Heilerziehungspflegerin — mein Erfahrungsbericht

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Wenn ich mich kurz vorstellen darf. Mein Name ist Ann-Kathrin Hild, ich bin 23 Jahre alt und mache zurzeit  eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin bei der evangelischen Stiftung Hephata. Ich befinde mich im ersten Lehrjahr und arbeite momentan in einer Außenwohngruppe in Meerbusch/Osterath. Dort leben 10 mehrst-schwerfach behinderte Kinder und Jugendliche im Alter von 12-21 Jahren. Die Bewohner haben sehr unterschiedliche Krankheitsbilder und die dazu gehörigen Förderungsmöglichkeiten und Therapien sind für jeden Klienten individuell.

Bevor ich die Ausbildung begonnen habe, habe ich bereits ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Werkstatt gemacht, demnach konnte ich schon in das Sozialwesen hineinschauen und bestimmte Erfahrungen sammeln. In dieser Zeit habe ich mich für eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger entschieden und ich bin heute unglaublich glücklich über meine Entscheidung. Zwar ist die Arbeit teilweise sehr anspruchsvoll und psychisch anstrengend, aber es ist jede Schweißperle wert! Denn das Gefühl was die Kinder und Jugendlichen mir wiedergeben ist der absolute Wahnsinn und erfüllt mich mit Glück und Stolz. Ich habe in diesem Beruf die Möglichkeit Menschen mit Handicap glücklich zu machen und deren Selbstständigkeit zu fördern. Ebenso unterstütze ich sie in lebenspraktischen Bereichen, wie zum Beispiel Essen, Trinken, Pflege, Ankleiden etc. Einige Bewohner können nicht gehen oder laufen und sitzen somit im Rollstuhl. Bei diesen Kindern und Jugendlichen ist die pflegerischen Unterstützung ziemlich hoch und somit muss sie duschen, waschen etc.. Neben den pflegerischen Bereichen, bin ich natürlich auch mit für die Freizeitgestaltung zuständig. Und so versuche ich so viel wie nur möglich mit den Bewohnern zu unternehmen. Oftmals sind es kleine Spaziergänge, aber auch Besuche in Zoos, Indoor Spielplätzen, Hallen- und Freibädern, Freizeitparks oder ähnlichem. Also alles was mit dem Rollstühlen erreicht und gemacht werden kann.

Mein Arbeitsfeld ist einfach unglaublich breit gefächert und in ein paar Sätzen kaum möglich niederzuschreiben. Aber festhalten möchte ich dass dieser Beruf unfassbar viel Spaß macht, ich ihn mit viel Leidenschaft mache und sich mein Wissen unglaublich erweitert hat. Ich freue mich jeden Tag auf meine „Goldenen 10‘‘ und die gemeinsamen Tagesaktivitäten. Zwar sind viele Krankheitsbilder schon ziemlich extrem, aber dennoch gewöhnt man sich an alles und lernt aufgrund unterschiedlicher Krankheiten eine Menge dazu und sehr stolz auf das neu erlernte Wissen.
Also ich empfehle jedem Menschen diesen Beruf, der Gefallen an der Medizin (Grundmedizin) hat, es liebt mit Menschen zusammenzuarbeiten und ihnen dabei helfen möchte sein selbständiges Leben zu führen. Also habt keine Scheu vor Berührungsängsten, denn die verschwinden so unglaublich schnell, dass man vergisst dass sie überhaupt da waren.

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