Destillateur – Mein Erfahrungsbericht

Foto: Albi Perrig  / pixelio.de
Foto: Albi Perrig / pixelio.de

Nachdem ich bereits im  Oktober 2011 mein Wirtschaftspraktikum bei einem mittelständischen, norddeutschen Spirituosenbetrieb absolvieren durfte, befinde ich mich nun im 2. Ausbildungsjahr zum Destillateur und möchte gerne über meine Erfahrungen in diesem Beruf berichten.

Als Destillateur, erzeugt man neben Spirituosen wie z.B. Obstbränden, Geisten oder Likören auch Essenzen, Aromen und etherische Öle, die dann nach verschiedensten Rezepturen, mit Wasser, Zucker, Fruchtsäften und hochprozentigem Alkohol gemischt werden.

Die Ausbildung zum Destillateur erfolgt im dualen System – also im Ausbildungsbetrieb und in der Schule. Während im Berufsschulunterricht, der zweimal im Jahr als Block in Dortmund stattfindet, die notwendige Theorie vermittelt wird, erlernt man das praktische, aber natürlich auch theoretische Wissen, im jeweiligen Ausbildungsbetrieb.

Neben der Herstellung und Entwicklung von Spirituosen und deren sensorischer Überprüfung, zählen auch das Kontrollieren und Erkennen von Rohstoffen, sowie das Bedienen und Warten von Maschinen und Anlagen zu meinem Betätigungsfeld.

Selbstständiges, zuverlässiges und termingerechtes Arbeiten, sowie ein hohes Maß an Sorgfältigkeit und Pflichtbewusstsein, gerade im Bezug auf Hygiene, sind unerlässlich, da der Verbraucher nur einwandfreie Produkte erhalten will und soll.

Ich habe das große Glück, in meinem Betrieb vom ersten Tag an überall mitarbeiten zu dürfen, so dass ich heute weitgehend selbstständig Produkte entwickeln und herstellen kann und meine Kreativität in den kompletten Entwicklungsprozess dieser mit einfließt.

Da Alkohol ein Genussmittel ist, das ein gewisses Abhängigkeitspotenzial birgt und man als Destillateur den ganzen Tag mit diesem zu tun hat, sind Verantwortungsbewusstsein und eine gewisse psychische Stabilität, Grundvoraussetzung in diesem Beruf.

Von Paul B., Auszubildender Destillateur im 2. Lehrjahr

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