Otto-Lilienthal-Museum Anklam

Otto-Lilienthal-Museum, Foto Wittig
Otto-Lilienthal-Museum, Foto Wittig

Als eigenständiges Museum öffnete das Haus 1991 aus Anlass von ”100 Jahren Menschenflug”. Es ging aus einer Abteilung des damaligen “Heimatmuseums ‘Otto Lilienthal'” hervor. Der Aufbau des Museums wird bis heute aus Bundes- und Landesmitteln unterstützt und auch durch Nachfahren des Flugpioniers gefördert. Das Museum wurde 1996 durch die “Fédération Aéronautique Internationale” als “FAI rocognized Museum” geehrt und erhielt 1999 als erstes ostdeutsches Museum den Titel “European Museum of the Year Award – Special Commandation”. Seit 2001 ist das Museum in die Liste der Museen von gesamtstaatlicher Bedeutung des „Blaubuches“ der Bundesregierung aufgenommen. Im Jahr 2006 wurde es ein “Ausgezeichneter Ort” im Rahmen der Standortinitiative “Deutschland – Land der Ideen”.

Zum jüngsten und zugleich größten Ausstellungsstück im Otto-Liliental-Museum Anklam gehört der Prototyp einer TT62 Alekto. Sie sollte in einer Firma auf dem Flughafen Heringsdorf (Ostvorpommern) gebaut werden. Da das Projekt nicht weiter geführt wurde steht das Flugzeug nun  auf dem Gelände des Aeronauticon auf dem Flugplatz Anklam. Zu den etwa 1000 Neugierigen, die die Maschine bereits sahen gehört auch diese Gruppe der Kita "Friedrich Fröbel" aus Ducherow. Foto: Udo Zander
Im Aeronauticon, Foto: Zander

Was ist Thema des Museums?

Das Haus versteht sich als ”technisches Personalmuseum”. Es erzählt Luftfahrtgeschichte, jedoch mit einer – sich von anderen Luftfahrtmuseen unterscheidenden – Schwerpunktsetzung: Im Zentrum steht nicht Geburt und Entwicklung des Flugzeugs, sondern der Wendepunkt von der Kulturgeschichte des Menschenflugs zur

Technikgeschichte des Flugzeugs. Das Flugzeug ist damit nicht nur ”Erfindung”, technische Innovation, sondern für Lilienthal war es ein ”Kulturelement”. Lilienthal hat den uralten und ewig jungen Ikaridentraum mit dem vom ewigen Frieden verbunden. Nur der erste Teil ist Wirklichkeit geworden: loszulaufen, die Flügel auszubreiten und den Boden unter den Füßen zu verlieren. Unser heutiges Flugzeug ist nur ein Kind dieser alten Idee. Die großen Ideen dieser Geschichte waren die von Querdenkern jenseits des Mainstreams, so wie Lilienthal einer war. Und es gibt sie bis heute und sie bleiben Thema des Museums.

Originalfoto Ottomar Anschütz, 1893: Otto Lilienthal im Flug an der Fliegestation Steglitz
Originalfoto Ottomar Anschütz, 1893: Otto Lilienthal im Flug an der Fliegestation Steglitz

Die wichtigsten Exponate?

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die ca. 14 unterschiedlich genau überlieferten Flugzeugkonstruktionen Lilienthals, darunter die erste Serienproduktion eines Flugzeugs in der Geschichte überhaupt, der “Normalsegelapparat”. Weltweit sind nur von zwei Modellen Originale erhalten. Die gegenständliche Rekonstruktion des Flugzeugbaus Lilienthals unter Auswertung aller in Archiven und Museen verschiedener Länder verfügbaren Quellen war ein Anliegen des Museums.

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