Auf Rollen für Flüchtlinge

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“Ich hatte schon lange vor, etwas für die ankommenden Flüchtlinge zu tun. Ich wusste nur nicht, wie“, sagt Benjamin Waldow, der an der Universität Witten/Herdecke „Philosophie, Politik und Ökonomik“ (PPÖ) studiert. Dann kam ihm eine Idee. „Um etwas zu bewegen, muss man sich erst einmal selbst bewegen. Mein Hauptfortbewegungsmittel ist das Longboard, also ein längeres Skateboard. Und da liegt es natürlich nahe, persönliches Engagement mit dem umzusetzen, was man hat und kann. Und gerne tut.“ Also wird der 22-Jährige vom 26. September bis zum 2. Oktober von Hannover nach Witten fahren und auf dem Weg Flüchtlingsunterkünfte und Initiativen besuchen, um Erfahrungen auszutauschen und gleichzeitig auf das Schicksal der Flüchtlinge aufmerksam zu machen. „Auf dem Weg von Stadt zu Stadt ist jeder herzlich eingeladen, sich mir anzuschließen, um ein sich bewegendes Zeichen für eine Willkommenskultur in Deutschland zu setzen“, sagt Benjamin Waldow. „Ob die Leute auf einem Longboard, einem normalen Skateboard, auf Fahrrädern oder auf Inline-Skates mitkommen, ist dabei nicht entscheidend. Hauptsache, es bewegt sich etwas.“

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Bei der Aktion „Auf Rollen für Flüchtlinge“ (www.aufrollenfuerfluechtlinge.de) geht es jedoch nicht nur darum, die Situation der Flüchtlinge aufzuzeigen, sondern auch auf die vielen ehrenamtlichen Helfer in der Flüchtlingsbetreuung und die Menschen in der öffentlichen Verwaltung aufmerksam zu machen, die sich persönlich engagieren. Enden soll die Tour am 2. Oktober in Witten. Hier findet ein Benefizkonzert statt, das den Auftakt für eine dreitägige Veranstaltungsreihe bildet. Das gespendete Geld kommt den Flüchtlingen zugute, die auf dem Gelände des dortigen Instituts für Waldorfpädagogik untergebracht sind. Finanziert werden damit sozio-kulturelle Projekte und Sprachkurse. „Durch meine Tätigkeit in einem anderen Projekt kenne ich alle Flüchtlingsverantwortlichen vor Ort und habe die Möglichkeit, die Verwendung der Spenden genau nachzuvollziehen und auch darüber zu berichten“, so Waldow. „Dies ist auch der Grund, wieso das Geld nicht an überregionale Organisationen wie zum Beispiel das Rote Kreuz oder die Caritas fließt, die auch tolle Aktionen durchführen und sich bei dem Thema sehr engagieren.“

Seit fast drei Jahren fährt Benjamin Waldow mit seinem Longboard namens „Tessa“ und viel Einsatz und Leidenschaft durch Deutschland, Europa und die Welt. Noch mehr Einsatz war aber nötig, um die Aktion „Auf Rollen für Flüchtlinge“ zu organisieren. „Alle Menschen, mit denen ich telefoniert habe, stecken bis zum Hals in Arbeit, um den Flüchtlingen zu helfen. Ich kann nicht erwarten, dass man mir überall Zugang gewährt und mich vielleicht auch noch begleitet. Und trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die von einer Idee überzeugt sind und diese gerne unterstützen möchten. All diesen Leuten möchte ich besonders herzlich danken“, sagt er.

www.aufrollenfuerfluechtlinge.de

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