Chemielaborant – mein Erfahrungsbericht

Mein Name ist Moritz Jansen, ich bin 20 Jahre alt und mache eine Ausbildung zum Chemielaboranten bei den Quarzwerken in Frechen seit dem 01.08.2018 und bin aktuell im 2. Lehrjahr. Die Quarzwerke haben sich auf die Gewinnung, Aufbereitung und Veredelung von Mineralien spezialisiert, welche unter anderem in der Glasindustrie zum Einsatz kommen.

Durch mein großes Interesse an Chemie und meinem Wunsch, Praxis und Theorie möglichst gut zu kombinieren, fiel meine Wahl bei einer Ausbildungssuche auf den Beruf des Chemielaboranten. Dabei bin ich viel auf den Beinen, ich analysiere, hole Proben und zur Abwechslung setze ich mich auch mal an den Computer, um meine Analysen auszuwerten.

Meine Arbeit bei den Quarzwerken besteht aktuell überwiegend aus der Produktions- bzw. Qualitätskontrolle. Dabei analysiere ich Sande und Mehle auf ihre verschiedensten Bestandteile und Eigenschaften, damit unsere Kunden das bestmögliche Produkt erhalten. Während meiner Ausbildung in Frechen durchwandere ich die verschiedenen Abteilungen und lerne mich in jeder zurecht zu finden und erlange die Qualifikation, eigenständig zu arbeiten.

Im ersten Ausbildungsjahr war ich der Nasschemie zugeteilt. Hier überprüfte ich die Eigenschaften der Produkte. Welche Leitfähigkeit besitzen sie? Welchen pH-Wert hat die Probe? Solche und weitere Fragen beantwortete ich mit meinen Analysen. Ich bestimmte Oberflächen, magnetische Anteile, Viskositäten und viele weitere Eigenschaften, welche wichtig für den weiteren Gebrauch unserer Produkte sind.

Im zweiten Ausbildungsjahr wurde ich in die Röntgen-Fluoreszenz versetzt. Hier bestimme ich mittels Röntgen-Beugungs-Analysen die Phasen der  Mineralien, bspw. Quarz, aus denen meine Probe besteht und mit der Röntgen-Fluoreszenz-Analyse bestimmte ich die chemische Zusammensetzung der Elemente meiner Probe. Dadurch bekomme ich einen Einblick in die Mineralogie unserer Produkte und kann damit die Frage „Was ist da eigentlich drin?“ beantworten.

Neben meiner Arbeit im Betrieb besuche ich im Blockunterricht noch eine Berufsschule und ein überbetriebliches Lehrlabor. In der Berufsschule lerne ich alles an Theorie, was ich für meine zukünftige Arbeit als Chemielaborant brauche. Hierbei wird natürlich besonders auf die Abschlussprüfung hingearbeitet. Wir gehen verschiedenste Mechanismen durch, sprechen über Synthesen und physikalische Zusammenhänge.

In dem Lehrlabor setze ich die Theorie aus der Schule in die Praxis um. Hier erlerne ich das Handwerk, welches im Beruf des Chemielaboranten enthalten ist. Der Aufbau einer Apparatur, das Protokollieren des Versuchs, die Reinigung und Entsorgung der Reaktionsbehälter und Chemikalien und letztlich auch die Auswertung der Ergebnisse. Hier treffe ich auch auf Auszubildende aus anderen Betrieben, wodurch man einen sehr guten Überblick über die Breite der Ausbildung hat.

Blockübergreifend lernt man als Chemielaborant allerdings nicht nur Chemisches. Themen wie Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Gesundheitsschutz sind äußerst wichtig und werden ebenfalls von der IHK gefordert. Dies immer im Hinterkopf, sollte man Respekt vor den Chemikalien haben, mit denen man arbeitet und sie auch gewissenhaft einsetzen. Dies dient sowohl dem Zweck, genaue Ergebnisse zu erhalten, als auch dem Eigenschutz und dem Schutz der Mitmenschen.

Für mich war es die richtige Entscheidung, den Beruf des Chemielaboranten erlernen zu wollen. Hier kann ich meinen Interessen optimal nachgehen. Durch die praktische Durchführung der Versuche und der Lösung theoretischer Aufgaben habe ich für mich die richtige Abwechslung gefunden, welche ich in meinem Alltag brauche.

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