Girls‘ Day mit vollen Workshops

Beim Zukunftstag beschäftigten sich Mädchen mit Naturwissenschaft und Technik an der TH Bingen. Angemeldet hatte sich eine neue Rekordzahl von Schülerinnen.

Foto: Schülerinnen experimentieren am Girls‘ Day mit dem Roboter „Sawyer“ an der TH Bingen.
Quelle: TH Bingen/Daniel Walta

Mädchen, die Roboter programmieren, Produkte entwickeln, mit Energie experimentieren oder den Beruf des modernen Landwirts kennenlernen: Am Girls‘ Day am Mittwoch, 28. März konnten Schülerinnen an der Technischen Hochschule (TH) Bingen in MINT-Berufe schnuppern. Acht verschiedene Workshops hatte die angewandte Hochschule dafür im Programm. Das Angebot wurde von den Fünft- bis Zehntklässlerinnen rege wahrgenommen: 46 Anmeldungen gingen ein – ein Rekord. Beim bundesweiten Girls‘ Day lernen Mädchen Berufe und Studienfächer kennen, für die sich meist Männer entscheiden und in denen junge Frauen gefragt sind.

Im TH-Labor wartete Sawyer auf die Schülerinnen. Der Roboter, der an der Hochschule zu Schulungen dient, wird sonst in der Industrie eingesetzt, um Produkte im Akkord zu fertigen. Am Girls‘ Day machte Professor Christian Baier-Welt die Mädchen mit Sawyer vertraut. Die Schülerinnen führten mit dem Roboterarm Bewegungen aus und programmierten diese per Knopfdruck. Sawyer spielte die gelernten Bewegungen danach selbst ab und baute so ein Haus aus Bauklötzen auf. „Ich interessiere mich für Technik und wollte wissen, wie ein Roboter funktioniert. Daher habe ich mich für den Kurs angemeldet“, erklärte Teilnehmerin Jasmina von der Integrierten Gesamtschule in Stromberg.

Zur gleichen Zeit gaben die Teilnehmerinnen im Workshop „Upcycling“ scheinbarem Abfall ein neues Leben. Die Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts, die Studentinnen der TH Bingen sind und ihre Begeisterung weitergeben möchten, hatten den Kurs konzipiert. Mit ihrem Programm wollten sie den Mädchen Interessantes aus dem Studiengang Umweltschutz zeigen. Am Ende durfte jede Teilnehmerin ihre selbstkonstruierten Schlüsselanhänger aus wiederverwerteten Materialien mit nach Hause nehmen. „Am Girls‘ Day laden wir jedes Jahr Schülerinnen aus der Region ein, bei uns die Bandbreite der MINT-Fächer zu erkunden und ihre Fähigkeiten zu entdecken“, sagt Professor Klaus Becker, Präsident der TH Bingen. Die Hochschule setzt sich auch außerhalb des Girls‘ Days dafür ein, dass die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik bei Schülerinnen wie auch Schülern gefördert wird: zum Beispiel mit dem MINTplus-Projekt in Schulen oder dem neuen MINT-Labor auf dem Campus.

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