Menschen sprechen zu leise über wichtiges, zu laut über unnötiges, zu viel über andere, zu wenig miteinander, und zu oft ohne nachzudenken.

Hochschule Niederrhein hat in Krefeld ein neues Wahrzeichen

27. November 2014

Neubau-11-14

Nach einer 19-monatigen Bauzeit ist heute der Erweiterungsbau der Hochschule Niederrhein auf dem Campus Krefeld Süd feierlich eingeweiht worden. Zur Eröffnungsveranstaltung am Mittwochvormittag kamen rund 300 Gäste. Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Bürgermeister Frank Meyer, SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke und Architekt Rüdiger Karzel hielten die Begrüßungsreden. Für die Besucher gab es im Anschluss Gelegenheit, sich im Gebäude umzuschauen.

Technische Besonderheiten

Interessant ist der Bau vor allem aus energetischen Gesichtspunkten. Eine Besonderheit sind die in den Stahlbetondecken verbauten Cobiax-Kugeln. Sie sorgen für eine deutlich reduzierte Betonmenge und helfen auf diese Weise, CO2 zu sparen. 716 Tonnen Beton und 60 Tonnen CO2 wurden dank der Leichtbauweise gespart – das ist so viel, wie ein Auto auf einer Fahrt von 400.000 Kilometern emittieren würde.

Die Fassade ist mehrschichtig aufgebaut. Vor der eigentlichen Gebäudehülle umgibt als zweite Haut, in 1,25 Meter Abstand, eine Struktur aus Aluminium-Streckmetall das Haus. Die rotierenden Streckmetalllamellen sind so programmiert, dass sie jahreszeitabhängig auf den Sonnenstand reagieren und die Räume vor Aufheizung schützen. Danke der Reflexion der Metalllamellen soll es im Winter aber so hell sein, dass nahezu kein Kunstlicht gebraucht wird.

Geheizt wird mit Geothermie. Die Wärme wird mittels einer Wärmepumpe aus einer Tiefe von über 140 Metern aus der Erde geholt und über Wasserrohre in den Böden und Decken verteilt. Im Sommer funktioniert das System genau anders herum: Überschüssige Wärme wird im Gebäude abgefangen und über die Bohrkerne wieder ins Erdreich geführt.

Die Seminarräume und Büros sind mit modernster Medientechnik ausgestattet. Dazu setzt das erste kreidelose Hochschulgebäude auf eine Kombination von digitalen und analogen Whiteboards. Dozenten werden über Touchscreens wischen und dabei Präsentationen öffnen, auf denen sie während der Vorlesungen Anmerkungen markieren können. Auch untereinander sollen die Räume vernetzt werden.

Kosten und Raumsituation

Der Neubau schafft eine deutliche Entlastung der Raum-Situation auf dem Campus Krefeld Süd und kommt wesentlich den beiden jüngsten Fachbereichen der Hochschule Niederrhein zugute. Während der Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen mit 1082 Studierenden in den Neubau zieht, kann der Fachbereich Gesundheitswesen (918 Studierende) das bislang jüngste Gebäude auf dem Campus Krefeld Süd jetzt alleine nutzen. Bislang in der Nachbarschaft angemietete Büros können im Zuge der Erweiterung aufgelöst werden.

Der insgesamt 17,4 Millionen Euro teure Neubau an der Obergath ist das erste Gebäude, das die Hochschule alleine finanziert hat. Sie hat dafür auf Mittel des Hochschulpaktes zur Verbesserung der Qualität der Lehre zurückgegriffen.

Kategorie: ,
Veröffentlicht am 27.11.14

Nichts mehr verpassen!

Einfach für unseren Newsletter anmelden!
Jetzt anmelden!
Wer sollte diesen Beitrag nicht verpassen?
Jetzt teilen via

Wie sagte schon Bacon: „Wissen ist Macht!“
*Francis Bacon, 1561 - 1625, Philosoph & Jurist
 

neu aus dem Blog

Zu unseren Partnern gehören

rocketmagnifiercrossmenu