Museum 3.Dimension Dinkelsbühl

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Können wir unseren Augen trauen? Sehen wir die Welt tatsächlich so wie sie ist? Nach einem Rundgang durch das Museum 3. Dimension in Dinkelsbühl steht eines fest:

der Mensch täuscht sich selbst. Im Mittelpunkt steht dabei immer eines: die Faszination Raum. Auf drei Etagen widmet sich das Museum an der historischen Stadtmauer der Dreidimensionalität. Täuschung inbegriffen. Denn wenn zweidimensionale Bilder plötzlich Tiefe zeigen und Kreise zu Kegeln werden, hat sich das Gehirn hinters Licht führen lassen. Dass Humor 3D-tauglich ist, beweist das Museum gleich im Erdgeschoss. In mühevoller Arbeit sind in den hier aufgestellten Metallkästen kleine 3D-Welten entstanden, die zum Schmunzeln einladen. In der ersten Etage der Stadtmühle am Nördlinger Tor kommt die 3D-Brille zum Einsatz, die jeder Besucher schon an der Kasse erhält. Dank dieser eröffnen sich fantastische 3D-Welten, einfache Bilder werden zum plastischen Erlebnis. Der verhüllte Reichstag samt diverser Zaungäste wird ebenso zum Greifen nah, wie zahlreiche Naturaufnahmen oder Motive der Technik oder Kunst. Zwei Stockwerke höher steht der Besucher dann vor den Errungenschaften moderner 3D-Technik: viele, zum Teil einzigartige Hologramme schmücken hier die Wände. Sie wirken so echt, dass man stets geneigt ist, die scheinbar aus den Wänden herausragenden Gegenstände zu berühren. Doch die (Ent-)Täuschung folgt auf den Fuß: Der Griff ins Leere. Abenteuerlich wird es, wenn der Besucher „verfolgt“ wird.

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Die Blicke der Personen oder Figuren auf den Hologrammen scheinen zu wandern, behalten den Betrachter stets im Blick gleich aus welchem Winkel dieser sich nähert.

Gänzlich beeindruckt stehen viele Besucher vor den – dem ersten Augenschein nach – ganz normalen Glasscheiben in der Mitte des Raumes. Will man ihre Geheimnisse entschlüsseln, ist der Blickwinkel entscheidend. Hat man den richtigen gefunden, geben die Scheiben zum Beispiel ganze Werbebotschaften frei. Das Museum 3. Dimension ist das weltweit erste und einzige seiner Art und hat seit 1987 seinen Platz in Dinkelsbühl gefunden und zeigt außer zahlreichen Werken und Techniken zur Tiefenerzeugung auch einen Teil der bedeutendsten stereoskopischen Kunstsammlung aus dem Besitz des Frankfurter Designers Gerhard Stief. Das Museum ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder gleichermaßen geeignet.

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ZylinA

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