Lernort Labor

Schülerlabore ermöglichen Kindern und Jugendlichen außerhalb der Schule – aber meistens im Rahmen schulischer Veranstaltungen – die Begegnung mit moderner Forschung. Sie können einen realistischen Eindruck von der Arbeit eines Wissenschaftlers gewinnen und die Faszination der Forschung selbst erfahren. Die Schüler haben die Möglichkeit, dort selbstständig Experimente zu planen und durchzuführen. Dabei stehen die behandelten Problemstellungen meist in engem Bezug zur aktuellen Forschung der jeweiligen Organisation. Die verwendeten Geräte und Techniken sind in der Schule in der Regel nicht verfügbar.

Eingerichtet werden die Schülerlabore von Universitäten, Forschungseinrichtungen, Museen, Science Centern, Technologie- und Gründerzentren und auch von der Industrie. Das Angebot richtet sich nicht nur an Schüler, häufig werden auch Lehrer, Referendare und Lehramtsstudenten mit eigenen Veranstaltungen angesprochen.

Entstanden sind die ersten Schülerlabore Mitte der 90er Jahre mit dem Ziel bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an Naturwissenschaft und Technik zu wecken, die Bedeutung von diesen Themen in der Gesellschaft zu verdeutlichen und den Schülern die Möglichkeit zu geben, Berufe in diesem Bereich kennen zu lernen.

Heute können Schüler aller Altersstufen – bis hinab ins Vorschulalter – in weit über 200 Laboren das Forscherdasein kennen lernen. Über 300.000 Schülerinnen und Schüler nutzen jährlich die Angebote. Das Spektrum reicht von kleinen Initiativen Einzelner bis hin zu großzügig ausgestatteten Schülerlaboren. Thematisch sind alle naturwissenschaftlichen Fachrichtungen wie Chemie, Biologie, Physik, Mathematik, Informatik, Technik  und Geowissenschaften berücksichtigt. Einzelne Labore haben sich in regionalen oder thematischen orientierten Netzwerken zusammengeschlossen. Als Dachorganisation aller Schülerlabore fungiert das Projekt Lernort Labor.

 

 

Leave a reply