Kulturagenten für kreative Schulen

„Kulturagenten für kreative Schulen“ ist ein Modellprogramm der gemeinnützigen Forum K&B GmbH, initiiert und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V., conecco UG – Management städtischer Kultur und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Das Programm beginnt ab dem Schuljahr 2011/2012 an insgesamt 138 Schulen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Ziel ist es, möglichst viele Kinder und Jugendliche, die bislang nur in geringem Maße Zugang zu Kunst und Kultur haben, nachhaltig für Kunst und Kultur zu begeistern. Die Teilhabe an Kunst und Kultur soll fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen werden. Es geht darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem Kunst Wertschätzung erfährt und sich langfristig entfalten kann. Das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ möchte bei Kindern und Jugendlichen Neugier für die Kunst wecken und ihnen die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ermöglichen. Aktive Teilhabe an Kunst und Kultur fördert die Bildung und Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen und eröffnet ihnen die Chance, künftig Akteure einer kulturinteressierten Öffentlichkeit zu werden. Die Begegnung und Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur sowie das Erproben und Erfahren der Künste sind hierfür grundlegend. Künstlerische Projekte, die die Schulen gemeinsam mit dem Kulturagenten, den Kulturinstitutionen, Künstler/innen im Verlauf des Programms entwickeln, sind zentrale Bestandteile des Programms. Zur Umsetzung der künstlerischen Projekte können die Schulen daher sogenanntes „Kunstgeld“ beantragen.

Die Kulturagent/innen und Schulen

Kinder und Jugendlichen werden in großer Zahl an den Schulen erreicht. Für einen Zeitraum von vier Jahren werden daher sogenannte Kulturagent/innen an den ausgewählten Schulen eingesetzt, die gemeinsam mit den Schüler/innen, dem Lehrerkollegium, der Schulleitung, Künstler/innen und Kulturinstitutionen ein umfassendes und fächerübergreifendes Angebot der kulturellen Bildung entwickeln sowie langfristige Kooperationen zwischen Schulen und Kulturinstitutionen wie beispielsweise Museen, Konzerthäuser, Bibliotheken, Theater und Kulturzentren aufbauen.

Diese Kulturagent/innen stehen den Schulen und Kulturinstitutionen als feste Partner für die gesamte Programmlaufzeit zur Verfügung. Sie sind Personen mit einem künstlerischen Hintergrund, die nachweisbare Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schulen haben. Darüber hinaus sind sie Experten in der Moderation und Begleitung von künstlerischen Vermittlungsprozessen und verfügen über einen ausgeprägten Sinn für künstlerische Qualität. Die Kulturagent/innen unterstützen die Schulen beim Auf- und Ausbau der Kooperationen untereinander und mit den Kulturinstitutionen sowie bei der Entwicklung der künstlerischen Projekte und Angebote mit den Institutionen und Künstler/innen.

In den Kulturinstitutionen und den mit ihnen assoziierten Künstler/innen sieht das Programm zentrale Partner. Museen, Konzerthäuser, Bibliotheken, Theater und Kulturzentren erreichen in den Schulen ihr künftiges Publikum. Gemeinsam sollen Wege und Möglichkeiten gesucht werden, wie sich Schulen und ihre Kulturpartner einander öffnen und modellhafte Kooperationen entwickeln können.

Die Qualifizierung und Begleitung

Die Schulen und Kulturagenten/innen werden während der gesamten Programmlaufzeit zu allen inhaltlichen und organisatorischen Fragen sowohl durch die Forum K&B GmbH als auch durch die Länderbüros unterstützt. Neben der kontinuierlichen Begleitung werden die Kulturagent/innen darüber hinaus regelmäßig in regionalen sowie überregionalen Fortbildungsmaßnahmen weitergebildet. Dadurch soll der Austausch der Kulturagent/innen untereinander gefördert und ein bundesweites Netzwerk aufgebaut werden.
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