Bildung in der Coronakrise – Forschungsergebnisse des ifo Instituts

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, wurden im Laufe des ersten Halbjahres 2020 in vielen Ländern die Schulen für mehrere Monate geschlossen. Um zu erfahren, mit welchen Aktivitäten die Schulkinder die Zeit der Schulschließungen verbracht haben, hat das ifo Institut eine deutschlandweite Umfrage unter mehr als 1 000 Eltern von Schulkindern durchgeführt. Die Zeit, die Schulkinder mit schulischen Aktivitäten verbracht haben, hat sich während Corona von 7,4 auf 3,6 Stunden täglich halbiert. 38% der Schüler*innen haben höchstens zwei Stunden pro Tag gelernt, 74% höchstens vier Stunden. Mehr als die Hälfte der Schüler*innen

(57%) hatte seltener als einmal pro Woche gemeinsamen Online-Unterricht, nur 6% täglich. Noch seltener hatten die Schüler*innen individuellen Kontakt mit ihren Lehrkräften. Fast alle Schüler*innen (96%) erhielten wöchentlich Aufgabenblätter zur Bearbeitung, knapp zwei Drittel (64%) bekamen dazu zumindest einmal pro Woche Rückmeldung. Anhand einer repräsentativen Stichprobe wurde die Meinung der deutschen Bevölkerung zur Bildungspolitik während Corona untersucht. Große Mehrheiten befürworten verpflichtenden Online-Unterricht bei Schulschließung (79%), Anweisungen der Lehrkräfte zu täglichem Kontakt mit den Schüler*innen (78%) und eine intensivere Betreuung von Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen (83%).

Zu den Forschungsergebnissen

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