Menschen sprechen zu leise über wichtiges, zu laut über unnötiges, zu viel über andere, zu wenig miteinander, und zu oft ohne nachzudenken.

Abi & JETZT?! #8 FSJ — Freiwilliges soziales Jahr

15. September 2015

Abi-Und-Jetzt

In der neuen Reihe abi & JETZT?! zeigt wissensschule.de, wie viele Möglichkeiten man nach dem Abi hat. Wir wollen zeigen: Studium und Ausbildung sind zwei Wege, es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten. Heute tauscht sich wissensschule mit  Felix Zimmermann aus, der sich nach dem Fachabitur für ein Freiwilliges Soziales Jahr im kulturellen Bereich entschieden hat.

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Abitur … und jetzt? Was waren Ihre Beweggründe für ein FSJ bei der Deutschen Streicherphilharmonie in Bonn ?

Leider wusste ich von Anfang an nicht, welchen Weg ich nach meiner Schullaufbahn einschlagen soll. Deshalb habe ich mich für das freiwillige Jahr entschieden. Einerseits um Zeit, aber auch um Reife zu gewinnen. Man wird älter und die Sichtwinkel ändern sich dadurch stark. Das kulturelle Jahr hat mich vor Beginn schon überzeugt, da dies eine völlig andere Möglichkeit zu dem typischen sozialen oder ökologischen Jahr ist.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will an den Schulen ein Unterrichtsfach zur Vorbereitung auf die Herausforderungen des Alltags einführen als Reaktion auf den Tweet der damals 17-jährigen Schülerin Naina. Was halten Sie davon?

Die Reaktion der Schülerin fand ich total verständlich. Dazu muss man aber auch sagen, dass die Schule allgemein auf das Leben vorbereitet. Es wird immer etwas geben, bei dem man nach dem Sinn fragt. Aber spätestens, wenn man das Thema zum Beispiel in der Ausbildung benötigt, ist man froh, dies in der Schule gelernt zu haben. Ich finde eher, dass die Eltern einem den Rücken stärken und man selbst dadurch viel für das weitere Leben lernt, was die Schule einem nicht  geben kann.

Fühlten  Sie sich an Ihrer Schule  ausreichend  zum Thema "Übergang Schule - Studium -Ausbildung" informiert oder muss hier zukünftig mehr passieren?

Ein klares JA. Von Anfang an haben wir etliche Veranstaltungen besucht. Sei es das BIZ während meiner Realschulzeit oder die FH nach meinem Wechsel auf die Gesamtschule. Aber auch ein professioneller Berufsnavigator kam zu uns an die Schule, der einen ganzen Schultag beanspruchte. Außerdem gab es an meiner Schule eine Berufsberatung von der Bundesagentur für Arbeit, die ich ebenfalls in Anspruch genommen habe. Aber leider ohne Erfolg.

Welche Erwartungshaltung verbinden Sie mit dem Freiwilligenjahr und was erhoffen Sie für sich persönlich in Ihrer Entwicklung?

Durch das kulturelle Jahr erhoffe ich mir vor allem viele neue Kontakte knüpfen zu können. Wegen des Umzugs in eine WG bin ich viel selbstständiger und lerne so auch mehr fürs Leben. Von dem freiwilligen Jahr erwarte ich, dass ich ein wenig Licht ins Dunkle bringen kann und sich dadurch zeigt, welchen beruflichen Weg ich gehen möchte und kann.

G8 wird von Schülern, Eltern und Lehrern kontrovers diskutiert. Erhöhter Schulstress und weniger Freizeit für die Schüler, wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Ich persönlich habe diese Zeit gar nicht miterlebt, da ich erst fünf Jahre die Realschule besucht habe und dann auf die Gesamtschule gewechselt bin. Dort habe ich zwei Jahre verbracht. Für mein Abitur hätte ich somit noch ein weiteres Jahr die Schulbank drücken müssen. Bei meinem Bruder konnte ich das G8-System beobachten. Er kam super klar. Seine Freizeit sah ich auch nicht in Gefahr.

Veröffentlicht am 15.09.15

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Wie sagte schon Bacon: „Wissen ist Macht!“
*Francis Bacon, 1561 - 1625, Philosoph & Jurist
 

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