Wie Onlinekurse der Ausbildung den Extra-Schub geben

In den letzten Wochen haben sich viele Bereiche der Ausbildung ins Internet verlagert. Das liegt vor allem an den Covid-19-bedingten Einschränkungen, die auch hierzulande zur Schließung der meisten physischen Bildungsangebote führte. Während viele Ausbilder mit der Verlagerung von Lerninhalten und Hausaufgaben in die Onlinewelt tatsächlich Neuland betraten, ist die digitale Fortbildung ihren Kinderschuhen längst entwachsen. Das führte dazu, dass angesichts der aufgrund von Ausgangsbeschränkungen vielfach zu Hause bleibenden Menschen die Nachfrage nach Onlinekursen zu Bildungszwecken merklich anstieg.

Nicht zuletzt setzen deshalb auch immer mehr Organisationen und Verbände auf die digitale Vermittlung von Wissen, denn Studierende jeden Alters können dieses Angebot ganz unabhängig von räumlichen oder zeitlichen Beschränkungen wahrnehmen. Aus gutem Grund, denn die Zeiten sind derzeit günstig, da die Menschen in Ermangelung von Alternativen in Bereichen wie Sport oder Kultur viel mehr Zeit in ihren eigenen vier Wänden zur Verfügung haben. Dabei finden viele an dem Gedanken Gefallen, diese produktiv mit dem Erlernen bestimmter Wissensbereiche auszufüllen. Doch angesichts des schier überwältigenden Angebots stellt sich zuerst einmal die Frage, wie und wo man die richtigen Onlinekurse zum zu Hause-Lernen finden kann.

Zuerst einmal ist es wichtig, sich für einen Themenbereich zu entscheiden, schließlich finden sich von Design über Programmieren, Fremdsprachen und Wirtschaftslehre bis hin zu Gärtnern und Kochen vielfältigste Angebote im Internet. Während viele von ihnen auf hilfreiche Tipps für Dinge des täglichen Lebens oder DIY setzen und dies in Video-Tutorials äußerst anschaulich präsentieren, gibt es viele Angebote aus Bereichen, die sich ideal für Studium oder Beruf nutzen lassen. Dazu zählen sicherlich die Sprachkurse, die vom gängigen Englisch, Französisch, Spanisch bis hin zu Altgriechisch oder Japanisch und Chinesisch unterschiedlichste Varianten der menschlichen Sprache abdecken. Auf diesem Gebiet herrscht eine riesige Auswahl und ein Großteil des Angebots steht Lernwilligen kostenfrei zur Verfügung. Wer lediglich seine Englisch- oder Französischkenntnisse auffrischen möchte oder wer im Urlaub in Italien, Portugal und Spanien mehr als nur „bitte“ und „danke“ in der Landessprache sagen möchte, findet bei YouTube und Co. viele nützliche Clips, die den Wissensdurst stillen. Doch auch bei ausgefallenen Sprachen helfen die kostenlosen Angebote in der Regel weiter, um zumindest den Einstieg erfolgreich zu meistern.

Darüber hinaus gibt es vor allem aus dem englischsprachigen Raum eine Vielzahl an MOOCs (Massive Open Online Courses), bei denen renommierte Universitäten wie Stanford oder Harvard neben kostenpflichtigen auch kostenlose Kurse anbieten. Thematisch geht es dabei meist um studienbegleitende Programme, sodass Interessierte sich dort ein vertieftes Wissen zu wirtschaftlichen, kulturellen oder gesellschaftspolitischen Fragen aneignen können. Doch neben den klassischen Universitäten gibt es inzwischen auch rein digitale Ableger wie Udacity oder Udemy, bei denen Menschen aus einem breiten Spektrum wählen können. Dabei ist es meist möglich, sich den Lehrplan individuell zurechtzulegen, so dass dort jeder nach Belieben und verfügbarer Zeit studieren kann.

Die Online-Unis bieten neben Schnupper-Angeboten vielfach kostenpflichtige Kurse an, sodass es an jedem liegt, festzulegen, wie viel man sich das digitale Lernen kosten lassen möchte. Denn die Unterschiede können beträchtlich sein und im Monat einen bis zu dreistelligen Betrag ausmachen. Doch auch hier hilft oftmals ein wenig Onlinerecherche, denn in den weitaus meisten Fächern gibt es eine Vielzahl an Angeboten, sodass für jeden Geldbeutel die passende Alternative zu finden sein sollte. Dies gilt umso mehr, da die meisten Onlinekurse kostenlose Tests anbieten, damit Interessenten sich mit den Feinheiten vertraut machen können.

Trotzdem sollte sich jeder Interessent intensiv Gedanken über die eigenen Ziele und zeitlichen Kapazitäten machen. Während die Auffrischung eines bekannten Spektrums meist mit wenigen Wochenstunden zu bewerkstelligen ist, benötigt man als Neueinsteiger bei einer Sprache oder einem wirtschaftswissenschaftlichen Kurs sicherlich über einen längeren Zeitraum eine zweistellige Stundenzahl je Woche. Da nicht jeder die Zeit oder das Interesse hat, dies umzusetzen, sollte man sich vorher entscheiden, denn kaum etwas ist demotivierender, als einen Kurs nach kurzer Zeit oder gar kurz vor Ende abzubrechen, weil einem schlicht die Zeit für eine Fortführung fehlt. Doch sind diese Einstiegsgedanken erst einmal gemacht, ist der nächste Onlinekurs meist nur wenige Klicks entfernt.


Ein Gastbeitrag Ridge Media OÜ.

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