GÖS-Netzwerk Essen – Berufskolleg Essen Holsterhausen

– Schule der Sekundarstufe II –      

Gesunde und fitte Schüler(-innen) in eine gesunde Zukunft – Eigenverantwortung stärken durch gesundheitsfördernde Lebensweisen

Innerhalb einer schulübergreifenden Kooperation arbeiteten die vier Essener Schulen, d.h. das Berufskolleg Holsterhausen der Stadt Essen als verantwortliche Koordinationsschule, die Franz-Dinnendahl-Realschule, die Gemeinschaftsgrundschule am Morungenweg und die Parkschule als Netzwerk Essen im Rahmen der vom Landesinstitut für Schule und Bildung geförderten GÖS -Entwicklungsvorhaben in den Jahren 2001 bis 2004 intensiv zusammen. In den Projekten dieses Schulnetzwerkes wurde insbesondere auf die Gestaltung des Schullebens und Öffnung von Schule Wert gelegt. Dies hieß konkret, dass die Netzwerkschulen in schul-, schulform- und fächerübergreifenden sowie handlungsorientierten Projekten nach dem „peer-group-Prinzip“ (Schüler mit Schülern) zu folgenden Themen gemeinsame Projekte durchführten:

  • Gesunde Pausengestaltung
  • Gesunde Ernährung und Esskultur
  • Körperwahrnehmung und Körperbewusstsein
  • Verbraucherverhalten und Verbraucherschutz
  • Natur und Umwelt
  • Selbstbehauptung
  • Entspannung
  • Sinneswahrnehmung und Sinneserfahrungen
  • Bewegung
  • Wassergewöhnung und –bewältigung.

In der Netzwerkarbeit war als methodischer Ansatz das „peer-group-System gewählt worden, bei dem Schülerinnen und Schüler verschiedenen Alters unabhängig von der Schulform in unterschiedlichen Projekten miteinander arbeiteten, sich unterstützten und voneinander lernten. Der innovative Beitrag des Berufskollegs Holsterhausen war bei diesem komplexen GÖS-Netzwerk:

  • Handlungsorientierte Projektarbeit – Planung, Durchführung, Präsentation, Moderation und Evaluation der Projekte
  • Präsentation: Aktionstage, Netzwerkfest und Spielfeste
  • Selbstlern- und Selbststeuerungskräfte sowie Selbstsicherheit, Eigenverantwortung und individuelle Persönlichkeitspotentiale fördern
  • in wechselnden Aufgabenkontexten gestaltend handeln
  • Motivation steigern durch schülerorientierte Projekte und Arbeiten nach dem „peer-group-Prinzip“
  • Schlüsselkompetenzen fördern: Kooperations-, Kommunikations-, Teamfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Selbstständigkeit
  • Theorie-Praxis-Verzahnung durch peer-groups und außerschulische Partner
  • Berufswahlvorbereitung unterstützen durch Kooperation mit außerschulischen Lernorten in realen Handlungssituationen
  • Qualitätssicherung von Unterricht bzw. Bildungsarbeit.

Im Rahmen der Öffnung nach Außen banden die Netzwerkschulen bei den Projekten folgende außerschulische Partner mit ein:

  • Universitätsklinikum Essen – Institut für Zellbiologie
  • Radio Essen bzw. die Neue Essener Welle
  • Bewegungswerkstatt Essen
  • Vollwertbäckerei Troll in Essen
  • Haus „Ruhrnatur“ in Mülheim (RWW)
  • Naturschutzjugend Essen–Mülheim e.V.
  • verschiedene sozialpädagogische Einrichtungen (Kindertagesstädte, Vorschulkindergarten).

Diese unterstützten die jeweiligen Einzelprojekte einerseits durch ihr spezifisches Fachwissen bzw. ihre Weiterbildungsangebote und stellten andererseits ihre Räumlichkeiten im Betrieb als auch ihre materiellen Ausstattungen zur Verfügung. Diese Vernetzung mit den außerschulischen Partnern als auch das Arbeiten mit „jüngeren Schülern“ innerhalb des peer-group-Prinzips, stellte für die Schüler des Berufskollegs (z.B. ErzieherIn, KinderpflegerIn) ein ideales Handlungsfeld im Rahmen der Theorie-Praxis-Verzahnung dar.

Nach Analyse der Netzwerkarbeit der Jahre 2001-2004 lassen sich die folgenden Aspekte evaluieren:

  • Effizienter, motivierter und gelungener Projektunterricht durch die unterschiedlichen Gruppen mit hohem Maß an Eigenständigkeit, Selbsttätigkeit und Selbstorganisation
  • Schaffung und Steigerung von Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl durch die Planung, Organisation und Durchführung von Projektarbeit, Aktionstagen und Präsentationen nach der Peer-group-Methode mit anderen Klassen und Schulen
  • Selbstständiges Aneignen von spezifischem Fachwissen und Methoden sowie der selbstständige Umgang mit neuen Medien
  • Erlangung von Teamfähigkeit durch das kooperative Miteinander in flexiblen Projektgruppen
  • Hoher Anwendungscharakter des Projektunterrichtes für die Schüler durch das System peer-group und die Mitarbeit von Externen (Einblick/Vorbereitung auf die Berufstätigkeit; Theorie-Praxis-Bezug)
  • Sehr gute Übertragbarkeit der Projekte durch den Transfer der erstellten „Handlungsanleitungen für die konkrete Projektarbeit“ auf andere Bildungsgänge und Schulformen
  • Einsichtnahme, Kennen lernen und kooperative Zusammenarbeit von Kindern und Jugendlichen verschiedenen Alters, Geschlechtes, Herkunft, Bildungsniveau und Sozialisation auf ein gemeinsames, selbst festgelegtes Ziel
  • Einsichtnahme in die Arbeitsweisen und –formen anderer Schulen durch Kooperation von schulübergreifenden Lehrerteams in der Projektarbeit
  • „Aufbrechen“ des „normalen Klassenunterrichtes“ als zunächst nicht abschluss-orientierter Unterricht, der jedoch durch Projektarbeit und peer-group-Prinzip stark inhaltlich, organisatorisch, methodisch und sozial-affektive Aspekte vermittelt und somit wieder stark abschluss- und berufsvorbereitenden Charakter hat.

Nach drei Jahren der Arbeit als GÖS-Netzwerk Essen kann man festhalten, dass sich die Netzwerkbildung als Instrument der Qualitätssicherung von Unterricht aus der Sicht des Berufskollegs Holsterhausen voll bewährt hat. Die Netzwerkarbeit hat insbesondere Einzug in die einzelnen Fächer, die internen Curricula, die Bildungsgangarbeit und das Schulprogramm gehalten. Die Weiterarbeit findet in Form des Transfers der Projekte auf andere Schulen und Einrichtungen aus dem Stadtteil Essen-Holsterhausen als auch einer angestrebten Weiterarbeit als Opus-Projekt statt.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie beim

Berufskolleg Holsterhausen der Stadt Essen
Holsterhauser Str. 142
45147 Essen
Tel.: 0201 – 8742030
Fax: 0201 – 8742031
eMail: 171633@schule.nrw.de

www.shuttle.schule.de/e/bkh

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