Jugend forscht Bundessieger präsentieren der Bundeskanzlerin ihr innovatives Forschungsprojekt

Angela Merkel übergibt im Kanzleramt den Preis für die originellste Arbeit des 53. Bundesfinales / Liveschaltung zur ISS: Preisträger befragen Alexander Gerst

Die diesjährigen Jugend forscht Bundessieger Anna und Adrian Fleck, die mit dem Preis für die originellste Arbeit, gestiftet von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, ausgezeichnet wurden. Copyright Stiftung Jugend forscht e. V.

Die Sieger und Platzierten des 53. Bundeswettbewerbs von Jugend forscht sind morgen zu Gast bei Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. An dem traditionellen Treffen um 11 Uhr im Berliner Bundeskanzleramt nehmen 61 junge naturwissenschaftliche Talente teil. Sie alle waren Ende Mai 2018 erfolgreich beim Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, das gemeinsam von der Stiftung Jugend forscht e. V. und Merck in Darmstadt ausgerichtet wurde.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, an der auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek teilnimmt, stehen die Bundessieger Anna (16) und Adrian Fleck (20). Die Geschwister werden Dr. Angela Merkel ihr innovatives Forschungsprojekt persönlich präsentieren, für das sie beim diesjährigen Bundeswettbewerb von Jugend forscht mit dem „Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit“ ausgezeichnet wurden. Im Fachgebiet Arbeitswelt entwickelten die Jungforscher einen neuartigen Protektor, der etwa im Motorsport zum Schutz von Rücken, Schultern und Gelenken dient. Üblicherweise bestehen Protektoren aus starrem Kunststoff und schränken daher die Bewegungsfreiheit ein. Nicht so die Variante von Anna und Adrian Fleck: Diese besteht aus einer weichen Silikonhülle, die mit einer stärkehaltigen Flüssigkeit gefüllt ist. Sie erstarrt bei hoher Krafteinwirkung zum Feststoff und schützt so vor Verletzungen. Die Geschwister nutzten und optimierten dabei die ungewöhnliche, sogenannte nicht-newtonsche Eigenschaft der Speisestärkeflüssigkeit. Anna Fleck besucht die 12. Klasse des Marianums Fulda. Adrian Fleck hat dieses Jahr sein Abitur an der Ferdinand-Braun-Schule in Fulda abgelegt.

Im Anschluss an die Preisverleihung wird es eine Liveschaltung zur Internationalen Raumstation ISS geben. Die prämierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugend forscht Bundesfinales 2018 erhalten die exklusive Gelegenheit, den Astronauten und ersten deutschen ISS-Kommandanten Alexander Gerst während seiner aktuellen Forschungsmission „Horizons“ im All persönlich zu interviewen.

Bereits heute können die Preisträgerinnen und Preisträger aus ganz Deutschland Zentrum und Regierungsviertel der Hauptstadt bei einer Stadtrundfahrt entdecken. Darüber hinaus besuchen die Jugendlichen das „Science Center Spectrum“ im Deutschen Technikmuseum. Morgen nehmen sie vor dem offiziellen Empfang an einer Führung durch das Bundeskanzleramt teil.

„Für die erfolgreichen Jungforscherinnen und Jungforscher des diesjährigen Bundesfinales ist der Empfang durch die Bundeskanzlerin der Höhepunkt zum Abschluss der 53. Wettbewerbsrunde“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Veranstaltung bedeutet jedes Jahr eine besondere Anerkennung der herausragenden Leistungen von Deutschlands besten Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern.“

Bundeskanzler Willy Brandt stiftete 1971 zum ersten Mal einen Sonderpreis bei Jugend forscht. Seit 1981 werden alle Sieger und Platzierten des Bundeswettbewerbs zu einem persönlichen Empfang in das Kanzleramt eingeladen.

Sorry, comments are closed for this post.