Informatik studieren – Mein Erfahrungsbericht

Informatik studieren - Mein Erfahrungsbericht Erfahrungsberichte Studium
HSN, Kalthöfer Preis für Jennifer Gommans | Foto: Thomas Lammertz

Nun befinde ich mich schon in meinem 1. Mastersemester der Informatik an der Hochschule Niederrhein. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Zeit doch vergeht! Und doch kann ich mich noch sehr genau an die erste Zeit meines Studiums erinnern.

Im Jahre 2013 habe ich mein Abitur gemacht. Mir war schon relativ früh klar, dass es für mich in eine technische beziehungsweise naturwissenschaftliche Richtung gehen sollte. Letztendlich entschied ich mich für die Informatik, da ich schon immer wissen wollte wie das alles funktionieren kann. Für mich war es nie selbstverständlich, dass es möglich ist, in Bruchteilen einer Sekunde eine Nachricht um die ganze Welt schicken zu können. Wie kann es sein, dass man ganze fiktive Welten in Konsolenspielen abbilden kann und woher weiß mein Navigationssystem stets die beste Route? Ich hatte zwar bereits einen Informatikkurs in meiner Schule besucht, jedoch reichte mir das nicht aus. Ich wollte mehr wissen und Antworten auf meine Fragen finden.

Ich entschied mich also unmittelbar nach meinem Abitur für ein Studium der Informatik. Ich habe mir damals viele Universitäten und Fachhochschulen in meinem Umkreis angeschaut. Der hohe Bezug zur Praxis und das Leitbild der Hochschule Niederrhein haben mich dann letztendlich nach Krefeld gebracht.

Bereits in den ersten Wochen konnte ich schnell Anschluss finden. Dies lag womöglich auch daran, dass es an unserer Hochschule ein MINT-Forum gibt. Dies ist ein Netzwerk für Frauen, die in technischen Studiengängen studieren. Es dient vor allem zum Austausch und bietet schon früh die Möglichkeit über die Grenzen des Studiums hinauszublicken. In den ersten Semestern erlernt man erst einmal die Grundlagen: Programmierung, Mathematik und ja, auch BWL gehört dazu. An dieser Stelle betone ich immer wieder gerne, dass für ein Studium der Informatik keine Vorkenntnisse vorausgesetzt werden. Das Studium beginnt bei den absoluten Grundlagen und wenn man motiviert dabeibleibt und sich für die Sache begeistert, dann geht es auch ohne vorherige Programmierkenntnisse.

Im Laufe des Studiums begegnet man dann vielen verschiedenen, sehr interessanten Aufgabenstellungen. Im Fach „Echtzeitsysteme“ galt es beispielsweise die Rennautos einer Carrera Bahn über eine Schnittstelle zu steuern und somit die Kollision der beiden Wagen zu vermeiden und dabei möglichst schnell zu fahren ohne in den Kurven aus der Bahn zu fliegen. In Bezug auf IT-Sicherheit haben wir gelernt, wie man seinen PC absichert und welche Sicherheitslücken es gibt, indem wir uns in Teams gegenseitig gehackt haben. Das hat sehr viel Spaß gemacht, hatte aber auch gleichzeitig einen sehr hohen Lerneffekt. Und da komme ich zu einem weiteren, sehr wichtigen Punkt.

Hätte ich noch einmal die Wahl, würde ich mich jederzeit wieder für eine Fachhochschule entscheiden. Denn ich wollte mit meinem Studium einen berufsqualifizierenden Abschluss erreichen, eben einen Abschluss, der mich auf die Praxis vorbereitet. Während meines Bachelorstudiums habe ich nicht nur trockene Theorie gelernt, sondern auch viel programmiert und an Projekten mitgearbeitet. Auch hatte ich die Möglichkeit als Tutorin tätig zu sein, das bedeutet anderen Studenten in bestimmten Fächern zu unterstützen oder während der Anfangszeit des Studiums zu begleiten. Die Tutoren hier an der Hochschule Niederrhein werden dafür speziell geschult, um eine größere Gruppe leiten zu können und um eine gute Präsenz und Kommunikationsfähigkeit auszubilden. Auch diese Faktoren gehören heutzutage sehr stark zu den Ansprüchen an junge Bewerber.

Ein Informatikstudium ist alsoweit entfernt von alten Klischees. Denn die Informatik ist lebhafter, vielfältiger und aufregender als je zuvor und betrifft heutzutage nahezu alle Lebensbereiche.  Deshalb war dieses Studium für mich genau die richtige Wahl. Das wurde mir vor allem durch die Verleihung des Kalthöfer-Preises im diesen Jahr noch einmal besonders deutlich, mit dem meine Abschlussarbeit aufgrund des hohen Praxisbezugs ausgezeichnet wurde. Nun freue ich mich mit dem Master Studium meinen Bildungsweg weiter fortsetzen zu können.

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