Produktveredlerin — mein Erfahrungsbericht

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Hallo, mein Name ist Aylin Savas. Ich bin in der Ausbildung zur Produktveredlerin im zweiten Ausbildungsjahr bei der Firma Eing Textilveredlung und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG.

Die Ausbildung habe ich im September 2013 begonnen. Seit dem habe ich einen großen Einblick in die Textilbranche und ihre Facetten erhalten. Während meiner Ausbildung durchlaufe ich alle Bereiche unserer Firma. Ich arbeite in dieser Zeit in den Bereichen Weberei Vorwerk, Druckerei, Beschichtung und Appretur. Dabei werden verschiedene, meist computergesteuerte Maschinen und Anlagen auf- und umgerüstet.

Außerdem stelle ich Prozessparameter ein und kontrolliere die Veredlungsprozesse. Um den reibungslosen Produktionsablauf zu gewährleisten, warte ich die Maschinen und Anlagen und behebe dabei kleinere Störungen selbst. Ebenfalls stelle ich Appreturmittel, Druckpasten, Farblösungen und Beschichtungsmassen bereit bzw. setze sie an. Hierfür führe ich Ansatz- und Rezepturberechnungen durch. Um eine optimale Warenqualität zu erreichen, nehme ich Qualitätskontrollen vor und prüfe Textilien z.B. auf einen gleichmäßigen Beschichtungsgrad, Verschmutzungen, Risse oder Falten. Im Bereich Druckerei achte ich unter anderem auf Rapportgenauigkeit.
Zum jetzigen Zeitpunkt arbeite ich im Labor. Hier prüfe ich beispielsweise die Waschbeständigkeit oder Lichtechtheit verschiedenster Textilien. Demnächst werde ich an einem unserer Spannrahmen arbeiten, da ich im Frühjahr 2015 meine praktische Zwischenprüfung ablegen werde.
Als ich vor knapp zwei Jahren meine Bewerbung schrieb, hatte ich ehrlich gesagt kaum eine Vorstellung welche Aufgaben eine Produktveredlerin in diesem Beruf hat. Aufgrund eines Praktikums habe ich herausgefunden, dass der Beruf der Produktveredlerin mir sehr zusagt unter anderem auch aufgrund meines Interesses für Textilien.
Neben der praktischen Arbeit im Betrieb gehe ich zur Berufsschule nach Steinfurt. Als ich am ersten Schultag in die Berufsschule ging und den Klassenraum betrat, war ich ziemlich verwundert, dass nur Jungs in meiner Klasse sind. Auch wenn ich das einzige Mädchen in meiner Klasse bin, kann ich nicht behaupten, darin einen Nachteil zu sehen. Meine Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Wie es danach weiter geht, weiß ich noch nicht. Nach meiner Ausbildung würde ich mich jedoch gerne weiterbilden, wobei ich diesbezüglich in Richtung Textiltechnik tendiere. Ich bin gespannt was noch auf mich zu kommt.

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von Aylin Savas


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