Wie ein 20-jähriger Niederländer die Ozeane vom Plastikmüll befreien will

Klimawandel, Bienensterben und nicht zuletzt Fukushima zeigen die Veränderungen unserer Umwelt und deren Auswirkungen. Langsam wird uns klar, das hier etwas unternommen und nicht nur weiter ausgesessen werden muss. Millionen Tonnen von Plastikmüll belasten unsere Ozeane sowie die darin lebenden Meeresbewohner und auch andere Artgenossen, wie Seevögel und Meeresschildkröten. Dass bahnbrechende und zielführende Ideen nicht nur von Wissensschaftlern kommen müssen, beweist eindrucksvoll der heute gerade einmal 20- jährige Niederländer Boyan Slat.

Foto: The Ocean Cleanup
Foto: The Ocean Cleanup

Schon vor zwei Jahren hatte er damals die Idee für das Konzept Ocean Cleanup  und stellte seine Methode bei einer Konferenz in Delft vor. Das Video von seinem Auftritt wurde ein Riesenerfolg und die Idee nahm langsam Form an. Seitdem konnte Boyan um die 100 Freiwilligen, vor allem Wissenschaftler und Ingenieure für sein Projekt gewinnen. Bei den konventionellen Säuberungsaktionen ziehen Schiffe mit Netzen den Müll aus den Meeren, mit der Konsequenz, dass es elendig lange dauert und sehr kostenintensiv ist. Boyan Slat hatte da eine andere Idee: Er erdachte schwimmende Barrieren, die den Müll passiv auffangen, während sich das Wasser unter ihnen hindurch bewegt. Das meiste Plastik befindet sich in den oberen drei Metern. Die lebenden Organismen können also unter den Barrieren hindurch tauchen, während das Plastik, welches leichter als Wasser ist und somit oben schwimmt, aufgefangen wird.

Foto: The Ocean Cleanup
Foto: The Ocean Cleanup

 

Durch verschiedene Ankerstellen und Schranken kann das Projekt über viele Quadratkilometer ausgedehnt werden und innerhalb von fünf Jahren ist es möglich einen ganzen Ozeanwirbel zu umfassen. Mithilfe einer Machbarkeitsstudie und einem über 530 Seiten umfassenden Ergebnisbericht konnten Boyan und seine Forschungsmitarbeiter den Beweis antreten, dass das Ocean Cleanup-Projekt durchaus realistische Erfolgschancen bietet. Mit einer von ihm initiierten Crowdfunding-Kampagne will Boyan Gelder einsammeln, um mehr Tests durchführen zu können, die Verlässlichkeit der Technik weiter zu garantieren und um sein Team zu vergrößern. Wer von euch also Interesse hat, sich daran zu beteiligen, um dieses ambitionierte Projekt mit zu unterstützen, der gelangt hier direkt zur Crowdfunding-Seite.  

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