Hochschule Niederrhein zum 3. Mal beim Professorinnen-Programm erfolgreich

Foto: Sandra Laumen, Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Niederrhein, freut sich über den Erfolg.

Die Hochschule Niederrhein ist zum dritten Mal in Folge beim Professorinnen-Programm der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) erfolgreich. Bund und Länder stellen für das Professorinnenprogramm III insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung. Bei einer Fördersumme von bis zu 150.000 Euro pro Berufung und Jahr kann die Hochschule Niederrhein mit bis zu 2,25 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert werden. Bis zu drei Stellen von Professorinnen können damit gefördert werden.

„Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg“, sagt Sandra Laumen, Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Niederrhein. „Das Programm regt an darüber nachzudenken, wie mehr Frauen zur Bewerbung motiviert werden können. Dadurch können wir einen Beitrag dazu leisten, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.“ Derzeit beträgt der Frauenanteil unter den Professoren bundesweit 24 Prozent, an der Hochschule Niederrhein, die bereits beim ersten Professorinnen-Programm 2008 bis 2012 erfolgreich teilgenommen hat, sind es 26 Prozent.

Immer noch nicht zufriedenstellend, aber die Hochschule sei auf einem guten Weg, meint Laumen. „Wichtig ist der Bewusstseinswandel in den Köpfen und die guten Erfahrungen, die wir auch dank des Programms mit den Professorinnen gemacht haben. Eine Professorin ist heute nichts Besonderes mehr“, sagt Laumen.

2017 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) die dritte, bis 2022 währende Programmphase beschlossen, in der nun die ersten Auswahlentscheidungen getroffen wurden. 111 Hochschulen aus allen 16 Ländern haben sich an dieser ersten Auswahlrunde der aktuellen Phase des Professorinnenprogramms beteiligt. 86 Hochschulen haben ein unabhängiges Begutachtungsgremium mit ihren gleichstellungspolitischen Strukturen und Maßnahmen überzeugt.

Dieses positive Ergebnis berechtigt sie bis zu drei Anschubfinanzierungen für die Erstberufung von Frauen auf unbefristete W2- oder W3-Professuren im Professorinnenprogramm zu beantragen. Die Hochschulen haben im Rahmen des Programms zahlreiche gleichstellungsfördernde Maßnahmen und Aktivitäten für die Zielgruppen des Programms – Professorinnen, Nach-wuchswissenschaftlerinnen und Studentinnen in Fächern, in denen sie unterrepräsentiert sind – sowie zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium/Wissenschaft und Familie umgesetzt. Die Programmevaluation der zweiten Phase und die Gesamtevaluation zeigen, dass der Anteil von Frauen an den Professuren an deutschen Hochschulen während der Laufzeit insgesamt stärker angestiegen ist als nach dem Trend der Vorjahre zu erwarten gewesen wäre.

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