DGB Jugend Ausbildungsreport 2014

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Die Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt sind beunruhigend. Gerade einmal zwei Drittel der ausbildungsinteressierten jungen Menschen finden eine Ausbildungsstelle, während die Unternehmen vermehrt über unbesetzte Ausbildungsplätze klagen. Für Letzteres ist oft die mangelnde Ausbildungsreife der Unternehmen das Problem – Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze sind keine Seltenheit. Zu diesen Ergebnissen kommt der neunte Ausbildungsreport der DGB-Jugend. Insgesamt ist ein großer Teil (71,4 Prozent) der Auszubildenden zwar mit der Ausbildungsqualität zufrieden. Mehr als jeder zehnte Auszubildende (11,7 Prozent) muss ausbildungsfremde Tätigkeiten ausüben, bei mehr als jedem Dritten (36,6 Prozent) fallen regelmäßig Überstunden an. Auch die Betreuung durch Ausbilder ist nicht immer sichergestellt. Besonders erschreckend ist, dass 13,2 Prozent der unter 18-jährigen Auszubildenden mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten müssen. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Berufen und Branchen, die sich mittlerweile verfestigt haben. Während die angehenden Industriemechaniker, Industriekaufleute und Bankkaufleute mit ihrer Ausbildung zufrieden sind, bilden einige Berufe des Handwerks, des Handels und vor allem der Gastronomie und der Hotellerie wieder das Schlusslicht der Befragung mit eklatanten Problemen und Gesetzesverstößen. Ein zentrales Problem ist weiterhin der Zugang zur Ausbildung. Noch immer stecken 260.000 Jugendliche in Warteschleifen zwischen Schule und Ausbildung fest. Gerade einmal 65 Prozent der Ausbildungsinteressierten haben einen Ausbildungsplatz bekommen. An der repräsentativen Befragung der Gewerkschaftsjugend haben sich 18.357 Auszubildende aus den 25 laut Bundesinstitut für Berufsbildung häufigsten Ausbildungsberufen beteiligt. Es wurden Auszubildende aus betrieblicher und dualer Ausbildung befragt, aus allen Ausbildungsjahren und aus Betrieben unterschiedlicher Größe. Hier geht es  zum Ausbildungsreport.

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