Region speziell für SIA-Schüler Plätze zur Verfügung stellen. Ein Vorteil am Rande: durch die enge Zusammenarbeit mit der heimischen Industrie werden Traditionen in das Bewusstsein der jungen Menschen gerufen, die zu einer stärkeren Identifikation mit ihrer Region und damit zu einer stärken Bindung führen.

Die ersten SIA-Jahre geben uns recht. Aus der Idee, Gymnasiasten frühzeitig mit Hochschulen und Betrieben in Kontakt zu bringen und sie für Technik zu begeistern, ist eine Institution geworden, die mittlerweile im Schulbereich, bei Hochschulen, Firmen und Verbänden breite Anerkennung findet. Anerkennung bedeutet nicht zuletzt auch finanzielle und organisatorische Unterstützung, die insbesondere vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. und seinen Mitgliedsfirmen kommt. Doch wir sind sicher: Das Geld ist gut angelegt, denn die SIA selbst ist eine Investition in die Zukunft, die SIA macht Schule!

Sind Sie neugierig geworden? Wir freuen uns, wenn Sie unsere Homepage unter www.sia-online.de besuchen. Dort erfahren Sie mehr über unser Projekt.

www.sia-online.de

 

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