Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik — mein Erfahrungsbericht

Foto: pixabay.com
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Schon immer war Mechaniker mein Traumberuf.
Natürlich kannte ich damals den Beruf des Mechanikers für Land- und Baumaschinentechnik noch nicht. Diesen habe ich während eines Praktikums in einem mittelständischen Betrieb kennen gelernt.
Interessant für mich war, dass – im Gegensatz zu anderen Mechanikern – der Landmaschinenmechaniker nicht immer an den gleichen Maschinen, sondern an verschiedensten Fahrzeugen und Geräten arbeitet.

2009 bekam ich die Möglichkeit, ein zehnmonatiges Praktikum auf dem Hauptbetriebshof des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf zu absolvieren. Währenddessen hatte ich von Anfang an Gelegenheit, aktiv mitzuarbeiten und konnte mir so ein gutes Bild von diesem Beruf und dem Team machen, in dem ich später arbeiten würde. Außerdem bestätigte mir das Praktikum, dass ich Spaß an der Tätigkeit habe und den Beruf auf jeden Fall erlernen wollte.

Im Sommer 2010 konnte ich dann die Ausbildung bei der Stadt Düsseldorf beginnen. Natürlich musste ich am Anfang zunächst die vielen verschiedenen Geräte und Fahrzeuge des Maschinen- und Fuhrparks der Stadt kennen lernen. Diese sind sehr unterschiedlich und vielseitig: vom kleinen Rasenmäher bis zum großen Traktor gehört alles zum Berufsfeld dazu.
Mittlerweile arbeite ich oft selbstständig, aber auch heute gibt es noch einige Geräte, die neu für mich sind und wozu ich Fragen habe, mit denen ich mich aber jederzeit an meinen Meister und die Kollegen wenden kann.

Am Hauptbetriebshof werden in der hauseigenen Werkstatt die Maschinen der Stadt gewartet und gepflegt. Außerdem wird immer zunächst versucht, etwas zu reparieren, anstatt zu ersetzen, wofür auch manchmal viel Geduld erforderlich ist.
Es kommt auch häufig vor, dass Maschinen optimiert werden, um dem Bediener das Arbeiten zu erleichtern oder um manche Geräte länger zu erhalten. Hierfür ist neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick vor allem auch Kreativität wichtig.

Für die Ausbildung sollte man auf jeden Fall großes Interesse an elektrischen und hydraulischen Anlagen sowie an Motorentechnik haben. Bei der Arbeit an kleineren Maschinen, wie zum Beispiel Kettensägen, ist auch Feinmotorik gefragt.

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, gehe ich wöchentlich zur Berufsschule. Hier wird das Wissen vermittelt, das man für die praktische Arbeit benötigt, wie zum Beispiel Hydraulik, Elektrik und Motorentechnik. Nebenbei erhält man sowohl in der Theorie als auch in der Praxis Grundkenntnisse der Metallbearbeitung. Zum Beispiel muss ab und zu an der Drehbank gearbeitet oder etwas geschweißt werden.

Während der 3 ½ jährigen Ausbildung müssen auch überbetriebliche Lehrgänge absolviert werden. Dabei werden parallel zu den theoretischen Inhalten in der Berufsschule die Themen praxisnah vertieft.

Die Arbeit ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Das Schöne an dem Beruf ist, dass es jeden Tag neue Aufgaben gibt, die neue Herausforderungen mit sich bringen.

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