Modistin — mein Erfahrungsbericht

Paul Golla  / pixelio.de
Paul Golla / pixelio.de

Ich heiße Charlotte Müller, bin 23 Jahre alt und mache im 3. Lehrjahr eine Ausbildung zur Modistin in der Hutmanufaktur Ulrike Strelow in Essen.

Im Beruf der Modistin arbeitet man sehr vielseitig. Im Sommer mache ich Hüte aus Strohmaterilien, die ich z.B. mit Federn und Borten garniere. Stroh wird durch Wasser formbar gemacht, die Filzstumpe aus Kaninchenhaar im Winter dagegen wird durch Dampf weich und formbar. Hier arbeite ich viel mit Bändern, Schnallen und auch mit Federn und Pelz/Fell, um die Hüte zu garnieren. Außerdem nähen wir Mützen, Hüte und Kappen aus verschiedenen Stoffen. Im Winter aus Woll- und Samtstoffen, im Sommer eher aus leichteren Stoffen, wie Baumwolle und Leinen oder Seide.

Auch die Kundenberatung ist in der Ausbildung ein wichtiger Bestandteil der Arbeit, da jeder Hut genau auf den Kopf passen muß und meist extra angefertigt wird. Besondere Wünsche müssen berücksichtigt werden, denn oft muß der Hut zu einem bestimmten Kleidungsstück passen, die Farbe muß genau gewählt werden und die Hutform muß mit dem Träger harmonieren.

Wir in der Hutmanufaktur fertigen nur Damenhüte und hier macht es besonders viel Spaß, sie zu garnieren.

Oft ist auch der Hut eines Kunden zu klein und wir weiten ihn dann oder machen ihn enger, wenn er zu groß gekauft wurde.

Im Winter ist “Hauptsaison” und es kann auch manchmal hektisch zugehen, doch wir sind ein kleines,feines Team und es macht viel Spaß, auch mal am Wochenende auf einer Ausstellung zu sein.
Wenn Ihr noch Fragen habt oder Euch noch weiter informieren wollt, besucht meinen Blog

www.hauptsachecharlotte.blogspot.com

oder die Seite der Hutmanufaktur

www.hutmanufaktur.com

Viel Spaß!

Voraussetzungen für den Beruf:
– handwerkliches Geschick
– evtl. Kentnisse an der Nähmaschine
– Interesse an Mode
– Gespür für Farben und Proportionen
– gepflegtes Aussehen
– Spaß an Kommunikation mit fremden Menschen

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