Ein MINT-Studium auf Probe – Meine Erfahrungen

Mein Name ist Jana, ich bin 18 Jahre alt und habe im letzten Jahr Abitur gemacht. Wie viele Abiturienten war ich mir unsicher, was ich nach der Schule studieren möchte. In der Oberstufe haben mich Naturwissenschaften, insbesondere Chemie, immer mehr interessiert, sodass ich mir vorstellen konnte in diese Richtung zu gehen. Trotzdem war ich mir noch in  der Wahl des Studienfachs unsicher.

Dann habe ich von der Möglichkeit eines Probestudiums gelesen. Für mich war das der beste Weg herauszufinden, was ich gerne studieren möchte. Das Programm MINT-Dual passte zu mir am besten. Ich habe auch noch von anderen Probestudiengängen gelesen, aber dieser war der einzige, der Chemie anbietet.

MINT-Dual richtet sich an Abiturientinnen, die naturwissenschaftlich- technisch interessiert sind, mit dem Ziel, sie an die MINT Berufe heranzuführen. Ein Semester lang studiert man als Gasthörerin an der Hochschule Niederrhein und nimmt an allen Lehrveranstaltungen teil, an denen auch die dualen Studenten teilnehmen. Man ist zwei Tage die Woche an der Hochschule. An den anderen drei Tagen arbeitet man als Praktikantin in einem Betrieb. Die Hochschule bietet das Programm in mehreren Studiengängen an, zwischen denen man sich entscheiden kann. Ich habe mich damals für Chemieingenieurwesen entschieden.

Ich hatte also die Chance einerseits das Studentenleben und das Lernen an der Hochschule kennenzulernen und andererseits einen Einblick in ein mögliches Berufsfeld zu bekommen.

Zwei Mal drei Monate hab ich ein Praktikum gemacht. Mein erstes Praktikum habe ich in einem Labor der Hochschule absolviert. Dort war ich in dem quantitativen anorganischen Labor. Meine Aufgabe war es mithilfe von verschiedenen Methoden die Menge eines Stoffes der Analyseprobe zu bestimmen. Da das Labor ein Erstsemestlerlabor ist, hatte ich auch direkt die Möglichkeit einen Einblick in die Laborarbeit im Studium zu bekommen.

Mein zweites Praktikum habe ich  bei der Firma „imat-uve“ in Mönchengladbach gemacht. Das Unternehmen ist im Bereich Entwicklung und Engineering tätig. Hier hatte ich Chance Arbeitserfahrung zu sammeln, was mir persönlich sehr wichtig war. Ich habe in dem Emissionsprüflabor gearbeitet und hatte die Möglichkeit, Geruchs- und Foggingprüfungen sowie den Bereich der instrumentellen Analytik näher kennenzulernen. Viele Kolleginnen und Kollegen haben auch Chemie studiert und konnten mir somit viele meiner Fragen beantworten.

Insgesamt kann ich das Programm nur empfehlen. Ich hatte sehr viel Spaß und für mich war es definitiv die richtig Entscheidung. Ich weiß jetzt sicher, dass ich Chemie studieren möchte, kann aber auch sagen, dass ein duales Studium nicht mehr für mich in Frage kommt.

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