Menschen sprechen zu leise über wichtiges, zu laut über unnötiges, zu viel über andere, zu wenig miteinander, und zu oft ohne nachzudenken.

Rechenrad

1. April 2012

Nach langjähriger Unterrichtserfahrung entwickelt, hat das "Rechenrad" im Anfangsunterricht Mathematik der Grundschule SchülerInnen bei den ersten Rechenoperationen die schönsten Erfolge gebracht.

Mengen von etwas auffassen können Kinder von Hause aus. Sie können auch viel und wenig auseinanderhalten und mehr von weniger unterscheiden. Mit einem gewissen sinnlichen Eindruck ist jedoch nicht auch schon direkt das Bedingungsgefüge mathematischer Zeichen, Mengen und Größen einschließlich der damit verbundenen Bewegungsmöglichkeiten gegeben. Eine dargestellte Menge (von Punkten etwa) mit Hilfe einer arabischen Ziffer zu beschreiben, müssen sie lernen; desgleichen den Zahlbegriff selbst und die ihm innewohnenden Operationsmöglichkeiten "+" und "-", zunächst einmal von 0 bis 10. Die Schwierigkeit besteht darin, der Anschauung auf die Sprünge zu helfen und sie auf einen jeweils mathematischen Begriff zu bringen. Durch gegenläufiges Drehen der Scheiben des "Rechenrades" ist das alles leicht möglich, weil gedanklich abstrakte Vorgänge mit ihm auf der sinnlichen Wahrnehmungsebene passieren. Genau das ist aber auch die Dimension kindlicher Welterkenntis. Und so kommt es, dass Kinder mit dem "Rechenrad" ihnen ungewohnte Strukturen erkunden können, ohne ihr eigenstes Element verlassen zu müssen. Was einerseits die Anschauung aus eigener Kraft nicht schafft, und damit andererseits die Formkräfte der kindlichen Intelligenz nicht leer bleiben, bekommen die Kinder etwas an die Hand, mit dessen Hilfe sie Verstand an ihre Rechenwirklichkeit bringen können. Zeichen (Zahlen) und bezeichnete Wirklichkeit (Menge von Punkten) stehen in einem idealen Verweisungszusammenhang zueinander, werden beim Rechnen im tätigen Umgang aufeinander bezogen und auf diese Weise begriffen.

Wichtig auch: das an die Drehbewegung gebundene Verschwinden und Erscheinen der jeweiligen mathematischen Sinngestalten. Damit werden unmittelbare frühkindliche Erlebnisformen von da! und weg! aufgegriffen und sinnvoll weitergeführt. In dem Zusammenhang bietet es sich an, die Kinder die Mengensymbole des "Rechenrades" selbst bunt ausmalen zu lassen, damit ihnen die Mengen und Zahlzugehörigkeit noch vertrauter werden können. Dann wird sehen, tun und verstehen durch das "Rechenrad" vor den Augen wie unter den Händen der Rechnenden zur identischen Erfahrung.

Autor: Hans-Robert Lutz

www.rechenrad.de

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Veröffentlicht am 01.04.12

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Wie sagte schon Bacon: „Wissen ist Macht!“
*Francis Bacon, 1561 - 1625, Philosoph & Jurist
 

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