Schillerschule Waghäusel

Die Schillerschule Waghäusel feiert im Jahr 2012 ihr 50-jähriges Bestehen.

Sie hat sich kontinuierlich ein eigenständiges Profil erarbeitet, welches in Zusammenarbeit von Lehrerkollegium, Schülervertretung, Elternschaft und zum Teil auch außerschulischen Partnern immer weiter entwickelt wurde.

Zunächst ist es unser Bestreben, das sich alle Schülerinnen und Schüler, egal welcher Schulart, bei uns wohlfühlen und gerne zu uns kommen. Dies sehen wir als Voraussetzung für erfolgreiches Lernen mit der Zielsetzung einer optimalen Vorbereitung auf das Berufsleben. Eingebettet in klare, mit den Schülern erarbeitete und besprochene Regeln möchten wir sie zu selbstständigen und selbstbewussten Menschen, zu gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz und zu einem vertrauensvollen Miteinander und Füreinander erziehen.

Damit der Begriff “Schulfamilie”, auf den großen Wert legen, nicht nur ein leeres Lippenbekenntnis bleibt, legen wir auch größten Wert auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Nur gemeinsam, wenn alle an einem Strang ziehen, kann es uns gelingen, unser gestecktes Ziel zu erreichen, nämlich durch eine vielschichtige Förderung unsere Schülerinnen und Schüler stark und fit zu machen, damit sie entweder nach Klasse 9/10 die Ausbildungsreife erlangen oder sich für weitere weiterführende Schulen qualifizieren können. Gerade in der heutigen Zeit, wo Hauptschülerinnen und Hauptschüler mit ihrem erworbenen Abschluss kaum noch Akzeptanz in Handwerk, Verwaltung und Industrie finden, ist es wichtig, diese Persönlichkeitsbildung umfassend zu fördern und auf dem Weg zur Berufsfindung intensiv zu begleiten.

Nur wer von sich überzeugt ist, kann auch andere überzeugen und kann sich in ein Gemeinwesen integrieren, welches durch Toleranz und Solidarität geprägt ist.

Dies sind die Zielsetzungen der Schillerschule

  • Schulfamilie

  • Wohlfühlfaktor

  • An-einem-Strang-ziehen

    Das Gewaltpräventionsprogramm wurde durch zwei weitere Module erweitert, die ebenso die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern sollen. Unter der Überschrift “An einem Strang ziehen” wurden für die Sekundarstufe 1 allgemein gültige Regeln des Zusammenlebens und Zusammenlernens eingeführt. Darin ist verbindlich festgelegt wie das Vergessen von Arbeitsmaterialien und von Hausaufgaben, das Stören des Unterrichts und das Ärgern von Mitschülern geahnet werden. Positives Verhalten wird ebenfalls belohnt.
    Schülerinnen und Schüler werden dadurch zunehmend in die Lage versetzt ihr eigenes Verhalten kritisch zu reflektieren und ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern. Ziel ist eine nachhaltige Schulentwicklung.
  • Eingeforderte Primärtugenden

  • Gleiche Regeln in allen Klassen

  • Stärkung der Schüler durch Großprojekte

  • Beruf als Motivationsfaktor

Besondere Projekte zur Förderung unserer Schüler in der WRS

  • Integrationsgruppe “Come together”

  • Geigen- und Cellounterricht ab Kl. 1

  • Klassenmusizieren (5.+6. Klasse)

    Die Schillerschule bietet in Kooperation mit der Musik- und Singschule Waghäusel-Hambrücken bereits ab Klasse 1 für interessierte Schüler das Erlernen von Geige und Cello integriert in den Unterricht an. Mit Beginn der 3. Klasse steht es den Kindern frei, das Instrument zu wechseln und somit ein anderes Instrument unter Anleitung von studierten Fachkräften zu erlernen. Die weitere musikalische Ausbildung, egal an welchem Musikinstrument, findet weiterhin bis Ende der Klasse 4 an der Schillerschule statt.

    Ab der 5. Klasse greift auch unser Projekt “Klassenmusizieren”, welches wir ebenfalls mit der Musik- und Singschule Waghäusel-Hambrücken durchführen. Alle 5.Klässler müssen pflichtgemäß ein Musikinstrument erlernen, wobei sie die Wahl zwischen einem Blechblasinstrument, dem Schlagzeug und den Orff`schen Instrumenten haben. Das Projekt geht über 2 Jahre und ab Klasse 7 werden die weiterhin interessierten Musikanten im Schulorchester zusammengefasst. Momentan haben wir 2 Klassen – Blechblasorchester und ein Schulblechblasorchester, jeweils mit Schlagzeug. Diese Orchester treten bei allen schulischen Veranstaltungen auf, hinzu kommen außerschulische Auftritte wie z.B. in der Vorweihnachtszeit im Seniorenheim.

  • Umfangreiche Drogenprophylaxe

  • Umfangreiches Leseförderprogramm

  • Gewaltprophylaxe in 5 Modulen

    Im Schuljahr 1999/2000 wurden an der Schillerschule zunehmend Verhaltensauf-fälligkeiten, soziale Defizite, Konflikte und gewalttätige Auseinandersetzungen unter der Schülerschaft beobachtet.
    Um diesen Aggressionen umfassend begegnen zu können, entschlossen sich Goethe- und Schillerschule gemeinsam einen Pädagogischen Tag durchzuführen. Zu diesem Tag wurden auch Mitarbeiter der Stadt, des Jugendamtes, der Kirche, des Jugendzentrums, der Kindergärten und die Schülersprecher eingeladen. Zum selben Thema fand hierzu ein Elternabend statt.
    Das Lehrerkollegium entschied sich für das Fortbildungsprogramm “Konflikt-Kultur” – Soziale Kompetenz und Prävention der AGJ Freiburg. ein Großteil des sozialen Lernens findet nicht mehr in der Familie statt, Kinder und Jugendliche haben aber Bedürfnisse  nach
    •    Orientierung, Sicherung und Struktur
    •    Zugehörigkeit, Zuwendung und Geborgenheit
    •    Einflusss, Beteiligung und Selbstständigkeit
    •    Anregung, Bewegung und Bildung
    •    Erfolg, Anerkennung und Respekt
    Sie lassen diese Bedürfnisse nicht zu Hause zurück, sondern verlangen, dass darauf geantwortet wird.
    Die Vermittlung sozialer Kompetenzen gehört zum Kernauftrag von Schulen. Dabei werden Konflikte als Chancen betrachtet, mit deren Hilfe Kinder und Jugendliche ihre emotionale Intelligenz entwickeln können. Das Fortbildungsprogramm der AGJ besteht aus 4 Modulen.

    Im Modul 1 “Mediation und Streitschlichtung” wurden zunächst 5 Lehrer zu Schulmediatoren ausgebildet. Danach bilden diese Kollegen Schüler der Klassen 8 und 9 zu Streitschlichtern aus. Während jeder großen Pause stehen 2 Streitschlichter zur Verfügung, an die sich die Schüler zur Lösung ihrer Konflikte wenden können. Bei Fällen, die die Schülermediatoren überfordern, tritt ein Schulmediator ein.

    Diese Einrichtung freut sich eines regen Zuspruchs. Die Schülerschaft reagiert erleichtert auf die Hilfen zur gewaltfreien Konfliktlösung. Sie fühlen sich in ihren Problemen angenommen und geben diese positve Erfahrung wieder an Mitschüler weiter. Dadurch wird das “Betriebsklima” der Schule entscheidend verbessert. Die Tätigkeit als Schulmediator wirkte sich auch schon bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz positiv aus.

  • Förderung der Ausbildungsreife und Berufsfindung

    Hidden Movers Award 2010 – Von der Schule in den Beruf

    Der „Hidden Movers Award“, der 2010 zum ersten Mal vergeben wurde, stand unter dem Motto „Von der Schule in den Beruf“ und suchte kreative Basis- und Netzwerkprojekte von gemeinnützigen Organisationen, Initiativen oder Einrichtungen, die Jugendlichen beim Sprung von der Schule in eine Berufsausbildung unterstützen.

    Dieser Preis wurde von der Deloitte-Stiftung vergeben.

    Projekt „Förderung der Ausbildungsreife und Berufsfindung“

    Das Projekt der Grund- und Hauptschule Schillerschule in Waghäusel umfasst die gezielte Vorbereitung der Schüler auf den Übergang in das Berufsleben ab der 5. bis zur 10. Klasse. Das ganzheitliche Konzept zur Förderung der Ausbildungsreife und Berufsfindung beinhaltet neben gängigen Instrumenten wie Berufsberatung, Bewerbungsschreiben oder Pflichtpraktikum auch unkonventionelle Bausteine wie Bewerbungstraining, Eltern-Berufsabende oder Knigge-Kurse. Besonders ist auch die systematische Einbeziehung von Betrieben, die über Praktika hinaus beispielsweise durch die Vorstellung von Berufen im Unterricht in den Berufsorientierungsprozess eingebunden sind. Durch das Projekt konnte der Anteil der Schüler, die einen Ausbildungsplatz erhalten haben, von 20 Prozent auf über 60 Prozent gesteigert werden. Das Projekt wurde mit 25.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Der 1. Preis wurde von der baden-württembergischen Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick persönlich übergeben.

    Filmbericht zum Hidden Movers Preis der Schillerschule [WMV, 30MB]
    Audiobericht zum Hidden Movers Preis der Schilllerschule [MP3]

Berufliches Konzept der Schillerschule

Was verlangen die Betriebe von den zukünftigen Auszubildenden?

  • Fachliche Kompetenz (u.a. Beherrschen von versch. Grundkenntnissen)
  • Personale Kompetenz ( u.a. Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Kritikfähigkeit)
  • Soziale Kompetenz ( u.a. Teamfähigkeit, Höflichkeit)

Klasse 5 – 7

  • Erste Einblicke in die Berufe der Eltern
  • Erkundung von einzelnen Betrieben auch im Hinblick auf den Bildungsplan und den einzelnen Fächerverbünden
  • Informationen einzelner Firmenvertreter über verschiedene Berufe und schulische Voraussetzungen zum Erreichen des Berufs
  • Mutmachtage zur Leistungsmotivation (Ehemalige berichten über ihren schulischen/beruflichen Werdegang

Klasse 8

  • Betriebserkundungen
  • Besuch der beruflichen Schulen
  • Besuch des Berufsinformationszentrums
  • Woche der Berufsinformation
  • Kooperation mit der Agentur für Arbeit
  • Hilfen beim Bewerbungsschreiben
  • Elterninformationsabend
  • Ready – Steady – Go
  • Einzelsprechstunden
  • Mutmachtage
  • Von der Schule betreute Ferienpraktika
  • 2-wöchiges Betriebspraktikum
  • Schuldenberatung
  • Kooperation mit dem Netzwerk „Starke Schule“
    Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen
    zeichnet lernende und innovative Schulen aus, die sich systematisch mit den jeweils spezifischen regionalen und lokalen Rahmenbedingungen auseinandersetzen und auf Veränderungen in ihrem Umfeld aktiv reagieren.

    Prämiert werden Schulen, die
    •    Grundlagen schaffen, indem sie eine nachhaltige Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens betreiben.
    •    Begabungen ausbauen und deutlich machen, wie sie über fachliche Kompetenzen hinaus auch methodische, personale und soziale Kompetenzen fördern.
    •    Übergänge meistern, weil sie einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung der Ausbildungsreife und der Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler legen.
    •    Netzwerke nutzen, indem sie mit dem außerschulischen Umfeld kooperieren.

    (Quelle: http://www.starkeschule.ghst.de/index.php?id=12)

  • Kooperation mit dem Arbeitsforum Waghäusel
  • AsS Projekt Caritas

Klasse 9

  • 1-wöchiges Sozialpraktikum (Pflicht)
  • 1-wöchiges Berufswahlpraktikum (Pflicht)
  • Mehrstündige Eignungstests
  • Mutmachtage
  • Einzelsprechstunde  durch die Agentur für Arbeit
  • Jobberater von der IHK und der Handwerkskammer an der Schule
  • Kooperationspartner an der Schule (Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge – Schuldenberatung –Trainingseinheit Bewerbungsgespräch)
  • Betreute Ferienpraktika
  • Korrektur der Bewerbungsschreiben durch außerschulische Fachleute
  • Kniggekurs
  • AsS Projekt – Caritas

Klasse 10

  • Assessment-Center
  • Einzelsprechstunde durch die Agentur für Arbeit
  • Jobberater von der IHK und der Handwerkskammer an der Schule
  • Betreute Ferienpraktika
  • AsS Projekt – Caritas

www.schillerschule-kirrlach.de

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