Studium mit vertiefter Praxis Agrartechnik: mein Erfahrungsbericht

Name: Lukas Böck
Alter: 22 Jahre
Ausbildung zum: Bachelor of Engineering – Agrartechnik
Studienbeginn: Oktober 2015

LBoeck auf AGRITECHNICA

Der Studiengang Agrartechnik vermittelt Kompetenzen aus den Bereichen Maschinenbau, elektronische Systeme und Betriebswirtschaft im landwirtschaftlichen Kontext und stellt sich damit den aktuellen technischen Herausforderungen bei der Erzeugung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe.

Die Suche nach einem passenden Studium fiel mir nicht leicht.Ich bin sehr technikbegeistert und ein Maschinenbaustudium klang recht spannend für mich. Allerdings habe ich auch großes Interesse an der Landwirtschaft und moderner Agrartechnik. In der Schulzeit habe ich auf landwirtschaftlichen Betrieben mitgearbeitet und auch schon ein paar Praktika bei Landtechnikunternehmen absolviert.

Der Studiengang Agrartechnik an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf war daher die beste Kombination aus beiden Bereichen für mich und zudem mit hohen Anteilen an praktischen Ausbildungsinhalten. Die Kombination aus theoretischen Vorlesungen an der Hochschule, praktischen Schulungen an der Landmaschinenschule Triesdorf und den Praxisphasen im Partnerunternehmen bereitet uns Studierende optimal auf den Berufseinstieg vor.

Betreuung eines Ersteinsatzes CARGOS

Das Studium dauert ca. 3,5 Jahre. Nach dem Praxissemester (5. Semester) kann man zwischen den Schwerpunkten „Entwicklung agrartechnischer Systeme“ oder „Marketing und Management im Agribusiness“ wählen. Meine Wahl fiel auf den Marketing-Schwerpunkt, da dieser Bereich im Laufe des Studiums für mich enorm an Attraktivität gewonnen hat. Das Praxissemester ist grundsätzlich für alle Studierenden verpflichtend.

Außerdem ist es möglich, diesen Studiengang als „Studium mit vertiefter Praxis“ zu belegen. Dieses Modell ähnelt dem dualen Studiensystem. Als ersten Schritt habe ich mich dazu an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in den Studiengang Agrartechnik eingeschrieben. Anschließend sucht man sich selbst in Eigeninitiative ein passendes Partnerunternehmen. Durch eine Stellenausschreibung von CLAAS bin ich auf die Stelle aufmerksam geworden. Nach einem erfolgreichen Bewerbungsverfahren startete die Kooperation bei CLAAS im Anschluss an mein zweites Studiensemester. Ab diesem Zeitpunkt wechselten sich die theoretischen Vorlesungsphasen an der Hochschule und die Praxisphasen im Partnerunternehmen ab.

Der Campus und die Hochschule in Triesdorf – nicht zu verwechseln mit dem Standort Freising – sind sehr familiär und bei Weitem nicht mit den großen Universitäten vergleichbar. Aber genau das ist für mich der Reiz an Triesdorf: die lebenswerte Umgebung im Altmühltal, der hohe Praxisanteil während des Studiums und die überschaubaren Lebenshaltungskosten. Selbst die Professoren kommen zum Großteil aus dem Bereich der (Landtechnik-)Industrie und sind daher in der Lehre sehr praxisorientiert.

Campusbild Triesdorf

Bei CLAAS ist der Studiengang Agrartechnik im Bereich Marketing/Vertrieb angesiedelt. Meine Praxisphasen habe ich daher den Bereichen Produktmanagement, Verkaufsförderung, Gebrauchtmaschinenzentren, Kundendienst und Academy (dem CLAAS Vertriebsschulungsort) absolviert. Während der praktischen Phasen war das vermittelte Wissen der Hochschule enorm hilfreich und hat mich wirklich weitergebracht. Für die Praxiseinsätze ist dann Reisebereitschaft gefragt: Ich war fast in ganz Deutschland unterwegs, um verschiedene Abteilungen und Tätigkeiten kennen zu lernen. Da waren sehr viele tolle Erfahrungen dabei, wie das Mitwirken im Messeteam auf der weltweit größten Landtechnikmesse AGRITECHNICA.

Für das Studium mit vertiefter Praxis ist es hilfreich, auf praktische Erfahrungen aus der Landwirtschaft zurückgreifen zu können, um Zusammenhänge zu verstehen und Ausbildungsinhalte in den praktischen Kontext einordnen zu können. Außerdem ist ein hohes Maß an Eigeninitiative hilfreich, um selbstständig zu arbeiten, zu lernen und zu planen. Darüber hinaus sollte man offen gegenüber neuen Bereichen im Studium, im Unternehmen, für neue Regionen und für den Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen sein.

Ein duales Studium oder auch „Studium mit vertiefter Praxis“ bei CLAAS ist eine interessante Herausforderung in einem zukunftsorientierten Unternehmen, das mit viel praktischen Eindrücken der Landtechnikbranche und tollen Projekten sehr viel Spaß macht.

Zum Studiengang

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