Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

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Teilnehmerin des Geschichtswettbewerbs im Archiv. Foto: Körber-Stiftung/David Ausserhofer

Der Geschichtswettbewerb will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. »Forschendes und entdeckendes Lernen« heißt das Prinzip des Geschichtswettbewerbs. Zu Ausschreibungen wie »Alltag im Nationalsozialismus«, »Helden: verehrt – verkannt – vergessen« oder »Anders sein. Außenseiter in der Geschichte« forschen die Teilnehmenden zu ihrer eigenen Lokal- oder Familiengeschichte und stellen Fragen an ihr Lebensumfeld. Sie recherchieren Quellen in Archiven, befragen Zeitzeugen oder sprechen mit Experten. Der eigene Wohnort, die Nachbarn, Eltern oder Großeltern werden zu einem Teil der Geschichte – auch wenn sie nicht im Schulbuch steht. Anstöße für die eigene Spurensuche können Fotos, Straßennamen, Denkmäler oder historische Gebäude sein. Die Wettbewerbsteilnahme ermutigt viele Schüler, sich auch darüber hinaus zu aktuellen Debatten zu positionieren und Diskussionen über den Umgang mit der eigenen Geschichte vor Ort anzustoßen.

Der Wettbewerb, seit 1973 von der Hamburger Körber-Stiftung und dem Bundespräsidialamt ausgerichtet, geht zurück auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Hamburger Stifters Kurt A. Körber. Mit bislang über 141.000 Teilnehmern und rund 31.500 Projekten ist er der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland.

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Foto: Körber-Stiftung

Ausgeschrieben wird der Geschichtswettbewerb in einem zweijährigen Turnus zu wechselnden Themenstellungen. Er startet am 1. September in geraden Jahren und endet mit dem Einsendeschluss am 28. Februar des jeweiligen Folgejahres. Alle Informationen über die jeweiligen Ausschreibungen und Wettbewerbsergebnisse enthält das kostenlose Magazin spurensuchen, das jährlich erscheint und sind auf der Website unter www.geschichtswettbewerb.de nachzulesen.

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