Nach dem Freiwilligendienst ein duales Studium starten

Rasmus SchmahlIn der neuen Reihe abi& JETZT?! zeigt wissensschule.de, welche Möglichkeiten man nach dem Abitur hat. Wir wollen aber auch zeigen, das Studium und Ausbildung nur zwei Wege sind, die man beschreiten kann und wie sich angehende Abiturienten auf die Zeit nach dem Abitur vorbereiten. Heute tauscht sich wissensschule mit  Rasmus Schmahl aus, der in diesem JahrAbitur gemacht hat und derzeit ein FSJ bei Schüler Helfen Leben macht.

Abitur … und jetzt?  Wie sah Deine Antwort auf diese Frage aus?

Für mich stand schon relativ früh fest, dass ich vor Beginn meines Studiums einen Freiwilligendienst absolvieren wollte. Das hatte für mich ganz verschiedene Gründe: Zum einen sehe ich in einem Freiwilligendienst die Chance, ein Jahr praxisnahe Erfahrungen zu sammeln, zum anderen aber auch die Möglichkeit, sich ein Jahr für eine gute Sache zu engagieren. Bei meinem Freiwilligendienst bei Schüler Helfen Leben kann ich diese beiden Sachen miteinander vereinen.

Das Studium nach dem Abitur ist nicht zwangsläufiger weise für jeden der nächste Schritt. Du hast Dich nach dem Abi für ein Freiwilliges Soziales Jahr bei Schüler Helfen Leben entschieden. Wie bist Du auf Schüler Helfen Leben gekommen und welche Erwartungshaltung hast  Du an Dich selbst in dieser Zeit?

Ich interessiere mich sehr stark für die Medienwelt mit all ihren Facetten. Der Freiwilligendienst auf der Pressestelle von Schüler Helfen Leben hat sich angeboten, um für ein Jahr praxisnahe Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu sammeln.
Nun hoffe ich, dass ich dieses Jahr sinnvoll nutzen kann und wertvolle Einblicke bekommen werde, die mich auch noch zukünftig weiterbringen werden.

Durch den Tweet der damals 17-jährigen Kölner Schülerin Naina,in dem der Wunsch nach “mehr lebensnahem Unterricht” geäußert wurde und Themen wie z.B. Steuern, Miete und Versicherungen mit behandelt werden sollten, wird die Diskussion um die zeitgemäße Wissensvermittlung an unseren Schulen wieder neu befeuert. Wie lebensnah ist aus Deiner Sicht der Unterrichtheute noch und wovon wünschst Du Dir mehr?

Durch den Tweet der Schülerin Naina brach damals eine komplette Bildungsdebatte aus. In meinen Augen müssen wir diese Bildungsdebatte führen und brauchen eine Veränderung unseres Bildungssystems, die sich nicht nur durch einen Mehrwert an lebensnahem Unterricht äußert. Dennoch bin ich der Meinung, dass Schule nicht ausschließlich die Aufgabe hat, Themen wie Steuern oder Versicherungen zu behandeln. Schule hat für mich nämlich auch die Aufgabe, den Schüler*innen ein gewisses Maß an Allgemeinwissen zu vermitteln und sie zu lehren, selbstständig und lösungsorientiert zu denken.

Wie intensiv oder gut bist Du an Deiner Schule auf den Übergang Schule – Ausbildung – Studium bzw. Freiwilligendienst vorbereitet worden und siehst Du hier Nachbesserungsbedarf?

Meine Schule hatte ein breit gefächertes Angebot zur Berufs- und Studieninformation und es wurden verschiedene Veranstaltungen organisiert. In meiner Schulzeit gab es insgesamt aber nur zwei Pflichtpraktika. Da Praktika in meinen Augen maßgeblich zur Berufs- und Studienorientierung beitragen, würde ich mir wünschen, dass diese Anzahl zukünftig erhöht wird.

In gut einem Jahr ist Dein Freiwilliges Soziales Jahr beendet. Was hast Du danach vor und in welchem Bereich kannst Du Dir eine berufliche Perspektive vorstellen? Und welche Dinge sind Dir in Deinem zukünftigen Job besonders wichtig? 

Besonders wichtig ist mir bei meiner Berufswahl, dass ich mich mit meinen Ideen und meiner Kreativität einbringen kann. Ich möchte einen Job ausüben, bei dem mich nicht jeden Tag das gleiche erwartet. Aus diesem Grund könnte ich mir gut vorstellen, nach meinem Freiwilligendienst ein duales Studium in der Eventbranche zu beginnen.

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