Menschen sprechen zu leise über wichtiges, zu laut über unnötiges, zu viel über andere, zu wenig miteinander, und zu oft ohne nachzudenken.

Leichter zum Lehrling – Acht Tipps für eine erfolgreiche Azubi-Suche

22. Juli 2021

Azubis finden ist nicht leicht. Immer mehr Lehrstellen bleiben unbesetzt. Valeska Martin, Referentin am Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA), hat acht Tipps für Unternehmen zusammengefasst und zeigt Ihnen, wie Sie passende Azubis finden können.

Tipp 1: Gehen Sie verschiedene Wege!

Es gibt nicht die eine perfekte Lösung, um Azubis zu finden. Nutzen Sie verschiedene Wege, um Jugendliche anzusprechen. Hierbei gilt die Devise: Viel hilft viel! 10 Wege, um Azubis zu finden, haben wir Ihnen auf der Webseite des KOFA zusammengestellt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Tipp 2: Seien Sie authentisch!

Egal, auf welchen Wegen Sie Azubis suchen, wichtig ist, dass Sie dabei authentisch sind, sich so zeigen, wie Sie sind und nichts versprechen, was Sie nicht halten können. Je authentischer Sie sich als Arbeitgeber zeigen, desto besser können sich die Jugendlichen ein Bild von Ihnen machen.

Tipp 3: Ermöglichen Sie Einblicke in die Praxis!

Für die Jugendlichen ist es sehr wichtig, sich durch praktische Erfahrungen einen Eindruck über den Beruf und den Ausbildungsalltag zu machen. Bieten Sie deshalb Praktika, Tage der offenen Tür oder Aktionstage wie den Girls‘ Day oder Boys‘ Day an, damit die potenziellen Azubis Sie und Ihren Betrieb besser kennenlernen. Bleiben Sie danach unbedingt in Kontakt mit den Jugendlichen und bieten Sie Ihnen beispielsweise nach erfolgreichem Schulabschluss direkt einen Ausbildungsplatz an, wenn es für beide Seiten passt.

 Tipp 4: Nutzen Sie Social Media!

Gehen Sie dorthin, wo Ihre Zielgruppe unterwegs ist. Ein Viertel der Jugendlichen informiert sich über Social Media über Berufe. Instagram, YouTube und TikTok sind für Betriebe wichtige Kanäle, um die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu erhalten. Mit authentischen Einblicken in Ihren Arbeitsalltag und in Ihr Team bieten Sie den Jugendlichen einen großen Mehrwert. Wie Ausbildungsmarketing auf Instagram gelingen kann, erfahren Sie in unserem KOFA-Webinar.

Tipp 5: Setzen Sie auf Schulkooperationen!

Kooperieren Sie mit den Schulen bei Ihnen vor Ort. In unserer KOFA-Studie „Neue (digitale) Wege in der Berufsorientierung“nannten die befragten Schülerinnen und Schüler am häufigsten den Wunsch nach Unterrichtsbesuchen, bei denen Unternehmensvertreterinnen und -vertreter in die Schule kommen und über die Ausbildungsberufe berichten. Mehr Informationen zu Schulkooperationen haben wir Ihnen auch auf unserer KOFA-Webseite zusammengestellt.

Tipp 6: Lassen Sie andere über Ihre Ausbildung sprechen!

Unpersönliche Werbung spricht niemanden an. Aber was passiert, wenn Ihre Azubis, Ihre Mitarbeitenden, Ihre Kunden oder Ihre Lieferanten über die Ausbildung in Ihrem Betrieb sprechen? Menschen vertrauen auf die Meinung anderer Menschen. Wenn im Privaten jemand über die Ausbildung in Ihrem Betrieb berichtet, dann ist das eine ehrliche Empfehlung, die zu einer Bewerbung führen kann. Machen Sie deshalb alle potenziellen Botschafterinnen und Botschafter Ihres Betriebes auf Ihre offenen Ausbildungsplätze aufmerksam.

Tipp 7: Gestalten Sie die Bewerbung so einfach wie möglich!

Brauchen Sie lange Anschreiben, bis ins Detail formatierte Lebensläufe oder Hochglanz-Bewerbungsfotos? Machen Sie den Bewerbungsprozess für die Jugendlichen so einfach wie möglich. Vielleicht reichen im ersten Schritt nur Kontaktdaten und zwei Sätze, warum sich die Jugendlichen für einen Ausbildungsberuf bei Ihnen interessieren. Bieten Sie unkomplizierte Wege an, wie beispielsweise eine Kontaktaufnahme über WhatsApp oder ein virtuelles kurzes Kennenlernen, etwa über ein Azubi-Speed-Dating.

Tipp 8: Vergessen Sie die Eltern nicht!

Eltern sind nach wie vor die ersten Ansprechpersonen für die Jugendlichen, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Sprechen Sie deshalb auch gezielt Eltern an. Das kann über Informationen in der Zeitung, auf Social-Media-Kanälen wie Facebook oder bei Eltern-Informationsabenden sein.

Das Projekt KOFA (Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung) am Institut der deutschen Wirtschaft startete im Mai 2011 und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Der Fokus des Projekts liegt in der Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Fachkräftesicherung und der Gestaltung ihrer Personalarbeit. Das KOFA bietet auf seiner Homepage (www.kofa.de) konkrete Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele. Hören Sie auch gerne in den Podcast KOFA auf dem Sofa rein.

Valeska Martin ist Referentin für digitale Kommunikation am Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung. Ihre Fokusthemen sind unter anderem Employer Branding, Social Media für KMU und Ausbildung. Sie studierte Medienkulturwissenschaft im Bachelor und Master an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und sammelte Erfahrungen in der Wirtschaftskommunikation der Daimler AG, dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

 

Veröffentlicht am 22.07.21

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Wie sagte schon Bacon: „Wissen ist Macht!“
*Francis Bacon, 1561 - 1625, Philosoph & Jurist
 

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