Jugendliche aus 13 Städten entdeckten im TalentCamp Ruhr ihre Stärken

Ihre Fähigkeiten entdecken und entfalten – das konnten die Jugendlichen im TalentCamp Ruhr 2019.

Entdecke deine Stärken – so lautete das Motto von 40 Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Ruhrgebiet, die vom 17. bis zum 26. Juli 2019 am TalentCamp Ruhr teilgenommen haben. In praxisorientierten Workshops konnten sie mit Gleichaltrigen aus verschiedenen Schulformen ihre Fähigkeiten entdecken und neue Talente entfalten – etwa beim„Upcycling“ ausrangierter Gegenstände oder beim Erstellen eineseigenen Hörspiels. Die Ergebnisse präsentierten die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren heute vor Eltern, Freunden und interessierten Besuchern in der VELTINS-Arena in Gelsenkirchen. Möglich machte das kostenlose Sommerferienprojekt die TalentMetropole Ruhr.

Hauptförderer des TalentCamp Ruhr 2019 sind die RAG-Stiftung und die Deutsche BP Stiftung. Weitere Partner sind die Westfälische Hochschule, das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) und die Stiftung Schalke hilft!.

„Das TalentCamp ist ein wichtiger Baustein der TalentMetropoleRuhr. Es macht den Jugendlichen Mut, stärkt ihr Selbstvertrauen und hilft ihnen auf dem Weg in eine Ausbildung oder in ein Studium“, sagt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung und Bildungsbeauftragte des Initiativkreises Ruhr. „Beim TalentCamp kommen junge Menschen aus allen Schulformen zusammen und zeigen eindrucksvoll, wie gut sie zusammenarbeiten können. Dabei stehen die unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen der Jugendlichen im Vordergrund. Es ist schön zu sehen, wie motiviert die Teilnehmer sind und mit welchem Engagement sie sich einbringen“, lobt Bergerhoff-Wodopia die Teilnehmer. Die TalentMetropole Ruhr ist das Leitprojekt Bildung des Initiativkreises Ruhr.

In der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und im benachbarten „Haus Heege“ hatten die Jugendlichen aus
13 Ruhrgebietsstädten zehn Tage volles Programm. Sie durften zwischen vier Talent-Workshops wählen: Beim „Pottcycling“ ginges darum, Designs zu entwickeln und ausrangierte Materialien und Gegenstände aufzuwerten und umzufunktionieren. Mit Kochlöffeln, Töpfen und jeder Menge Lebensmitteln hantierten die Teilnehmer im Workshop „Küchenpott“. Im Workshop „Grüner Pott“ ging es um Stadtbegrünung durch „Urban Gardening“ und „Vertical farming“. Soundliebhaber produzierten im „Pottcast“ ein eigenes Hörspiel, mit Einsatz von Musik, Geräuschen und ihren eigenen Stimmen.

Paralympics-Sieger gab Motivationstipps

Ein sportlicher Höhepunkt war das Treffen mit Leichtathletik-Star David Behre, der den Camp-Teilnehmern schon im vergangenen Jahr ein wertvoller Motivationstrainer war. Im Bochumer Olympiastützpunkt der TV Wattenscheid 01 gab er den Jugendlichen am Freitag, 19. Juli 2019, eine private Trainingsstunde auf der Tartanbahn. Sie waren sichtlich beeindruckt, wie schnell der 32-Jährige mit seinen High-Tech- Prothesen laufen kann. Behre verlor bei einem Unfall 2007 beide Unterschenkel und musste das Laufen neu lernen. Heute liegt seine persönliche Sprint-Bestzeit auf der 100-Meter-Strecke bei 11,23 Sekunden. Bei den Paralympischen Spielen 2016 gewann er Gold, Silber und Bronze. Die BP Europa SE unterstützt den Ausnahmesportler als ein Vorbild und Motivation für andere. Behres Botschaft an die TalentCamp-Teilnehmer: „Gebt niemals auf, seid auch mal anders, setzt euch ehrgeizige und trotzdem realistische Ziele. Wer an seinen Stärken arbeitet, ist immer aufdem richtigen Weg.“ Ein großes Ziel hat David Behre in seiner Karriere noch: Er möchte Gold bei den Paralympischen Spielen 2020 in Tokio gewinnen.

Geschäftsführerin Dr. Britta L. Schröder von der Stiftung TalentMetropole Ruhr lobt die Motivation der 40 Teilnehmer: „DieJugendlichen haben in den Workshops und Freizeitangeboten wieder einmal bewiesen, dass jeder Mensch besondere Fähigkeiten hat. Genau dafür macht sich die TalentMetropole Ruhr stark. Das TalentCamp Ruhr 2019 hat auch eindrucksvoll gezeigt, wie Jugendliche mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten.“

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