Internationale Philosophie-Olympiade (IPO)

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Die Internationale Philosophie-Olympiade wurde 1993 von engagierten Schul- und Hochschullehrern in Bulgarien begründet. Sie entwickelt sich seit dieser Zeit stetig zu einer Kraft des internationalen Dialogs von Philosophie-Lehrern und Lehrerinnen sowie von Schülerinnen und Schülern.

Seit die Olympiade im Mai 2000 in Münster veranstaltet wurde, hat sie auch neue Anstöße für den Philosophie-Unterricht in ganz Nordrhein-Westfalen und inzwischen auch in die anderen Bundesländer gegeben.

In Münster wurden die in Budapest begonnenen Verhandlungen zwischen dem IPO-Organisationskomitee und den Vertretern der Fédération Internationale des Sociétés de Philosophie (FISP), Prof. Kucuradi und Prof. Evans, fortgeführt. Es wurde ein konkreter Entwurf neuer Regeln ausgearbeitet, nach denen die IPO unter dem Schirm der FISP durchgeführt wurde. Eigentlich aus einer Bürgerbewegung interessierter Philosophie-Dozenten entstanden, hat sich die IPO als weltweit organisierte Großveranstaltung etabliert. Seit dem Herbst des Jahres 2006 hat sich die IPO in Absprache mit der FISP neue Regeln gegeben, die diesem Wandel Rechnung trägt.

Wer nimmt an der IPO teil?

Jede Delegation besteht aus zwei Teilnehmern und einem, manchmal zwei Betreuern (die zugleich als Jurymitglieder die Arbeiten lesen und bewerten müssen). Das gastgebende Land kann bis zu zehn SchülerInnen in den Wettbewerb entsenden.

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung trägt jeweils das gastgebende Land. Reisekosten hat jede Delegation selbst zu tragen (meist durch das Bildungsministerium des eigenen Landes oder durch Sponsoren unterstützt).

Wie werden die Schüler ausgewählt?

Die Teilnehmer (meist aus der Jahrgangsstufe 12) sind durch nationale Wettbewerbe ausgewählt worden und haben dadurch bereits teilweise erhebliche Anerkennung erfahren (z. B. freie Studienplätze); das gilt z. B. für die Länder Bulgarien, Polen, Türkei, Ungarn, Rumänien. In Deutschland beruhte die Teilnahme bis 1999 auf Privatinitiativen von Philosophielehrern. Für die Olympiade 2000 wurde von der Bezirksregierung Münster erstmals ein Essay-Wettbewerb unter Philosophie-SchülerInnen der Sekundarstufe II aus ganz Nordrhein-Westfalen durchgeführt (mit 420 Teilnehmern), um die zehn deutschen Repräsentanten zu ermitteln. Seitdem hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verdoppelt. Seit November 2006 ist der Wettbewerb durch die Zusammenarbeit mit dem Fachverband Philosophie und ihrem Bundesvorsitzenden Dr. Bernd Rolf für Philosophie-Schüler aller Bundesländer offen.

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