Ausbildung in Bühnen- und Theaterberufen

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Wie kommt man eigentlich ans Theater? Jedes Jahr bewerben sich sehr viele junge Menschen um einen Ausbildungsplatz an einer Schauspielschule, einer Maskenbildnerschule oder Regieklasse. Rund 40.000 Festangestellte und viele freie Mitarbeiter arbeiten an öffentlichen Theatern und Orchestern. Dabei ist die Palette der Berufe, die an einem Theater oder Orchester ausgeübt werden, vielfältiger als die meisten dies zunächst ahnen.

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Was zudem oft vergessen wird: Die deutschen Bühnen sind Ausbildungsstätten für viele klassische, aber auch für seltene Lehrberufe. Ausgebildet werden z.B. Verwaltungsangestellte, Schreiner und Raumausstatter, junge Leute können am Theater aber auch den Beruf des Hutmachers oder Schuhmachers erlernen. Und ein Rokoko-Kostüm schneidern – das kann man heutzutage fast nur noch nach einer qualifizierten Ausbildung am Theater. Die Schulbildung spielt in Berufen, die vornehmlich Kreativität und Fantasie verlangen, nicht dieselbe Rolle wie z.B. für die Akademikerlaufbahn. Für viele Tätigkeiten am Theater ist daher auch kein bestimmter Schulabschluss zwingend vorgeschrieben bzw. wird neben einer schulischen Mindestleistung generell ein Nachweis der spezifischen künstlerischen Befähigung verlangt (Vorsprechen, Probesingen, Mappe mit Zeichnungen etc.). Bei Beginn einer Ausbildung am Theater muss man volljährig sein, da an einer Bühne regelmäßig nachts gearbeitet wird und anderenfalls das Jugendschutzgesetz verletzt würde.

Ein unverzichtbares Standardwerk zu diesem Thema ist die vom Deutschen Bühnenverein herausgegebene Informationsbroschüre „Berufe am Theater“. Die aktuelle Auflage stellt über 150 Berufe an Theatern und Orchestern vor, davon 52 unter den Aspekten Berufsbild, Voraussetzungen und Ausbildung. Umfangreiches Adressmaterial und viele nützliche Tipps runden die berufskundlichen Informationen ab.  Eine Jobbörse bietet Informationen und Angebote über zu besetzende Bühnenjobs deutschlandweit.

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