Auslandsaufenthalt im Lebenslauf: Tipps für deinen Erfolg

Ein Auslandsaufenthalt bringt dich immer irgendwie weiter: Lebenserfahrung, Sprachkenntnisse, neue Menschen und Kulturen und vor allem auch Erfahrungen, die du im Job einbringen kannst. Viele Arbeitgeber wissen es zu schätzen, wenn Bewerber sich im Ausland persönlich wie auch beruflich weiterentwickeln. Damit diese Erfahrung aber nicht nur wie ein schöner Urlaubsaufenthalt wirkt, sollte sie ansprechend in der Bewerbung dargestellt und platziert werden. Mit einigen Tipps bist du deinem Traumjob damit bereits einen großen Schritt näher. 

Den Auslandsaufenthalt im Lebenslauf unterbringen – so geht’s  

Manchmal ist man richtig hungrig nach neuen Erlebnissen und tollen Eindrücken. Man möchte etwas erleben und raus in die Welt gehen. Dafür eignet sich ein Auslandsaufenthalt perfekt. Ganz gleich, ob Praktikum, Sabbatical, längere Reise oder Ehrenamt – diese Auslandserfahrung kann dir später niemand mehr nehmen. Doch wie erkläre ich diesen längeren Aufenthalt dann im Lebenslauf? Handelt es sich bei diesem Zeitfenster vielleicht sogar um die vermeintliche Lücke im Lebenslauf? Keine Sorge. Wer den Auslandsaufenthalt richtig formuliert darstellt und ehrlich ist, hat nichts zu befürchten.

Ist Auslandserfahrung für die Bewerbung wirklich relevant?

Mittlerweile gehört es sogar fast schon zum guten Ton, einen Auslandsaufenthalt im Lebenslauf anzugeben. Viele Verantwortliche in den unterschiedlichen Firmen verbinden damit Kompetenzen, die sowohl dir persönlich als auch dem Unternehmen weiterhelfen können. In jedem Fall kannst du dich mit einem Auslandaufenthalt und der Erfahrung, die du dort gemacht hast, von anderen Bewerbern abheben. Da die Wahrscheinlichkeit äußerst gering ist, dass ein Konkurrent genau zur gleichen Zeit am selben Ort war und dort eine ähnliche Tätigkeit ausgeübt hat, ist doch sehr gering. Das bedeutet wiederum, dass ein Auslandsaufenthalt immer eine persönliche Note in die Bewerbung bringt und dich und deinen Lebenslauf einzigartig macht. Hast du dich zudem noch bei einem internationalen Unternehmen beworben, kann dich diese Angabe doppelt weiterbringen. Doch keine Sorge: Auch ohne Auslandsaufenthalt hast du Chancen auf den neuen Job. Denn ausschlaggebend sind weiterhin natürlich auch die fachlichen Qualifikationen.

Ehrlich währt am längsten …

Das Wichtigste vorweg: Mit der Wahrheit kommt man in jeder Lebenslage am weitesten. Das gilt im Privaten genauso wie im Job. Hast du also zum Beispiel nach dem Abitur einen verlängerten Auslandsaufenthalt absolviert, dann solltest du diesen auch unbedingt im Lebenslauf angeben. Zum einen zeigt es dem Arbeitgeber, dass du ehrlich bist. Und zum anderen zeugt Auslandserfahrung immer auch von Selbstbewusstsein und Zielstrebigkeit. Beides sind Eigenschaften, die im Job gefragt sind. Die Angabe zu dem Auslandsaufenthalt ist in jedem Fall eine Frage der Formulierung. Ein guter Tipp: Überlege dir, was du in der Zeit im Ausland alles gemacht hast. Kannst zu zum Beispiel jetzt die Sprache fließend, obwohl du „nur“ herumgereist bist? Super. Dann bring diesen Punkt als gute Sprachkenntnisse ein.

Eine gute Vorbereitung hilft

Wenn du bereits vor deinem Auslandsaufenthalt weißt, wohin deine berufliche Reise gehen soll, hast du sozusagen schon ein Ass im Ärmel. Nun stehen dir nämlich alle Wege offen und du kannst während des Aufenthaltes sogar perspektivisch berufliche Erfahrungen sammeln. Stimme deinen Trip auf deinen Traumjob ab. Vielleicht kannst du dich dort ehrenamtlich engagieren oder ein Praktikum absolvieren. Eventuell lernst du ja auch die richtigen Menschen kennen, die dir sogar als spätere Kontakte weiterhelfen oder im Lebenslauf als Empfehlung genannt werden können.

Fähigkeiten einbringen und richtig benennen

An dieser Stelle sind nicht unbedingt Noten und Qualifikationen gefragt. Auch mit sogenannten Soft Skills kannst du beim Traumarbeitgeber Pluspunkte sammeln. Und nicht nur dort. Denn diese weichen Faktoren oder persönlichen und sozialen Kompetenzen, die nicht faktisch belegbar sind, machen dich unter anderem zu dem, was du bist. Zu den Soft Skills gehören zum Beispiel Flexibilität, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein oder auch Eigenständigkeit. Und wo, wenn nicht bei einem Auslandsaufenthalt, kann man diese Kompetenzen besser erwerben? Überlege dir also, welche Erfahrungen dir für deinen Job zugute kommen könnten und welche Eigenschaften du dir dadurch angeeignet hast. Unter dem Punkt Fertigkeiten kannst du sie hervorragend im Lebenslauf anbringen.

Wo ist der richtige Platz im Lebenslauf?

Das Beste an einem Auslandsaufenthalt ist, neben den großartigen Erfahrungen, die Vielfältigkeit. Auch im Lebenslauf macht sich das bemerkbar. Im Klartext bedeutet es, dass der Aufenthalt im Ausland an mehreren Stellen platziert werden kann. Das ist immer abhängig von deinen Tätigkeiten dort. Hast du dich darauf konzentriert, die Sprache zu lernen, kannst du den Erwerb von Sprachkenntnissen unter dem Punkt Ausbildung anbringen. Ein Auslandspraktikum oder eine ehrenamtliche Tätigkeit kann zum Beispiel unter Berufserfahrung einsortiert werden. Warst du häufiger als zweimal in einem anderen Land, kannst du sogar einen eigenen Punkt Auslandserfahrung eröffnen und deine Erfahrungen dort einbringen.

Doch Obacht: In keinem Fall solltest du die Aufenthalte doppelt erwähnen. Personaler haben für die einzelnen Bewerbungen nicht viel Zeit. Führst du deine Erfahrung an mehreren Stellen auf, wirkt das etwas aufgebläht und übertrieben. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass deine Bewerbung dann schneller aussortiert wird.

Wie sollten die Auslandsaufenthalte dargestellt werden?

Mache es wie bei Tätigkeiten, die du hier absolviert hast – beschreibe detailliert:

  • den Grund des Aufenthaltes, zum Beispiel das Unternehmen, in dem du ein Praktikum absolviert oder die freiwillige Arbeit geleistet hast,
  • die Tätigkeit, wie Sprachunterricht,
  • den Ort inklusive Land und Stadt,
  • den Zeitraum.

Hast du sogar ein Zeugnis erhalten oder eine andere Qualifikation erworben, solltest du diese unbedingt zu den Unterlagen deiner Bewerbung legen und beim Arbeitgeber einreichen.

Ist Auslandserfahrung immer wichtig?

Ob dein Auslandsaufenthalt in deinen Lebenslauf gehört, hängt von mehreren Faktoren ab. Denn selbstverständlich musst du deine Bewerbung immer auf die Stellenausschreibung und das Unternehmen abstimmen. Eine 08/15 Bewerbung möchte heutzutage niemand mehr lesen. Deshalb ist der Punkt Auslandserfahrung abhängig davon, bei welchem Unternehmen du dich letztendlich bewirbst. Handelt es sich um einen international aufgestellten Konzern? Dann ist die Angabe wichtig. Bei einer kleinen und lokal agierenden Firma wird sicherlich nicht so viel Wert auf deine Erfahrung im Ausland gelegt. Die Verantwortlichen könnten dich im Bewerbungsverfahren sogar als überqualifiziert aussortieren. Auch deine zukünftigen Aufgaben und Tätigkeiten sind für die Angabe des Auslandsaufenthaltes von Bedeutung. Außerdem solltest du die Erwähnung des Trips gut überdenken, wenn seit der Reise bereits viele Jahre ins Land gezogen sind.

Fazit

Mit einem Auslandsaufenthalt und der Erfahrung, die du dort gemacht hast, kannst du auf jeden Fall überzeugen. Wichtig ist jedoch, dass die Angaben für die Stelle, auf die du dich bewirbst, relevant sind. Die Verantwortlichen in den Unternehmen interessieren sich für das was dich ausmacht und für deine fachlichen Qualitäten. Wenn du also Soft Skills im neuen Job einbringen kannst, die du während des Auslandsaufenthalts erworben hast, sind diese Angaben wichtig. Vermeide jedoch unwichtige Angaben und richte deinen Lebenslauf immer auf die Stellenausschreibung aus.


Ein Gastbeitrag von Lebenslauf.de

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