SPONSORING – FAHRPLAN

Foto: pixabay.com
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Wie geht man vor ?

“Alle Wege führen nach Rom”, so sagt ein geflügeltes Sprichwort. Aber was sind die Wege, die die Schulen zu potentiellen Sponsorenpartnern führen ?

Schulsponsoring ist im Vergleich zum Sportsponsoring ein noch recht junges Gewächs und somit auch für viele Schulen ein mit Unsicherheit und fehlendem Know-how behaftetes Terrain.

Unser Sponsoring – Fahrplan soll Ihnen helfen, sich in diesem Gebiet besser zurechtzufinden

und bietet Ihnen Tips und Ratschläge, um von Anfang an sich professionell auf dieses Thema vorzubereiten. Unser 13 – Stufen – Fahrplan nimmt für sich nicht in Anspruch ” Allgemeingültigkeit ” für alle Schulen zu besitzen – manche Schulen sind vielleicht schon wesentlich weiter, andere wiederum befinden sich gerade am Anfang -, jedoch bietet er Ihnen die Möglichkeit, den Weg nach Rom – zu Ihren gewünschten Sponsorenpartnern – zu finden.

  1. Jede Schule braucht, um für potentielle Sponsorenpartner interessant zu sein, ein gemeinsam formuliertes Schulprogramm. Daraus erwächst das Schulleitbild, das PR-Konzept und die für die jeweilige Schule gültige Corporate Identity.
  2. Beziehen Sie alle im Schulalltag beteiligten Partner (Lehrer, Schüler, Eltern, Schulträger) mit in den Entscheidungsprozess ein, ob Sponsoring an Ihrer Schule realisiert werden soll.
  3. Bilden Sie an Ihrer Schule einen Arbeitskreis und somit Verantwortliche für das Thema Sponsoring.
  4. Erstellen Sie für Ihre Schule eine Stärken-Schwächen-Analyse. Diese wird Ihnen helfen, Ihre derzeitigen Stärken und natürlich auch Ihre derzeitigen Schwächen, deutlich vor Augen zu führen. Ein potentieller Sponsorenpartner ist natürlich nur an Ihren Stärken interessiert. Diese sollten genau heraus gearbeitet werden – auch in der internen und externen Kommunikation – und dem Sponsorenpartner so ” schmackhaft ” gemacht werden, dass er auch für sich ein gutes Gefühl hat, gerade Ihre Schule zu sponsern. Bedienen Sie sich auch hierzu, wenn Sie Unterstützung brauchen, externer Partner (andere Schulen, Fördervereine, externe Berater).
  5. Definieren Sie für sich Sponsoring – Ziele. Welche Ziele wollen Sie mit Ihrer Sponsoringaktivität erreichen – wollen Sie nur neue Sach – oder Finanzmittel generieren; wollen Sie Ihren Bekanntheitsgrad erhöhen; wollen Sie aktiven Kontakt zu Wirtschaftspartnern finden; neue oder eine andere Qualität Ihrer Schüler erschliessen; oder wollen Sie Ihre Schüler/Innen besser auf das Berufsleben vorbereiten – ?
  6. Formulieren Sie auch für diesen Bereich Leitlinien zum Thema Sponsoring. Klären Sie für sich und Ihre Schule, welche Branchen und Unternehmen nicht zu Ihrer Schule passen. Gleichen Sie Ihr Schulprogramm mit möglichen Branchen und Firmen ab und entscheiden für sich, ob eher ein Handwerksbetrieb besser zu Ihnen passt als beispielsweise Mittelständler und Konzernunternehmen.
  7. Wenn Sie all dies für sich formuliert haben, so erstellen Sie einen Zeitplan und Verantwortlichkeiten.
  8. Nun erfolgt die Detailarbeit für Sie. Verfassen Sie eine Auflistung der für Sie zu fördernden Projekte, im Bereich der evtl. zu verbessernden Ausstattung sowie evtl. Veranstaltungen. Legen Sie die Zielgruppe fest, die mit dem(n) Vorhaben erreichbar sind und erläutern Sie Ihre Ziele. Zeigen Sie den potentiellen Sponsorenpartnern den Kundennutzen auf und verweisen Sie dabei auf Ihre Stärken (s. Stärken-Schwächen-Analyse) sowie die begleitenden internen und externen Kommunikationsmassnahmen (PR-Arbeit) auf. Nennen Sie selbstbewusst Ihre bisherigen Erfolge und eventuelle Referenzen (Schulträger und Medienpartner).
  9. Die Suche nach potentiellen Sponsorenpartnern kann nun beginnen. Nichts liegt näher, als mit solchen Firmen zu beginnen, die in Ihrer unmittelbaren Nähe liegen oder zu denen Sie bereits enge Geschäftsbeziehungen unterhalten ( Zulieferer ). Nutzen Sie weitere Quellen, wie IHK und Handwerkskammern sowie Informationen von Ihrem Schulträger bzw. Eltern Ihrer Schüler oder vielleicht über Ihren Förderverein. Versuchen Sie dann in Erfahrung zu bringen, ob für diese Firmen Schulsponsoring ein Thema sein kann und wer in dem Unternehmen der zuständige Ansprechpartner ist.
  10. Wenn Sie all diese Informationen gesammelt haben, beginnt es erst richtig spannend zu werden – treten Sie erst jetzt in Kontakt mit der (n) für Sie interessanten Firmen und dem zuständigen Ansprechpartner. Stellen Sie sich und Ihre Schule sowie den Grund Ihres Kontaktgespräches klar und unmissverständlich vor und versuchen Sie einen Gesprächstermin in dem Unternehmen Ihrer Wahl zu bekommen.
    Lassen Sie sich nicht frustieren, wenn es anfangs Absagen hagelt, auch ” Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden”. Die Qualität Ihrer Ansprache muss so überzeugend sein, dass Ihr Gegenüber positiv eingenommen ist und er gar nicht anders kann, als Sie zu einem Erstgespräch bei seiner Firma einzuladen.
  11. Sie haben nun den Ersttermin bei dem Unternehmen Ihrer Wahl. Bereiten Sie sich bereits im Vorfeld excellent vor, versuchen Sie soviel wie möglich über diese Firma in Erfahrung zu bringen. Informieren Sie sich im Internet über diese Firma und versuchen Sie noch weitere Quellen anzuzapfen. Je mehr Sie über diese Firma wissen, desto mehr wird Ihr Gesprächspartner von Ihnen beeindruckt sein. Schildern Sie in dem Gespräch noch einmal klar und deutlich Ihr Anliegen und laden Sie Ihren Gesprächspartner – wenn Sie mit dieser Firma weitermachen wollen – dann natürlich zu einem Gegenbesuch in Ihre Schule ein. Versuchen Sie auch während des Gesprächs noch mehr über das Unternehmen in Erfahrung zu bringen – lassen Sie sich herumführen, lassen Sie sich Informationen über Ausbildungsplätze, Betriebspraktika, Schnuppertage u.ä. geben – und zeigen Sie sich immer offen und interessiert. Lassen Sie sich zum Schluss des Gespräches Unterlagen, wie Firmenbroschüren und evtl. Geschäftsberichte geben und bedanken sich herzlich für das interessante und konstruktive Gespräch, mit der Ankündigung einer kurzfristigen Gegeneinladung an Ihrer Schule.

12. Der Tag der Wahrheit kommt ! Und Ihr Besucher auch !

Sie müssen sicher nicht den roten Teppich ausrollen, aber eine gewisse Professionalität

sollten Sie schon zeigen. Hierzu einige Tips:

– Ihr Besucher sollte Ihre Schule einfach finden können, Hinweisschilder auf Ihre Schule

in der Nähe sollten gegeben sein; sehen Sie zu, dass der Name Ihrer Schule für jeden

Besucher gut erkennbar ist.

  • Informieren Sie Ihr Kollegium und Ihre Sekretärin über den anstehenden Besuch
  • Warme und kalte Getränke machen immer einen guten Eindruck
  • Führen Sie beim ” Warm-Up ” Ihren Besuch herum und präsentieren ihm Ihre ” Highlights “, wie Computerraum, Schülerbibliothek, Cafeteria, Sporthalle o.ä.

Nur wer auch etwas besonderes zu bieten hat, kann auch mit Interesse rechnen. Händigen Sie zum Schluss auch Ihre Schulbroschüren aus ( Schulprogramm, Jahrbücher, Schülerzeitungen, Presseberichte ).

Zeigen Sie im Verlauf des Gespräches bei Ihrem Heimspiel Ihr Interesse auf, mit eben diesem Unternehmen im Bereich Sponsoring zusammenarbeiten zu wollen. Gemeinsamkeiten zwischen Ihrem Schulprogramm und der Firmenphilosophie Ihres (r) Wunschkandidaten lassen Freiräume für gemeinsame Synergien.

Wenn Sie all diese Punkte überzeugend und eindrucksvoll Ihrem Gesprächspartner vermittelt haben, so dürften Sie einen neuen oder den ersten Sponsorenpartner für sich gewonnen haben.

Denn Sie wissen ja mittlerweile, alle Wege führen nach Rom, oder aber hinter dem Triumph des Augenblicks stecken viele Stunden harter Arbeit.

Wenn Sie weitere Fragen haben, so setzen Sie sich mit uns in Verbindung:

BEO.M Unternehmensberatung
Tel.: 0172 / 99 88 517

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