Erklärfilm DDR – Aus der Reihe WissensWerte

Der dritte Oktober: seit 1990 Deutschlands Feiertag der Wiedervereinigung. Aber warum war Deutschland geteilt? Was war die DDR für ein Staat? Und wie kam es eigentlich zur Wiedervereinigung? Februar 1945: Der Untergang Hitlerdeutschlands ist absehbar. Hitlers Gegner treffen sich auf der Konferenz von Jalta. Sie planen für die Zeit nach ihrem Sieg und vereinbaren die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen. Doch die Allianz bricht: Zwischen den Westmächten und der Sowjetunion beginnt der kalte Krieg. Folge: 1949 entstehen zwei deutsche Staaten: Aus den drei westlichen Besatzungszonen wird die kapitalistische Bundesrepublik Deutschland. Aus der östlichen Besatzungszone entsteht die sozialistische Deutsche Demokratische Republik. Berlin bekommt einen Sonderstatus. Es wird ebenfalls geteilt in Ost und West. Beide Deutsche Staaten stellen wieder eigene Armeen auf. Sie schließen sich den Militärbündnissen in Ost und West an- die Bundesrepublik der NATO und die DDR dem Warschauer Pakt. Die DDR wird am 7. Oktober 1949 gegründet. Die Macht liegt bei der sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Es gibt so genannte Blockparteien, und ein formales Parlament – die Volkskammer. Diese Einrichtungen sollen der Republik eine demokratische Fassade geben. Die DDR ist eine Diktatur: Manipulierte Wahlen, keine unabhängige Justiz und die Macht der Einheitspartei- festgeschrieben in der Verfassung. Das Ministerium für Staatssicherheit- die Stasi. Ein wichtiges Instrument der

DDR-Regierung. Es überwacht die Bürger und schüchtert sie ein. Andersdenkende müssen deshalb Verhaftung und Gefängnis fürchten, besonders wenn sie ihre Ansichten kundtun. Aus politischen Gründen kommen in der DDR im Laufe der Zeit mindestens 150.000 Bürger ins Gefängnis. Viele Unzufriedene wollen das Land verlassen. Die DDR will die Abwanderung stoppen.

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