Carsharing-Projekt “Flinkster Campus” startet an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Nicht das eigene Auto steht im Vordergrund, sondern das Prinzip des Autoteilens. Viele Studierende benötigen lediglich zeitweise ein Auto, um für die Wohngemeinschaft einzukaufen, um Möbel zu transportieren oder um kleinere Ausflugfahrten zu unternehmen. Daraus entstand die Idee “Flinkster Campus” der Bahntochter DB Rent. Die Forschungsergebnisse des AIM zeigen, dass es sich hierbei um einen Mobilitätstrend mit deutlichem Wachstumspotenzial handelt. Mit dem Start von “Flinkster Campus” an der EBS erhalten Studierende und Mitarbeiter nun die Möglichkeit, ein innovatives Mobilitätsangebot zu nutzen.

Ab heute können die rund 1.500 Studierenden sowie die Mitarbeiter der EBS Universität für Wirtschaft und Recht das Carsharing-Angebot “Flinkster Campus” nutzen. Die DB Rent GmbH stellt dabei in Kooperation mit der Adam Opel AG und auf konkrete Initiative von Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch als akademischer Leiter des Automotive Institute for Management (AIM) an den drei Standorten der EBS Universität jeweils ein Fahrzeug zur ausschließlichen Nutzung für Universitätsangehörige zur Verfügung. In Oestrich-Winkel kann auf dem Campus Schloss mit dem Opel Astra GTC ein Kompaktklassewagen und auf dem Campus Burg mit dem Opel Combo ein Kleintransporter ausgeliehen werden. Ein Opel Corsa am Atrium in Wiesbaden komplettiert das Angebot. Eine Kooperation ermöglicht kostengünstige Studententarife schon ab 1 Euro pro Stunde. Darüber hinaus ist die Registrierung für Studierende kostenlos.

DB Rent stellt als Basis die Plattform und führt die Abrechnungsmodalitäten durch. Bei dem Projekt fungieren Studenten für ein Jahr als sogenannte studentische “Campus-Kapitäne”. Diese helfen bei der Anmeldung, geben nach Legitimation den Führerscheinsiegel aus und stehen zu festen Terminen für Fragen zur Verfügung.

Über eine neu entwickelte iPhone-App können die Autos ab Anfang Februar reserviert werden. Zusätzlich bieten diese Applikationen unter anderem Buchungsmöglichkeiten für Mitfahrer, eine direkte Schnittstelle zu Facebook und die Anzeige von Tankstellen in der Kartenansicht an.

Schon im Vorfeld wurde an der EBS Universität eine breite interne Befragung durchgeführt, um die Bereitschaft von Studierenden und Mitarbeitern für Bike- und Carsharing-Projekte zu erfassen. Hierbei hatten sich über 75 Prozent der Befragten positiv zur Nutzung von solchen modernen Mobilitätsdienstleistungen geäußert. Das Automotive Institute for Management (AIM) an der EBS Universität, das dieses Projekt konkret mit initiiert hat, beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit dem Themenfeld Mobilitätsdienstleistungen. So werden etwa im AIM Carsharing-Barometer regelmäßig Forschungsergebnisse veröffentlicht. Die Studienergebnisse und auch die öffentliche Resonanz darauf zeigen klar, welch wachsende Bedeutung diesem Thema zukommt.

So zeigt das zweite AIM Carsharing-Barometer, dass sich Carsharing bei der privaten Nutzung klar auf dem Vormarsch befindet. Deutsche Autofahrer weisen insgesamt eine hohe Bereitschaft auf, Carsharing privat zu nutzen. Berlin ist hierbei die Carsharing-Hauptstadt, gefolgt vom Nordwesten Deutschlands. Zudem zeigt die Befragung von Fuhrpark-Managern deutscher Unternehmen deutliches Marktpotenzial bei der gewerblichen Nutzung, dem sogenannten Corporate Carsharing. Jedes zweite Unternehmen ist bereit, diese Art des gewerblichen Carsharing einzusetzen. Darüber hinaus findet Elektromobilität in Kombination mit Corporate Carsharing großes Interesse bei den befragten Unternehmen.

Weiterhin könnte sich Carsharing für mehr als jeden zweiten Deutschen zu einer realistischen Alternative zum Autokauf entwickeln, fast jeder vierte Befragte kann sich dies sogar sehr gut vorstellen. Insgesamt passt Carsharing für die Deutschen gut in die heutige Zeit und wird überwiegend als “zeitgemäß” wahrgenommen – zugleich aber auch weniger als “cool”. Darüber hinaus erscheint Carsharing 18-30-Jährigen deutlich interessanter, moderner und hilfreicher als älteren Befragten. “Der Carsharing-Markt ist massiv in Bewegung”, so Prof. Dr. Tobias Schäfers, wissenschaftlicher Leiter der Studie. “Mit Blick auf das derzeitige Wachstum zeigt unsere Studie: Nach oben ist weiterhin noch viel Luft!”

Das jetzt gestartete Flinkster-Projekt wird durch die Forscher des AIM wissenschaftlich begleitet und auf seine Relevanz im universitären Umfeld überprüft.

Weitere Informationen sind unter www.flinkster-campus.de abrufbar.

Leave a reply