Pharmazie in Freiburg

Pharmazie

Bild: pixabay.com
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in Freiburg an der Albert-Ludwig-Universität

Ich habe mich nach einem Jahr Auszeit nach dem Abitur spontan für Pharmazie entschieden. Auf dem Gymnasium hatte ich Chemie und Spanisch als Leistungskurse, hatte sonst aber eigentlich eher Spaß an Deutsch, Geschichte, Fremdsprachen usw. In Mathe und Physik war ich nicht besonders gut. An Pharmazie fand ich ganz gut, dass man viele verschiedene Fächer hat, also Biologie, Chemie, und im Hauptstudium dann auch Sachen wie Pharmakologie (man lernt ziemlich viele Krankheiten kennen und eben, mit welchen Wirkstoffen sie behandeln kann) und pharmazeutische Technologie. Da lernt man, wie man einen Wirkstoff am besten „verpackt“, also z.B. in eine Tablette, damit er möglichst gut vom Körper aufgenommen werden kann Körper wirken und zu seinem richtigen Wirkort gelangen kann. Das Grundstudium dauert 4 Semester, dann kommt das 1.Staatsexamen, dann das Hauptstudium mit nochmal 4 Semestern, anschließend das 2.Staatsexamen. Anschließend kommt ein Praktisches Jahr, von dem man mindestens die Hälfte in einer Apotheke arbeiten muss, und danach dann das 3. Staatsexamen, das man braucht um die Approbation als Apotheker zu bekommen.

Im Grundstudium hat man noch ziemlich viele Fächer wo sich die meisten eher durchkämpfen, also eben Mathe, Physik, Physikalische Chemie, anorganische und organische Chemie… im Hauptstudium wird’s interessanter, s.o.

Das Studium ist insgesamt sehr verschult, man hat einen strengen Stundenplan, es geht meistens um 8 oder 9 los und man hat um die 40 Wochenstunden, steht viel im Labor, kommt oft erst so zwischen 16 und 18 Uhr aus der Uni und muss dann teilweise noch Laborergebnisse auswerten, Protokolle schreiben… das ist alles machbar, und man ist meistens in Gruppen und muss sich nicht allein durchschlagen, aber ich denk man sollte schon Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern haben, und nicht nur Pharmazie studieren weil momentan die Arbeitschancen super aussehen, sonst machts echt überhaupt keinen Spaß.

Semesterferien fallen im Grundstudium leider teilweise auch weg, weil man 8 Wochen Praktikum in einer Apotheke machen muss, oft schon lernen muss für Eingangsklausuren fürs nächste Semester…

Im Hauptstudium fand ich es dann besser, man hat mehr von den Ferien, die Fächer sind viel praxisbezogener. Da hats mir eigentlich richtig Spaß gemacht. Von der Stundenanzahl sinds aber immer noch zwischen 30 und 40 Wochenstunden.

Insgesamt muss man sich auch drüber im Klaren sein dass man sehr viel lernen muss im Vergleich zu anderen Studiengängen; leider auch viel Auswendiglernen, z.B. jede Menge Strukturformeln in Chemie.

Dafür bekommt man eine sehr breite Ausbildung mit Chemie, Pharmakologie, Biologie, Biotechnologie usw, was ich persönlich spannender finde als z.b. nur ein reines Bio- oder Chemiestudium, und es stehen einem viele Möglichkeiten offen, also nicht nur in der Apotheke stehen, sondern z.B. in der Industrie arbeiten, in der Verwaltung, Lehrer werden an PTA-Schulen, oder z.B. für Fachzeitschriften arbeiten.

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