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Ausbildung im Fashionbereich – Modenäher, Modeschneider oder Modedesigner?

6. Mai 2021

Quelle: cottonbro / Pexels

„Irgendetwas mit Mode“ – dieser Berufswunsch schärft sich bei jungen Menschen häufig bereits zu Schulzeiten. Kein Wunder, denn nie war es einfacher für Schüler, eigene Kleidung zu entwerfen und selbst herzustellen. Kostenlose Youtube-Anleitungen und Tutorials erleichtern heute den Einstieg in die kreative und bunte Welt der Stoffe, Schnittmuster, Kurzwaren und Nähmaschinen. 

Wer sein Hobby zum Beruf machen will, hat verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten. Sie sind im Fashionbereich ebenso breit gefächert wie die Designer am Modehimmel. Der entscheidende Aspekt, mit dem sich künftige Fashion-Studenten am besten zuerst auseinandersetzen, ist: Wo liegen meine eigenen Stärken und Interessen? Sehe ich mich eher beim Nähen, Schneidern oder doch eher im Bereich Design?

Ausbildungsmöglichkeiten im Fashionbereich – Überblick

Die drei geläufigsten Ausbildungsmöglichkeiten im Modebereich sind der Modedesigner, der Modeschneider und der Modenäher.

Wer über ein kreatives und ästhetisches Urteilsvermögen verfügt und gern eigene Ideen entwickelt, ist im Bereich Modedesign bestens aufgehoben. Wen der Ablauf von der Designer-Idee bis zum fertigen Fashion-Piece und die damit verbundene Textilverarbeitung fasziniert, kann über eine Ausbildung zum Modeschneider nachdenken. Die Fertigkeit des professionellen Nähens wird in der Modenäher-Ausbildung vermittelt, die mit einer Dauer von 2 Jahren die kürzeste der drei Varianten ist.

Übersicht der gängigen Fashion-Ausbildungen

  • Modedesigner – staatlich geprüft – 3 Jahre
  • Modeschneider – IHK-geprüft – 3 Jahre
  • Modenäher – IHK-geprüft – 2 Jahre

Foto: Ksenia Chernaya / Pexels

 

Modedesign Ausbildung

Eine dreijährige Ausbildung im Modedesign ist die perfekte Wahl für all jene, für die Mode mehr als nur Bekleidung ist und die sich für eine Verbindung traditioneller Handwerkstechniken mit computergestützten Methoden interessieren. Das Entwerfen von Mode und der experimentelle Gestaltungsspielraum stehen dabei im Fokus, verbunden mit gekonntem Drapieren sowie dem Bewusstsein für soziale und ökonomische Verantwortung. Neben der praktischen Ausbildung finden sich auch Designtheorie und -geschichte auf dem Lehrplan wieder. 

Den Auszubildenden werden von geschulten Modedesignern verschiedene Darstellung- und Fertigungstechniken gelehrt. Aber auch Farbgestaltungen und Schnittkonstruktionen spielen eine wichtige Rolle auf dem Weg zum staatlich geprüften Designer in der Fachrichtung Mode.

Die wichtigsten fachbezogenen Inhalte im Überblick:

  • Computergrafik/CAD
  • Darstellungstechnik, Fertigungstechnik
  • Designtheorie
  • Farbgestaltung
  • Kunst- und Designgeschichte
  • Modedarstellung
  • Schnittkonstruktion, Kollektionsgestaltung
  • Textile Fachkunde
  • Zeichnen, Stellungszeichnen

Allgemeinbildende Lernbereiche, die in Modedesign-Studium behandelt werden, sind gängiger Weise: Englisch, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Modedesign-Ausbildung – berufliche Chancen

Wer die Ausbildung zum Fashiondesigner erfolgreich absolviert hat, dem stehen beruflich zahlreiche Optionen offen:

  1. Designer in Selbstständigkeit oder für ein Modelabel
  2. Stylist
  3. Trendforscher
  4. Modezeichner

Foto: Ksenia Chernaya / Pexels

 

Modeschneider Ausbildung

Die IHK-geprüfte, drei Jahre umfassende Ausbildung zum Textil- und Modeschneider vermittelt ihren Lehrlingen wichtige Kenntnisse zur Produktion von Prototypen und Musterteilen für die spätere Serienfertigung von verschiedensten Textilwaren. Im Vordergrund steht dabei die Berücksichtigung wirtschaftlicher und ästhetischer Faktoren. 

Auszubildende lernen die richtige Auswahl passender Materialien, den Umgang mit Maschinen sowie wichtige Skills in puncto Kostenkalkulation und Qualitätssicherung. Das Wissen vermitteln Ihnen Dozenten, die selbst in der Fashionbranche aktiv und erfolgreich sind.

Die wichtigsten fachbezogenen Inhalte im Überblick:

  • Auswahl passender Werk- und Hilfsstoffe
  • Durchführung von Qualitätsprüfungen vorbereiteter Serienfertigungen
  • Entwickeln und Erstellen von Produktionsschnitten
  • Erstellung von Schnittlagebildern sowie textilen Erzeugnissen mit modellbezogenen Besonderheiten
  • Modellfertigung für besondere Einsatzgebiete
  • Nähen textiler Erzeugnisse
  • Optimierung von Prototypen für die Serienfertigung
  • Produktionsgerechte Abwandlung von Grundschnitten

Allgemeinbildende Lernbereiche, die in Modeschneider-Studium behandelt werden, sind gängiger Weise: Deutsch, Englisch, Mathematik, Sport, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Modeschneider-Ausbildung – berufliche Chancen

Nach erfolgreichem Abschluss winken Modeschneidern verschiedenste Job-Möglichkeiten:

  1. Modeschneider in Selbstständigkeit oder für ein Fashionlabel
  2. Maßschneider
  3. Controller von Prozessen und Maschinen
  4. Vorarbeiter von Textil- und Modenähern

Foto: Ksenia Chernaya / Pexels

 

Modenäher Ausbildung

Allen, die eine professionelle Verarbeitung von Stoffen fasziniert und die schnell mit der Ausübung ihres Traumberufes beginnen wollen, ist die nur zweijährige Ausbildung zum Textil- und Modenäher zu empfehlen. Ein weiterer, allgemeiner Pluspunkt: wer noch nicht über eine mittlere Reife verfügt, kann diese an ausgewählten Modeschulen automatisch zeitgleich mit erfolgreichem Ausbildungsabschluss erwerben. 

Die ausbildenden Lehrkräfte vermitteln step by step die umfangreichen theoretischen und praktischen Grundlagen des Schneiderhandwerks. Das Nähen textiler Erzeugnisse nimmt dabei einen entscheidenden Part ein, begleitet von weiteren, relevanten Lehrinhalten wie das Erstellen von Schnittlagenbildern und die Auswahl geeigneter Stoffe. 

Die wichtigsten fachbezogenen Inhalte im Überblick:

  • Auswahl anwendungsbezogener Werk- und Hilfsstoffe
  • Entwickeln von Produktionsschnitten für Teilerzeugnisse
  • Erstellung von Schnittlagebildern, textilen Erzeugnissen mit modellbezogenen Besonderheiten
  • Modellfertigung für besondere Einsatzgebiete
  • Nähen textiler Erzeugnisse
  • Produktionsgerechte Abwandlung von Grundschnitten
  • Zuschnitt von Teilerzeugnissen

Allgemeinbildende Lernbereiche, die in Modenäher-Studium behandelt werden, sind gängiger Weise: Deutsch, Englisch, Mathematik, Sport, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Modenäherer-Ausbildung – berufliche Chancen

Absolventen der Ausbildung zum Modenäher können sich über eine Vielzahl beruflicher Möglichkeiten freuen: 

  1. Modenäher in Musterateliers
  2. Modenäher in Nähabteilungen
  3. Hersteller von Kollektionswaren und textilen Serienwaren

Fazit: mit der richtigen Ausbildung gelingt der Einstieg in die Modebranche

Alle drei Ausbildungsmöglichkeiten  zum Modedesigner, Modeschneider oder Modenäher  sind in der Fashionbranche anerkannt und der sicherste Weg, um eine feste Anstellung zu finden oder sich selbstständig zu machen. Die Wahl des individuell am besten passenden Ausbildungsweges hängt von den persönlichen Stärken und Interessen ab. 

Jede der Studienrichtungen punktet mit einer gelungenen Verbindung aus theoretischen Inhalten von erfahrenen Lehrkräften aus dem Modebereich und handwerklichen Übungen. So ist ein Power-Start in die Fashionwelt zum Greifen nah.

Foto: Ray Piedra / Pexels

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Veröffentlicht am 6. Mai 2021

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Wie sagte schon Bacon: „Wissen ist Macht!“
*Francis Bacon, 1561 - 1625, Philosoph & Jurist
 

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