CodingKids – das Leitmedium für die digitale Bildung

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rexhausen2_mittelDie Digitalisierung verändert unsere Welt. Diese Botschaft ist mittlerweile auch an und in unseren Schulen angekommen. Wie sehen digitale Schulen heute und morgen ganz konkret aus? Welche Unterstützung brauchen Lehrende wirklich? Dazu tauscht sich wissensschule heute mit Sandra Rexhausen aus, Geschäftsführerin von Einhorn Solutions, sie hat CodingKids gegründet.

Frau Rexhausen, stellen Sie bitte unseren Leserinnen und Lesern Ihr Produkt CodingKids einmal kurz vor?

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Coding Kids ist das neue Magazin für digitale Bildung, es richtet sich an Eltern, Großeltern, Kinder und Lehrer. Ausgangspunkt von Coding Kids war die Erkenntnis, dass sich unsere Welt gerade rasant wandelt. Die Frage ist doch, wie wir als Menschen und Gesellschaft mit dieser digitalen Revolution umgehen. Gerade unsere Jüngsten müssen wir darauf vorbereiten und ihnen Kompetenzen und Fähigkeiten für die digitale Welt mitgeben.

Das Magazin Coding Kids sehen wir deshalb als Kompetenz-Plattform. Wir bieten Eltern und Großeltern Orientierung über digitale Angebote und Produkte, geben ganz konkret Ratschläge und Tipps und vermitteln pädagogischen Rat. Wir versammeln prominente Stimmen zur Debatte über digitale Bildung. Und wir wecken bei Kindern Faszination fürs Tüfteln mit Programmiercode und Technik. Das Magazin gibt es zum Start digital auf www.codingkids.de, bald auch als gedrucktes Magazin. Alle Neuigkeiten, Tipps und Tricks gibt es außerdem bequem auf unserer Facebook-Seite (facebook.com/codingkids.de). 

Mal wieder läuft Deutschland einer technologischen Entwicklung hinterher. Während in anderen Ländern Programmierung bereits in der Grundschule gelehrt wird, ergehen wir uns im schulischen Bereich z.T. noch in Grundsatzdiskussionen. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Wir finden es prinzipiell gut, dass über Bildung intensiv diskutiert wird. Nur so können alle Stimmen gehört werden. Aus all den Vorschlägen und Ideen müssen wir als Gesellschaft aber letztlich Schlüsse ziehen, wo es in der Bildung hingehen soll. Und das besser früher als später.

Als journalistisches Medium richtet Coding Kids natürlich auch den Blick ins Ausland. Wo gibt es schon interessante Ansätze, digitale Inhalte, Medienbildung oder gar Programmieren in die Schulen zu bringen? Niemand weiß, ob Programmieren ab Klasse 1, wie in Großbritannien, nun der Königsweg ist. Oder ob man nicht lieber Programmierkonzepte in alle Fächer integrieren sollte, in den Biologie-, Englisch- oder sogar Sportunterricht, wie in Finnland. Wir sehen in vielen Ländern sehr interessante Ansätze. 

Nur digital kompetente Lehrer garantieren digital kompetente Schüler. Würden Sie das so unterschreiben und wo stehen wir realistischerweise hier?

Digitale Bildung und die Vermittlung von Medienkompetenz gehört in die Schulen, davon sind wir überzeugt. Nur in den Schulen kann es gelingen, solche Fähigkeiten zu demokratisieren. Nirgendwo sonst kommen Kinder und Jugendliche aller gesellschaftlichen Schichten und Bildungsniveaus noch einmal in dieser Form zusammen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass auch die Lehrkräfte digital kompetent sind. Idealerweise beginnt das im Studium und wird im Referendariat vertieft. Was wir von vielen Lehrern aus der Praxis hören, klingt leider anders. Generell ist es unserem Eindruck nach so, dass es an zahllosen Schulen in Deutschland schon heute Lehrerinnen und Lehrer gibt, die auf eigene Faust und oft eigene Rechnung digitale Ansätze in den Unterricht bringen. Das sind aber oft noch Einzelkämpfer. Solche digitalen Vorbilder porträtieren wir in unserem Magazin in der Porträt-Serie „Das Vorbild“.

Als Gesellschaft müssen wir solche Bemühungen unbedingt fördern. Dazu gehört, dass Schulen mit einer Internetanbindung ausgestattet werden. Dazu gehört, dass es funktionierende Hardware gibt und eigens dafür bezahlte Menschen, die sich darum kümmern. Und dazu zählt auch, dass sich Bildungspolitiker auf ein ansatzweise einheitliches Ziel einigen, auf das wir hinarbeiten wollen. Und die Lehrer nicht inmitten verschiedener Konzepte und Zuständigkeiten alleine gelassen werden. 

Während in den USA Milliardenbeträge in Bildungsplattformen investiert werden, ist man in Deutschland bei der Hardware stehengeblieben.Digitales Lernen bedeutet bei uns, dass in den Klassen ein Whiteboard und Laptops stehen. Die Form und Inhalte des Lernens müssen aber auch angepasst werden. Wie sollten die Ihrer Meinung nach aussehen?

Den einen richtigen Weg gibt es sicherlich nicht. Aber wir hören in vielen Gesprächen mit Lehrern, wie sie erfolgreich digitale Konzepte in ihre Schulstunden integrieren, damit neue Lernwege aufzeigen, die Schülerinnen und Schüler motivieren und – neben den fachlichen Inhalten – quasi „nebenbei“ noch die Medienkompetenzen fördern.

Das kann zum Beispiel bedeuten, dass die Klasse ihre Hausaufgaben einmal in einem klasseninternen Dokument mit Google Docs erstellt. Schüler und Lehrer kommentieren und verbessern gemeinsam und kommen zusammen auf neue Ideen. Oder eine Klasse lernt Latein-Vokabeln, in dem die Kinder auf dem Schulhof QR-Codes mit dem Smartphone scannen und damit verknüpfte Aufgaben lösen. Oder erarbeitetes Wissen wird in einem Wiki gesammelt. Oder die Kinder erstellen Lernvideos zu den Unterrichtsinhalten, lernen nicht nur fachliche Informationen, sondern zugleich den Umgang mit den Medien. Die Möglichkeiten sind endlos.

Wie verändert die Methodik des digitalen Lernens aus Ihrer Sicht zukünftig die Rolle des Lehrers?

Inwieweit sich die Rolle der Lehrkräfte verändert, vermag ich nicht zu pauschalisieren. Ich glaube aber, dass Lehrerinnen und Lehrer aller Fachrichtungen neue Kompetenzen über ihre fachliche Qualifikation hinaus erwerben müssen. Das werden auch ältere Kollegen tun müssen. Entscheidend wird sein, die Lehrkräfte dabei zu unterstützen. Es kann nicht sein, dass enthusiastische Lehrkräfte, die mit viel Kraft und Mühe digitale Inhalte in den Unterricht bringen, als Nerds abgetan werden.

CodingKids versteht sich als Leitmedium für die digitale Bildung. Hier dreht sich alles um Medienkompetenz, Programmierung, Roboter und Technik. Welchen konkreten Nutzen bzw. Mehrwert generiert CodingKids für seine Zielgruppen?

Das Magazin Coding Kids versteht sich als kompetenter Ratgeber für digitale Bildung. Welche Angebote für Kinder lohnen sich? Welche sind das Geld nicht wert? Womit können Jugendliche super digital tüfteln? Was ist Minecraft und wie können Kinder und Eltern es gemeinsam auf gute Weise nutzen? Das sind Fragen, die viele Eltern beschäftigen und die wir beantworten möchten. Wir ermöglichen Kindern, sich spielerisch, aktiv und selbstbestimmt mit der digitalen Welt auseinanderzusetzen. Als Kompetenz-Plattform für Erwachsene begleitet Coding Kids zugleich die großen Trends und Debatten der digitalen Bildung und unterstützt Eltern und Pädagogen praktisch und konstruktiv.Lehrer zum Beispiel wollen wir mit Best-Practice-Beispielen bei ihren Bemühungen helfen, digitale Ansätze in die Schulklassen zu tragen.

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