Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik – mein Erfahrungsbericht

So viel kann man aus Kunststoffen machen: zum Beispiel Bälle.

Die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik dauert drei Jahre und wird im dualen Schulsystem (Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule) gelehrt.

Ziel der Ausbildung ist es die Verarbeitung sowie die Vielseitigkeit von Kunststoffen zu kennen und praktisch anzuwenden.

Im ersten Ausbildungsjahr werden Grundlagen der Metall- und Kunststoffbearbeitung vermittelt. Die Auszubildenden lernen verschiedene Fertigkeiten wie beispielsweise Feilen, Bohren, Sägen sowie die Funktionsweise der Pneumatik.

Mit den Grundkenntnissen der Kunststoffbearbeitung „im Gepäck“ erhalten die Mädchen und Jungen einen ersten Einblick in ein Werk. Durch die Arbeit in Betriebsbüro, Versand und Fertigungsplanung lernen sie, wie ein Unternehmen funktioniert, ein Produkt geplant wird und entsteht.

Im zweiten Ausbildungsjahr wird ein großes Augenmerk auf die Abschlussprüfung Teil 1 gelegt, die 25 Prozent zur Abschlussprüfung beiträgt. Hier werden die erlernten Fähigkeiten aus dem ersten Ausbildungsjahr praktisch und theoretisch abgefragt. Nach dem ersten Teil der Abschlussprüfung steht die Produktion im Mittelpunkt. In der Berufsschule lernen die Auszubildenden diverse Verarbeitungsarten kennen. Im Unternehmen werden die fertigungstechnischen Voraussetzungen am Produkt bzw. an der Extrusionseinheit vermittelt.

Das dritte Ausbildungsjahr dient der Vertiefung der erlernten Fähigkeiten. Die Auszubildenden arbeiten nahezu selbstständig in der Produktion. Das angeeignete Wissen wird in Form der Abschlussprüfung Teil 2 abgefragt. Hier wird Wert auf praktisches und theoretisches Wissen über Kunststoffe und deren Verarbeitung gelegt. Dazu gehört auch ein Verständnis der Maschine, das unter Beweis gestellt werden muss. Nach erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung erhalten die Mädchen und Jungen ihren Abschluss – den Gesellenbrief.

Jugendliche, die diesen Beruf erlernen möchten, sollten Interesse für  die Vielfalt von Kunststoffen und auch deren Verarbeitungsmöglichkeiten mitbringen. Auch Teamfähigkeit ist von  großer Bedeutung, da viel Wert auf Zusammenarbeit und ein Miteinander gelegt wird. Verfügen die Bewerber zusätzlich über grundlegendes Wissen in Mathe, Physik und Chemie, steht einer  erfolgreichen Karriere als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik nichts mehr im Wege.

Thomas Gawlik, Auszubildender zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik bei REHAU AG + Co.

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