FSJ im Haus der Geschichte: der Erfahrungsbericht von Jakob Schafhausen

Was ist das FSJ?

Das Freiwillige Soziale Jahr beginnt am 1. September und endet am 31. August des Folgejahres. Grundsätzlich leistet man das FSJ an der Einsatzstelle ab, viermal im Jahr finden jedoch außerhalb der Einsatzstelle Seminare statt.Bei diesen Seminaren treffen sich die FSJler eines Bundeslandes, zum Teil in verschiedenen Seminargruppen. Die Seminarwochen ähneln einer Klassenfahrt. Man lernt neue Leute kennen und bildet sich in verschiedenen Workshops weiter. Während des FSJ sind drei freie Bildungstage obligatorisch, welche man sich frei gestalten kann. Hier gibt es verschiedene Angebote von der jeweiligen Organisation im Bundesland oder man sucht sich selbst andere Einrichtungen, in denen man hospitieren möchte. Ich werde meine Bildungstage an den stiftungseigenen Museen in Berlin machen.

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Warum ein Freiwilliges Soziales Jahr?

„Was mache ich nach dem Abitur?“, das war die Frage, die mich schon früh in der Oberstufe   beschäftigt hat. Ich heiße Jakob Schafhausen, bin19 Jahre alt, und mache seit dem 1.September ein FSJ in der Museumspädagogik im Haus der Geschichte in Bonn.

In den Herbstferien 2015 besuchte ich die Gedenkstätte Vogelsang in der Eifel. In der Gedenkstätte traf ich einen Freiwilligen, der dort sein Freiwilliges Soziales Jahr machte. „Nicht direkt wieder büffeln, sondern was Praktisches machen“, hörte sich gut an. Zudem sammelt man bereits vor dem Studium wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt. Nach kurzer Recherche im Internet stieß ich auf die Homepage des FSJ Kultur (www.fsjkultur.de), auf der es eine zentrale Bewerbungsplattform gibt.

Anhand meiner persönlichen Interessen bekam ich Vorschläge, welche Einsatzstellenfür mich in Betracht kommen. In der Bewerbungsphase hatte ich die Möglichkeit bei den vorgeschlagenen Einrichtungen anzugeben, welche ich besonders interessant fand. Von diesen Einsatzstellen, aber auch anderen, die meine Bewerbung interessant fanden, wurde ich zuBewerbungsgesprächen eingeladen. Am Ende landete ich im Haus der Geschichte und zog für das FSJ-Kultur nach Bonn.

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Einsatzstelle: Haus der Geschichte

Nach meinem erfolgreichen Bewerbungsgespräch, hatte ich vor Beginn des FSJ’s durch E-Mails Kontakt zu meiner Einsatzstelle. So kam es auch dazu, dass ich bereits ein paar Tage vorher zur Übergabe durch meine Vorgängerin eingeladen wurde.

Im Haus der Geschichte habe ich eine 39 Stunden Woche, in der ich von montags bis donnerstags um die 8 Stunden und freitags 6,5 Stunden arbeite. MeineAufgaben reichen von der Beantwortung von Besuchermails, über die Erarbeitung und Gestaltung von Materialen für Veranstaltungen, bis zur Vorbereitung von Workshops, wie zum Beispiel dem „Workshop Bundesrat“.Zu Beginn des Freiwilligen Sozialen Jahres war ich etwa eingebunden in die Vorbereitung einer Veranstaltung am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Hierzu kommen noch vielfältige andere Aufgaben, die im Museumsbetrieb anfallen, so dass während der Arbeitszeit keine Langeweile aufkommt.

Das FSJ im Haus der Geschichte zeigt mir, wie Museum hinter den Kulissen gemacht wird. Dabei ist besonders interessant, wie und wann die neuen Wechselausstellungen geplant werden und wie die Arbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen abläuft. Außerdem schadet es meiner Auffassung nicht, vor dem Studium einmal ein Jahr Vollzeit gearbeitet zu haben. Durch die Vollzeitarbeit kann das FSJ zudem als Berufsorientierung dienen.

Zusammenfassend ist das FSJ für mich bereits jetzt eine Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Man macht viele neue Erfahrungen, lernt neue Leute kennen und knüpft Kontakte. Ich würde jedem empfehlen nach seinem Schulabschluss, egal ob Abitur, Realschul- oder Hauptschulabschluss, ein FSJ zumachen.

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