Menschen sprechen zu leise über wichtiges, zu laut über unnötiges, zu viel über andere, zu wenig miteinander, und zu oft ohne nachzudenken.

Den digitalen Wandel an Schulen gestalten – systematisch und unterstützt in regionalen Schulnetzwerken

14. Dezember 2017

Viele Schulen stehen aktuell vor der Herausforderung, digitale Medien und Werkzeuge in Unterricht und Arbeitsorganisation zu integrieren, um so kooperative Arbeits- Lehr- und Lernformen zu fördern.  Doch wie sehen überhaupt gelungene Unterrichtsszenarien mit digitalen Medien aus, welche technische Ausstattung ist dazu notwendig und wie können die notwendigen Kompetenzen für ihre Nutzung im Kollegium vermittelt werden?  Bisher sind sich Schulen bei der Beantwortung dieser Fragen oft auf sich allein gestellt: Nur selten wird die Erfahrung und Unterstützung anderen Schulen und außerschulischer Experten systematisch miteinbezogen und genutzt.

Austausch und Unterstützung im Schulnetzwerk

Zur Begleitung und Unterstützung von Schulen und Schulträgern beim Prozess der Integration digitaler Medien, hat das LearningLab der Universität Duisburg-Essen in einigen Städten in Nordrhein-Westfalen regionale Schulnetzwerke gegründet. Die Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement begleiten die Arbeit der Netzwerke durch Beratung und Moderation. Akteure aus Schulleitung, Kollegium, Lehrerfortbildung, Schulverwaltung und IT-Dienstleistung kommen im Rahmen dieser Netzwerke zusammen und erarbeiten umfassende und arbeitsteilige Lösungen für eine nachhaltige Medienintegration an Schulen mit pädagogischem Mehrwert. Im Austausch mit anderen Schulen und unterstützenden Akteuren erhalten die beteiligten Schulen so die Gelegenheit, Inspirationen zu sammeln und eigene Methoden und Prozesse zu überdenken und zu verbessern. Zudem fördert die Kommunikation das Bewusstsein um eigene Besonderheiten, Stärken und ungenutzte Potenziale und trägt somit zur Profilbildung bei. Zudem fördert einen positiver Wettbewerb zwischen den Schulen oft die Umsetzung von Innovationen.

Von der Vision zur Strategie

Der Einstieg in diese Form der Netzwerkarbeit ist als Zukunftswerkstatt gestaltet, bei der zuerst eine schulübergreifende Vision vom Lernen, Lehren und Arbeiten mit digitalen Medien entwickelt wird und Entwicklungsziele und Strategien bestimmt werden. Die weitere Zusammenarbeit erfolgt arbeitsteilig in verschiedenen Gremien (Lenkungsrunde, Schulleitungen, Fachlehrer, Arbeitsgemeinschaften), wobei regelmäßige Netzwerktreffen zur Fortbildung (oft im Barcamp-Format) den Lehrkräften die Möglichkeit zum praxisnahen Austausch bieten.

Digitalisierung: Ein Thema, viel Baustellen

Die Integration digitaler Medien sollte als langfristige Querschnittsaufgabe der Schulentwicklung verstanden werden, die weitreichende Auswirkungen auf die  Personalentwicklung, Pädagogik und die Organisation einer Schule hat. Auftraggeberin der regionalen Schulnetzwerke ist die Kommune als Schulträger.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden sich unter:

https://learninglab.uni-due.de/forschung/projekte/medienintegration-als-schulentwicklungsprozess-regionalen-netzwerken-nrw

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Tobias Düttmann

Über den Autor | Tobias Düttmann, M.A., betreut als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement der Universität Duisburg-Essen regionale Schulnetzwerke in Köln, Duisburg, Willich und Kempen.

Veröffentlicht am 14.12.17

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Wie sagte schon Bacon: „Wissen ist Macht!“
*Francis Bacon, 1561 - 1625, Philosoph & Jurist
 

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